Im Reich der Di­no­sau­ri­er: Ju­ras­sic World

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SZENE AM WOCHENENDE - Von Ste­fan Ro­ther

Wenn nach län­ge­rer Pau­se ein neu­er Teil ei­ner er­folg­rei­chen Se­rie im Ki­no er­scheint, ge­schieht dies heu­te oft nicht als schnö­de Fort­set­zung, son­dern als „Re­boot“, bei dem die Hand­lung noch­mals auf den Aus­gangs­punkt zu­rück­ge­setzt wird. „Ju­ras­sic World“geht da­ge­gen ei­nen an­de­ren Weg: Der Film er­kennt das Er­be sei­ner Vor­gän­ger nicht nur an – son­dern um­armt die­ses in­brüns­tig. So fin­den sich hier un­zäh­li­ge An­spie­lun­gen und Er­in­ne­run­gen an das ers­te Di­no-Aben­teu­er, und die Hand­lung ist im Kern recht ähn­lich auf­ge­baut. Wie­der kom­men zwei Ge­schwis­ter­kin­der auf die Is­la Nu­bar, im Ge­gen­satz zum ers­ten Teil be­fin­det sich der Sau­rier­park dort al­ler­dings nicht mehr in der Ent­wick­lung, son­dern läuft be­reits auf Hoch­tou­ren. Bei der Gestal­tung der zahl­rei­chen At­trak­tio­nen und des An­den­ken-Kom­mer­zes rund um die wie­der­auf­er­stan­de­nen Sau­ri­er ha­ben sich die Ma­cher mit sicht­lich Spaß aus­ge­tobt und brin­gen auch ein Di­lem­ma ein, das eben­so für vie­le Block­bus­ter-Fort­set­zun­gen gilt: Mit der Zeit tritt beim Pu­bli­kum ein Ge­wöh­nungs­ef­fekt ein. Da­mit das In­ter­es­se nicht schwin­det, müs­sen im­mer noch spek­ta­ku­lä­re­re At­trak­tio­nen ge­bo­ten wer­den, und so ko­chen die Wis­sen­schaft­ler im DNA-La­bor ei­nen Sau­ri­er zu­sam­men, den es zu­vor noch nie ge­ge­ben hat: den In­do­mi­nus rex. Na­tür­lich bricht die­ser bald aus sei­nem Ge­he­ge aus, und die Brü­der Gray (Ty Simp­kins) und Zach (Nick Ro­bin­son) be­fin­den sich auf der Flucht. An ih­rer Sei­te kämp­fen Tan­te und Park­lei­te­rin Clai­re Dea­ring (Bryce Dal­las Ho­ward) so­wie Di­no-Trai­ner Owen Gra­dy (Chris Pratt). Al­ler­dings kommt ei­ni­gen im Park­ma­nage­ment die Ka­ta­stro­phe ganz ge­le­gen ...

An spek­ta­ku­lä­ren Ac­tion­sze­nen man­gelt es, wie zu er­war­ten, nicht, und die neu­en Sau­ri­er, ins­be­son­de­re das Mee­res­rep­til Mo­sa­s­au­rus, sind sehr be­ein­dru­ckend. Weit­aus ru­di­men­tä­rer ist da­ge­gen die Fi­gu­ren­zeich­nung aus­ge­legt, ins­be­son­de­re Kar­rie­re­frau Clai­re wirkt über wei­te Stre­cken wie ei­ne Ka­ri­ka­tur. Und Chris Pratt zeigt in den un­ter­halt­sa­men Ex­tras teils mehr Charme als im Film selbst, et­wa, wenn er mit Re­gis­seur Co­lin Tre­vor­row plau­dert. Gu­tes Pop­corn-Heim­ki­no wird un­term Strich aber den­noch ge­bo­ten. FSK: Preis:

Be­wer­tung:

FOTO: EIKELPOTH

12 Jah­re

DVD: 15 Eu­ro; Blu-Ray: 18 Eu­ro; Blu-Ray 3D: 28 Eu­ro Seit Schul­zei­ten be­freun­det: Schlag­zeu­ger An­di, Bas­sis­tin Ines, Sän­ger Sam­my, Key­boar­der Chris und Gi­tar­rist Ron (v. li.) von den Broi­lers.

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