Nicht jam­mern

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MEINUNG & DIALOG - Wir freu­en uns über Ih­re Brie­fe. Bit­te ha­ben Sie aber Ver­ständ­nis da­für, dass wir für die Ver­öf­fent­li­chung ei­ne Aus­wahl tref­fen und uns auch Kür­zun­gen vor­be­hal­ten müs­sen. Le­ser­zu­schrif­ten stel­len kei­ne re­dak­tio­nel­len Bei­trä­ge dar. An­ony­me Zu­schrif­ten könn

Kurz­fris­ti­ge Lö­sun­gen sind al­so schlicht nicht mög­lich. Auch ge­for­der­te Zäu­ne von ir­gend­wel­chen be­sorg­ten Bür­gern sind nichts als po­pu­lis­ti­sche und hoch­gra­dig däm­li­che For­de­run­gen. Dann steht da halt ein Zaun und die Flücht­lin­ge ge­hen ein paar Ki­lo­me­ter wei­ter eben über die Gren­ze – dar­auf kommt es nach zig Tau­send Ki­lo­me­tern Flucht auch nicht mehr an. Es wä­re schön, wenn man sich ein­fach mal mit der Rea­li­tät aus­ein­an­der­setzt und nicht dau­ernd wert­vol­le Zeit mit Jam­mern ver­schwen­det. Die Flücht­lin­ge sind jetzt da, und es wer­den auch noch mehr kom­men. An­statt zu ver­su­chen, die Sym­pto­me zu be­kämp­fen (Flücht­lin­ge), soll­te mas­siv an den Ur­sa­chen ge­ar­bei­tet wer­den. Das geht halt nicht all­zu schnell, und dar­um soll­ten wir die Ener­gie, die bis­her fürs Jam­mern be­nö­tigt wird, lie­ber in sinn­vol­le­re Bah­nen len­ken. Nein, man muss nicht zu den Flücht­lings­hei­men ge­hen, je­den mit Hand­schlag be­grü­ßen und Sa­chen mit­brin­gen. Das ist zwar schön, aber das muss nie­mand tun. Es wür­de rei­chen, wenn nicht per­ma­nent ei­ne schlech­te Stim­mung ver­brei­tet wird und Flücht­lin­ge für je­den Miss­stand her­hal­ten müs­sen. Es reicht aus, wenn man, an­statt zu schimp­fen, ein­fach über­haupt nichts tut. Geht es ir­gend­je­man­dem schlech­ter, jetzt, wo zum Jah­res­en­de 800 000 bis 1 000 000 Flücht­lin­ge hier sein wer­den? Mir wä­re nichts der­glei­chen be­kannt. Ben­ja­min Schä­fer, Ried­lin­gen

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Der be­droh­te Le­bens­raum Zum Ar­ti­kel „Wendt for­dert Zaun zu Ös­ter­reich“(19.10.):

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