Hol­ly­wood-Le­gen­de Mau­re­en O’Ha­ra ge­stor­ben

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - KULTUR -

LOS ANGELES (dpa) - Sie zähl­te zu Hol­ly­woods letz­ten Le­gen­den: Mau­re­en O'Ha­ra, die an der Sei­te von Stars wie John Way­ne und Charles Laugh­ton vor der Ka­me­ra stand, ist ge­stor­ben, knapp zwei Mo­na­te nach ih­rem 95. Ge­burts­tag.

Feu­er­ro­te Haa­re und ein re­so­lu­tes Auf­tre­ten wa­ren das Mar­ken­zei­chen, der ge­bür­ti­gen Irin. Seit den 1930erJah­ren hat sie mehr als 60 Fil­me ge­dreht, je­doch nie ei­ne Os­car-No­mi­nie­rung er­hal­ten. Mit dem Eh­ren-Os­car für ihr Le­bens­werk zoll­te ihr Hol­ly­wood ver­gan­ge­nes Jahr den längst über­fäl­li­gen Tri­but.

Al­f­red Hitch­cocks Spiel­film „Rif­fPi­ra­ten“(1939) mach­te sie be­kannt. Mit Charles Laugh­ton de­bü­tier­te sie als Es­me­ral­da in „Der Glöck­ner von Not­re Da­me“in den US-Ki­nos. Mit John Way­ne stand sie fünf­mal vor der Ka­me­ra, häu­fig dreh­te sie mit Re­gis­seur John Ford, dar­un­ter „Schla­gen­de Wet­ter“(Ori­gi­nal­ti­tel: „How Gre­en Was My Val­ley“).

Sie war Hol­ly­woods aben­teu­er­lus­ti­ge Frau an der Sei­te drauf­gän­ge­ri­scher Män­ner. Ih­rer ro­ten Mäh­ne ver­dank­te sie den Spitz­na­men „Tech­ni­co­lor-Queen“. Ob Wes­tern, Ko­mö­di­en oder Pi­ra­ten­fil­me, sie wur­de als Kö­ni­gin des Farb­films ver­mark­tet. Mit dem Weih­nachts­klas­si­ker „Das Wun­der von Man­hat­tan“(1947) kehr­te sie all­jähr­lich auf die TV-Bild­schir­me zu­rück. Kurz nach ih­rer drit­ten Ehe­schlie­ßung En­de der 1960er-Jah­re zog sie sich aus dem Film­ge­schäft zu­rück. Doch Re­gis­seur Chris Co­lum­bus konn­te sie 1991 für „Ma­ma, ich und wir zwei“( „On­ly the Lo­nely“) noch ein­mal vor die Ka­me­ra ho­len. Mit 80 Jah­ren dreh­te sie ih­ren letz­ten Fern­seh­film.

Ob­wohl sie die US-Staats­bür­ger­schaft an­ge­nom­men hat­te, blieb O’Ha­ra ei­ne lei­den­schaft­li­che Irin. Das sei auch das Ge­heim­nis ih­rer Schön­heit im Al­ter: „Ich war Irin. Ich blei­be Irin. Und iri­sche Frau­en las­sen sich nicht ge­hen.“

FOTO: DPA

Ver­gan­ge­nes Jahr er­hielt Mau­re­en O’Ha­ra den Eh­ren-Os­car.

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