Stanley Clar­ke bringt den Funk ins Ca­si­no

Der be­kann­te Jazz­bas­sist spielt am See

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - VERANSTALTUNGEN - Von Ralf Schä­fer

FRIEDRICHSHAFEN - Mit Stanley Clar­ke kommt ei­ner der wich­tigs­ten Jazz-Bas­sis­ten der Nach­kriegs­zeit auf ei­ne Büh­ne Fried­richs­ha­fens. Er spielt am Frei­tag, 30. Ok­to­ber, um 20 Uhr im Kul­tur­raum Ca­si­no.

Clar­ke, Jahr­gang 1951, ist im Dunst­kreis von Chick Co­rea und dem Re­turn To Fo­re­ver- En­sem­ble groß ge­wor­den, hat aber auch schnell als So­lo­mu­si­ker Kar­rie­re ge­macht. Er gilt als der weg­wei­sen­de Bas­sist ne­ben Ja­co Pas­to­ri­us, der in den 70er Jah­ren die Ent­wick­lung des Fu­si­on und Funk-Jazz vor­an­brach­te. Mit Re­turn to Fo­re­ver – als ei­ne der Nach­fol­ge­bands der Mu­si­ker rund um Mi­les Da­vis – kon­zen­trier­te er sich zu­nächst auf La­tin-Jazz. Schon 1976 brach­te er mit Scholl Days ein Al­bum, das im Bill­board Ma­ga­zi­ne auf Platz 34 der 200 bes­ten Al­ben der Welt ran­giert und Platz 2 bei den Jazz­plat­ten ein­nimmt. Das Ti­tel­stück dürf­te zu den be­kann­tes­ten The­men der Jazz­mu­sik ge­hö­ren.

Clar­ke hat Gold und Pla­tin-Schall­plat­ten, vier Gram­my Awards, Em­my-No­mi­nie­run­gen, und je­de Men­ge wei­te­rer Aus­zeich­nun­gen auf na­tio­na­ler und in­ter­na­tio­na­ler Ebe­ne ge­won­nen. Er steht seit nun­mehr 40 Jah­ren auf der Büh­ne, oh­ne dass sich sei­ne mu­si­ka­li­sche Lauf­bahn fest­ge­fah­ren hät­te. Im­mer mal wie­der was Neu­es In den neun­zi­ger Jah­ren hat er Film­mu­sik ge­schrie­ben. Zu­sam­men mit Ste­ward Co­pe­land, dem ehe­ma­li­gen Schlag­zeu­ger von Po­li­ce, und der Sän­ge­rin De­bo­rah Hol­land ver­such­te er sich 1987 mit der Band Ani­mal Lo­gic. 1991 trenn­te sich die­ses Trio je­doch wie­der. 2005 ent­stand zu­sam­men mit dem Gi­tar­ris­ten Bé­la Fleck und dem Jazz­gei­ger Je­an-Luc Pon­ty das Acoustic Fu­si­on Su­per­group Trio. Den letz­ten Gram­my be­kam Stanley Clar­ke 2011 für das bes­te zeit­ge­nös­si­sche Jaz­zal­bum, das un­ter dem Ti­tel „The Stanley Clar­ke Band“auf den Markt kam. Ak­tu­el­les und höchst emp­feh­lens­wer­tes Al­bum heißt „Up“. Dort spielt die Stanley Clar­ke Band zu­sam­men mit Phil Da­vis, Joe Walsh oder Cick Co­rea. Clar­ke sagt über die­ses Al­bum: „Je­de ein­zel­ne Auf­nah­me­ses­si­on war die rei­ne Freu­de. Es hat Spaß ge­macht, mit Freun­den Mu­sik zu ma­chen.“Und ge­nau das wird es auch, wenn er ins Ca­si­no kommt: Spaß ma­chen. Vir­tu­os be­herrscht er den akus­ti­schen und den elek­tri­schen Bass. Bei dem Kon­zert spie­len Stanley Clar­ke und sei­ne Band, die Sän­ge­rin Natasha Agra­ma, der 19-jäh­ri­ge Be­ka Go­chia­sh­vili (Pia­no), der mit 13 Jah­ren in Mon­treux den Jazz Pia­no Wett­be­werb ge­wann, Ca­me­ron Gra­ves (Key­boards) und Micha­el Mit­chell (Drums) mit ful­mi­nan­ter Tech­nik, ein­drück­li­chen Rhyth­men und ei­ner Por­ti­on Hu­mor. Ein­tritts­kar­ten hier: Schwä­bi­sche Zei­tung, Schanz­stra­ße 11 in Friedrichshafen, Süd­fin­der Ti­cket Hot­li­ne un­ter 0751 / 29 55 57 77 www.süd­fin­der.de/ti­cket kar­ten­ser­vice.gzh@friedrichshafen.de www.re­ser­vix.de

FOTO: VER­AN­STAL­TER

Stanley Clar­ke kommt nach Friedrichshafen.

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