Neuf­ra­er wird Bür­ger­meis­ter in Schelklingen

50,9 Pro­zent der Stim­men brin­gen den Sieg

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ALB/LAUCHERT - Von Si­mo­ne Dür­muth

SCHELKLINGEN - Der aus Neuf­ra stam­men­de Ul­rich Ruckh ist Bür­ger­meis­ter in Schelklingen bei Blau­beu­ren ge­wor­den. Mit ins­ge­samt 50,9 Pro­zent der Stim­men hat er am Sonn­tag die Wahl ge­won­nen. Der bis­he­ri­ge Käm­me­rer der 7200-Ein­woh­ner-Stadt lässt sei­ne Mit­be­wer­ber weit hin­ter sich.

„Ich wün­sche mir wirk­lich, dass wir jetzt die gu­ten Kräf­te bün­deln kön­nen“, sag­te Ruckh in ei­ner kur­zen An­spra­che nach der Be­kannt­ga­be der Er­geb­nis­se und zi­tier­te da­mit ei­nen sei­ner Leit­ge­dan­ken aus dem Wahl­kampf.

Und Ruckh hat­te auch ei­ne Bot­schaft an sei­nen Mit­be­wer­ber und SPD-Stadt­rat Jür­gen Haas, der mit 23,9 Pro­zent der Stim­men den zwei­ten Platz mach­te: „Ich wün­sche mir, dass Herr Haas wei­ter mit mir an ei­nem Strang zieht.“Der ließ im Ge­spräch mit der Schwä­bi­schen Zei­tung ver­lau­ten, dass er für ei­ne wei­te­re Zu­sam­men­ar­beit im Ge­mein­de­rat of­fen sei, er den­ke nicht dar­über nach, jetzt den Ge­mein­de­rat zu ver­las­sen. „Da­für bin ich viel zu sehr Schel­klin­ger“, so Haas.

Als dritt­plat­zier­ter mit 21,6 Pro­zent freu­te sich Ke­vin Wiest trotz­dem über das Er­geb­nis. „Für drei­ein­halb Wo­chen Wahl­kampf ist das ein Wahn­sinn­s­er­geb­nis.“Wiest kün­dig­te an, sich, soll­te sich die Ge­le­gen­heit er­ge­ben, in ei­ner an­de­ren Ge­mein­de zu be­wer­ben. „Ich wer­de Bür­ger­meis­ter im Schwä­bi­schen“, so Wiest. Sehr ge­knickt wirk­te Jörg Mayer, der mit 3,4 Pro­zent der Stim­men deut­lich ab­ge­schla­gen auf den vier­ten Platz ge­wählt wur­de. An­tritt ist im Ja­nu­ar Ul­rich Ruckh wird sein Amt im Ja­nu­ar an­tre­ten, die Amts­zeit des am­tie­ren­den Bür­ger­meis­ters Micha­el Knapp en­det am 12. Ja­nu­ar. Recht bald wird er dann wohl die Stel­le des Käm­me­rers aus­schrei­ben. Denn bei­des gleich­zei­tig wol­le er nicht sein. Käm­me­rer und Bür­ger­meis­ter müss­ten un­ter­schied­li­che Prio­ri­tä­ten set­zen und da­bei müs­se auch je­der sei­nen Frei­raum ha­ben.

Der am­tie­ren­de Bür­ger­meis­ter Micha­el Knapp zeig­te sich zu­frie­den mit dem Er­geb­nis. „Ich war über­zeugt, dass wir im ers­ten Wahl­gang ein Er­geb­nis ha­ben“, so Knapp. Er glau­be, dass Ruckh ei­ne gu­te Wahl sei, weil der sich als lang­jäh­ri­ger Käm­me­rer sehr gut in der Stadt aus­ken­ne. Über das Er­geb­nis sei er „nicht über­rascht“ge­we­sen.

Das Er­geb­nis, das am Sonn­tag be­kannt­ge­ge­ben wur­de, ist ein vor­läu­fi­ges Wah­l­er­geb­nis, das jetzt noch über­prüft wer­den muss. Aber Haupt­amts­lei­ter Ed­gar Sob­ko­wi­ak geht nicht da­von aus, dass sich am Er­geb­nis We­sent­li­ches än­dert. Es ha­be kaum un­gül­ti­ge Stim­men ge­ge­ben und Ul­rich Ruckh ha­be in al­len Wahl­lo­ka­len ei­ne deut­li­che Mehr­heit er­hal­ten. Sei­nen Wahl­sieg fei­er­te Ruckh in der Hein­rich-KaimSchu­le mit vie­len Schel­klin­gern. Beim Ständ­chen der Stadt­ka­pel­le durf­te der künf­ti­ge Schul­tes schon mal den Takt an­ge­ben.

FOTO: DÜR­MUTH

Der frü­he­re Neuf­ra­er Ul­rich Ruckh siegt im ers­ten Wahl­gang.

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