Hal­lo­ween-Strei­che sind nicht im­mer harm­los

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

RA­VENS­BURG (sz) - Am kom­men­den Sams­tag ist Hal­lo­ween. Kin­der­grup­pen zie­hen dann wie­der mit dem Wunsch nach „Sü­ßem“von Haus­tür zu Haus­tür. Be­kom­men sie das nicht, gibt es für Er­wach­se­ne mit Strei­chen „Sau­res“zu­rück. Doch die­se sind nicht im­mer harm­los – bei­spiels­wei­se wenn Kin­der Eier an Haus­wän­de schmei­ßen oder Tür­schlös­ser zu­kle­ben. Wenn ein Kind aus Ver­se­hen das Blu­men­beet der Nach­barn zer­tram­pelt, kommt die pri­va­te Haft­pflicht­ver­si­che­rung der El­tern oder der Auf­sichts­per­son für den Scha­den auf. Dies gilt je­doch nur, wenn das Kind äl­ter als sie­ben Jah­re ist. Kin­der, die das sieb­te Le­bens­jahr noch nicht voll­endet ha­ben, gel­ten als nicht de­likt­fä­hig und kön­nen für den ver­ur­sach­ten Scha­den nicht haft­bar ge­macht wer­den. Kin­der zwi­schen sie­ben und 17 Jah­ren kön­nen für den Scha­den haft­bar ge­macht wer­den, so­fern ih­nen die Fol­gen be­wusst wa­ren. Das wä­re ins­be­son­de­re bei den an die Haus­wand ge­wor­fe­nen Ei­ern der Fall, so­fern der Scha­den nicht vor­sätz­lich ver­ur­sacht wur­de. Hier greift dann die Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­rung der El­tern, bei der das Kind mit­ver­si­chert ist.

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