Stim­mungs­vol­les Sai­son­en­de in Neu­hau­sen

Es gibt raue Kost und Rü­ben­geis­ter am Sonn­tag, 1. No­vem­ber, im Mu­se­ums­dorf

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - LOKALES UND SERVICE -

NEU­HAU­SEN OB ECK (sz) - Ein letz­tes Mal noch bro­delt, kocht und zischt es in den his­to­ri­schen Häu­sern. Über­all gibt es klei­ne Ver­su­cher­le von ein­fa­chen, uns heu­te schon fast nicht mehr be­kann­ten Re­zep­ten.

Am Sonn­tag, 1. No­vem­ber, geht im Frei­licht­mu­se­um mit der Ver­an­stal­tung „Raue Kost“die Sai­son zu En­de. Im Mu­se­ums­dorf wer­den ab 11.30 Uhr die Feu­er ge­schürt und die Töp­fe heiß. Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Mu­se­ums be­rei­ten die tra­di­tio­nel­le All­tags­kost der Schwä­bi­schen Alb zu: Rie­te­mer Gmootz und Strau­be­ze, ge­dämpf­te Erd­äp­fel, Ha­ber­mus, Hol­der­mus und spe­zi­ell für das Mu­se­um gebackenes Lin­sen­gerst­brot, das man heu­te kaum noch kennt. Der Duft des Herbs­tes ver­mischt sich mit den Ge­rü­chen aus den his­to­ri­schen Kü­chen. Das lädt ein, her­ein­zu­schnup­pern, sich am Feu­er auf­zu­wär­men und zu ver­su­chen, was für un­se­re Vor­fah­ren das täg­li­che Brot war. Für Freun­de des ein­fa­chen Es­sens lie­gen al­le Re­zep­te auch zum Mit­neh­men be­reit. Es ist noch gar nicht so lan­ge her, dass das Le­ben auf der Alb karg und be­schwer­lich war.

Noch bis ins ver­gan­ge­ne Jahr­hun­dert hin­ein war das, was die länd­li­che Be­völ­ke­rung tag­täg­lich auf den Tisch be­kam, lan­ge nicht so ab­wechs­lungs­reich, wie wir das heu­te ge­wohnt sind. Brei und Kraut, Kä­se und Brot, spä­ter dann auch Kar­tof­feln wa­ren die wich­tigs­ten Nah­rungs­mit­tel, ei­ne recht raue Kost auf der rau­en Alb. Im Mu­se­um geht es da schon ein we­nig ge­müt­li­cher zu, das Es­sen von da­mals schmeckt auch heu­te – auch wenn man­che der Ge­rich­te für un­ser mo­der­nes Ge­schmacks­emp­fin­den un­ge­wöhn­lich sind. Vor al­lem der Zu­cker, der sich in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten so ve­he­ment in un­se­re Nah­rungs­mit­tel ge­schli­chen hat, fehlt in den his­to­ri­schen Re­zep­ten. Die raue Kost im Frei­licht­mu­se­um do­ku­men­tiert da­mit nicht nur ver­gan­ge­ne Ess­ge­wohn­hei­ten, son­dern auch die Ve­rän­de­run­gen, die sich seit­her voll­zo­gen ha­ben und die je­der für sich ent­de­cken kann. So wer­den die Be­su­cher bei der rau­en Kost im Frei­licht­mu­se­um Teil der ge­leb­ten Ge­schich­te.

Um 14 Uhr fin­det zum letz­ten Mal die­ses Jahr die Schwei­ne­hut statt. Für Kin­der be­gin­nen eben­falls ab 14 Uhr die Ba­s­tel­ak­tio­nen. Lus­ti­ge oder gru­se­li­ge Rü­ben­geis­ter und Kin­der­lie­der ste­hen im Mit­tel­punkt. Und wenn es dun­kel wird im Mu­se­um, zie­hen die Kin­der sin­gend mit ih­ren leuch­ten­den Geis­tern von Haus zu Haus durchs Mu­se­um.

Hier und da schaut ein Be­woh­ner aus dem Fens­ter und be­lohnt die Sän­ger der Hei­sche-Lie­der mal mehr, mal we­ni­ger groß­zü­gig. Eben ganz so wie es frü­her war. Mit dem Rü­ben­geis­ter-Zug fin­det die Mu­se­ums­sai­son tra­di­tio­nell ein stim­mungs­vol­les En­de und das Mu­se­um be­gibt sich in den Win­ter­schlaf – bis zur Wie­der­er­öff­nung am Os­ter­sams­tag im nächs­ten Jahr. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen un­ter Te­le­fon 07461/926 32 04 oder un­ter www.frei­licht­mu­se­um­neu­hau­sen.de Rat­haus, Kirch­platz 1, An­mel­dung Te­le­fon­num­mer 07571/5787, mon­tags 14-16 Uhr, diens­tags 9-12 Uhr, mitt­wochs 9-12 und 14-16 Uhr, don­ners­tags 14-16 Uhr

Sigmaringen

Be­ra­tung bei häus­li­cher Ge­walt, Ter­min nach Ver­ein­ba­rung, Te­le­fon 07571/ 7301-0, Be­geg­nungs­stät­te des Ca­ri­tas­ver­bands Be­ra­tungs­stel­le für Fa­mi­li­en mit be­hin­der­ten An­ge­hö­ri­gen, Ter­mi­ne nach Ver­ein­ba­rung Te­le­fon 07571/74860, Haus der So­zia­len Di­ens­te, An­tonstra­ße 20 Blin­den- und Seh­be­hin­der­ten­ver­band Würt­tem­berg, Treff für al­le Blin­den, Seh­be­hin­der­ten und se­hen­de Men­schen, 0´7124/ 931579, Ca­fé See­los, Früs­tWil­helm-Str. 22, täg­lich 15-18 Uhr BUND-Orts­grup­pe Sigmaringen: Pil­ze­be­ra­tung, mit Sieg­ried Franz, BUNDUm­welt­zen­trum, Burg­str. 4, je­den Mo 16.30-17.30 Uhr Ca­ri­tas­ver­band, Be­ra­tungs­stel­le häus­li­che Ge­walt, Te­le­fon 07571/ 7301-0 Dia­ko­nie, Hil­fe in schwie­ri­gen Le­bens­la­gen - So­zi­al- und Le­bens­be­ra­tung, Ev. Ge­mein­de­haus, Karl­str. 24, je­den Mo 9-10.30 Uhr Fra­gen in recht­li­cher Be­treu­ung, Vor­sor­ge­voll­macht und Pa­ti­en­ten­ver­fü­gung, Ter­mi­ne nach Ver­ein­ba­rung Te­le­fon 07571/ 50767, SKM Kath. Ver­ein für so­zia­le Di­ens­te, Fi­de­lis­stra­ße 6 Hil­fe für Men­schen mit De­menz und de­ren An­ge­hö­ri­ge, Be­ra­tung nach te­le­fo­ni­scher Ab­spra­che 07571/741240, Be­ra­tungs­stel­le De­menz, Jo­se­fi­nen­str. 2, je­den letz­ten Don­ners­tag im Mo­nat In­for­ma­ti­on zu al­len Fra­gen der fi­nan­zi­el­len Vor­sor­ge fürs Al­ter, An­mel­dung Te­le­fon 07571/745210, Ser­vice­zen­trum für Al­ters­vor­sor­ge, An­tonstra­ße 9 In­ter­dis­zi­pli­nä­re Früh­för­der­stel­le, Te­le­fon 07571/74860, Haus der So­zia­len Di­ens­te, An­tonstra­ße 20 Klei­der­kam­mer, Dia­ko­nie Sigmaringen, Karl­str. 24, je­den Mi 15-17 Uhr, je­den Do 9-12 Uhr Sprech­stun­de Se­nio­ren­ring, 07571/ 106-216, Rat­haus, Fürst-Wil­helm-Str. 15, je­den Do 9.30-11.30 Uhr Trau­er­früh­stück, zur bes­se­ren Pla­nung bit­te um An­mel­dung Te­le­fon 0151/ 57267286, Mal­te­ser Hilfs­dienst, Al­lee 9, 29.4. 9-11 Uhr

FOTO: VER­AN­STAL­TER

Zum Ab­schluss der Sai­son im Frei­licht­mu­se­um wer­den die Töp­fe heiß.

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