Chan­ce ver­tan

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND - Von Lud­ger Möl­lers po­li­tik@ schwa­ebi­sche. de

rbeits­markt, Um­welt­pro­ble­me, Was­ser­wirt­schaft, Stra­ßen­bau, Bahn­stre­cken und Brücken: al­les wich­ti­ge Fra­gen. Ge­mein­sa­me Lö­sun­gen ha­ben Men­schen zu­sam­men­ge­bracht. Kein Zwei­fel.

Wenn aber, wie in die­sen Ta­gen in Ulm, ei­ne hoch­ka­rä­ti­ge Kon­fe­renz mit Ex­per­ten aus den Do­nau-An­rai­ner­staa­ten das der­zeit wich­tigs­te The­ma, die Flücht­lings­kri­se, nur am Ran­de be­spricht und sich un­be­irrt der vor Mo­na­ten fest­ge­leg­ten Ta­ges­ord­nung wid­met, dann ist zu fra­gen: Wer­den die Schwer­punk­te rich­tig ge­setzt? Müs­sen nicht zu­nächst die an­ste­hen­den Pro­ble­me ge­löst wer­den? Ein klei­nes Bei­spiel: Wäh­rend in Ulm schon über den Ar­beits­markt für Flücht­lin­ge dis­ku­tiert wird, ste­hen die­se noch im Schlamm an der slo­we­nisch-ös­ter­rei­chi­schen Gren­ze und frie­ren.

Klar: Die Ex­per­ten­run­den kön­nen kei­ne Gip­fel­tref­fen er­set­zen. Aber wäh­rend Eu­ro­pa an der Flücht­lings­kri­se zu zer­bre­chen droht, wä­re ei­ne Neu-Aus­rich­tung des Do­nau­tref­fens nicht nur wün­schens­wert ge­we­sen. Der Re­spekt ge­gen­über Flücht­lin­gen und Hel­fern hät­te dies ge­bo­ten.

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