Ar­beits­lo­sig­keit im Süd­wes­ten rück­läu­fig

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

STUTTGART (dpa) - Dank der gu­ten Kon­junk­tur ist die Ar­beits­lo­sig­keit im Süd­wes­ten wei­ter zu­rück­ge­gan­gen. Im Ok­to­ber lag die Quo­te bei 3,7 Pro­zent, wie Ba­denWürt­tem­bergs Re­gio­nal­di­rek­ti­on der Bun­des­ar­beits­agen­tur für Ar­beit mit­teil­te. Den Wert hat­te der ba­den-würt­tem­ber­gi­sche Ar­beits­markt zu­letzt im Ju­ni er­reicht. Im Ok­to­ber such­ten 218 000 Men­schen ei­nen Job – 7900 we­ni­ger als im Sep­tem­ber. Das sei die nied­rigs­te Zahl an Ar­beits­lo­sen in ei­nem Ok­to­ber seit 17 Jah­ren, sag­te der Chef der Re­gio­nal­di­rek­ti­on, Chris­ti­an

Heck­ler & Koch ver­klagt die Bun­des­re­gie­rung

MÜNCHEN (AFP) - We­gen der aus­ste­hen­den Zu­stim­mung zu ei­nem Rüs­tungs­ge­schäft mit Sau­diA­ra­bi­en hat der Waf­fen­her­stel­ler Heck­ler & Koch die Bun­des­re­gie­rung ver­klagt. Das Un­ter­neh­men ha­be im Au­gust ei­ne so­ge­nann­te Un­tä­tig­keits­kla­ge ge­gen die Re­gie­rung er­ho­ben, be­rich­te­ten „Süd­deut­sche Zei­tung“, NDR und WDR un­ter Be­ru­fung auf Re­gie­rungs­krei­se. Hin­ter­grund sei, dass der­zeit kei­ne Ge­neh­mi­gun­gen für Zu­lie­fe­run­gen zur Li­zenz­pro­duk­ti­on von G-36-Ge­weh­ren in Sau­di-Ara­bi­en er­teilt wür­den. Seit ei­ni­gen Jah­ren wird die­ses Sturm­ge­wehr in Sau­diA­ra­bi­en in Li­zenz her­ge­stellt. Für die Pro­duk­ti­on sind al­ler­dings fünf Schlüs­sel­kom­po­nen­ten aus Deutsch­land not­wen­dig, de­ren Aus­fuhr die Bun­des­re­gie­rung ge­neh­mi­gen muss. Seit Mit­te 2014 sei ei­ne sol­che Ge­neh­mi­gung nicht mehr er­teilt wor­den. Für den Fall, dass die Ge­neh­mi­gungs­an­trä­ge ab­ge­lehnt wer­den soll­ten, wol­le das Un­ter­neh­men Scha­den­er­satz for­dern. Da­bei ge­he es um ei­nen zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag.

Ir­land run­det Prei­se auf und ab

BRÜS­SEL (dpa) - In Ir­land wer­den in Ge­schäf­ten ab so­fort die Prei­se auf die nächs­te Fünf-Cent-Stel­le auf- oder ab­ge­run­det. Das Land ha­be mit die­ser Pra­xis be­gon­nen, teil­te die EU-Kom­mis­si­on in Brüs­sel mit. Das Ziel sei, künf­tig we­ni­ger Ein- und Zwei-Cent-Mün­zen im Um­lauf zu ha­ben. Wich­tigs­ter Grund da­für ist, dass die Klein­mün­zen we­gen der ge­stie­ge­nen Prei­se für die Roh­stof­fe Kup­fer und Stahl bei der Her­stel­lung mehr kos­ten als sie wert sind. Run­dungs­re­geln gibt es be­reits in den Eu­ro-Län­dern Bel­gi­en, Finn­land und den Nie­der­lan­den. Rauch. Vor ei­nem Jahr lag die Ar­beits­lo­sen­quo­te noch bei 3,8 Pro­zent. Die Zahl der Ar­beits­lo­sen in Deutsch­land ist so ge­ring wie seit 24 Jah­ren nicht mehr. Von Sep­tem­ber auf Ok­to­ber ver­rin­ger­te sie sich um 59 000, zu­letzt such­ten noch 2,65 Mil­lio­nen Men­schen ei­nen Job. Die Ar­beits­lo­sen­quo­te ver­rin­ger­te sich um 0,2 Pro­zent­punk­te auf sechs Pro­zent. Die Zahl der Ar­beits­lo­sen in Bay­ern ist im Ok­to­ber auf knapp 232 300 ge­sun­ken. Im Ver­gleich zum Vor­jahr be­deu­tet dies ei­nen Rück­gang um 9700. Die Ar­beits­lo­sen­quo­te lag bei 3,3 Pro­zent.

Com­pu­ter­sys­tem-Fehl­griff kommt Post teu­er zu ste­hen

BONN (dpa) - Ein Fehl­griff beim neu­en Com­pu­ter­sys­tem droht die Deut­sche Post im Fracht­ge­schäft um Jah­re zu­rück­zu­wer­fen. Bis ei­ne neue Lö­sung kom­plett läuft, kann es „ein paar Jah­re dau­ern“, sag­te Fi­nanz­chef Lar­ry Ro­sen. Zu­vor hat­te das Un­ter­neh­men sei­ne Ge­winn­zie­le durch ein­ma­li­ge Ab­schrei­bun­gen auf ei­ne Grö­ßen­ord­nung von 2,4 Mil­li­ar­den Eu­ro re­du­ziert. Für 2015 rech­net das Post-Ma­nage­ment mit ei­ner hal­ben Mil­li­ar­de Eu­ro we­ni­ger Ge­winn als zu­letzt. Die ur­sprüng­li­che Pro­gno­se war im Au­gust nach den Streiks re­vi­diert wor­den. Für 2016 geht der Vor­stand von ei­nem ope­ra­ti­ven Er­geb­nis zwi­schen 3,4 Mil­li­ar­den und 3,7 Mil­li­ar­den Eu­ro aus.

Rät­sel­ra­ten über Kurs der US-No­ten­bank

WA­SHING­TON (dpa) - In den USA herrscht Rä­tesel­ra­ten über den geld­po­li­ti­schen Kurs der No­ten­bank Fe­deral Re­ser­ve. Der Of­fen­markt­Aus­schuss der Fed hat­te den Leit­zins auf dem his­to­ri­schen Tief na­he Null be­las­sen – aber die Tür für ei­ne Er­hö­hung im De­zem­ber be­wusst of­fen­ge­las­sen. Der Leit­zins in den USA ist seit En­de 2008 auf ei­nem Re­kord­tief. „Der Aus­schuss hat sei­ne Sicht­wei­se be­kräf­tigt, dass der Zins­satz von 0 bis 0,25 Pro­zent der rich­ti­ge ist“, teil­te die Fed mit. Der geld­po­li­ti­sche Kurs der Fed hat welt­wei­te Aus­wir­kun­gen.

ZF grün­det in Ja­pan ein Ent­wick­lungs­zen­trum

TO­KIO/FRIEDRICHSHAFEN (sz) - Die ZF Friedrichshafen AG wei­tet ihr En­ga­ge­ment in Ja­pan aus: Der Tech­no­lo­gie­kon­zern grün­det in Yo­ko­ha­ma ein Ent­wick­lungs­zen­trum. In den nächs­ten bei­den Jah­ren sol­len 70 zu­sätz­li­che Stel­len für In­ge­nieu­re ent­ste­hen. Die In­ge­nieu­re wer­den sich un­ter an­de­rem mit dem The­ma Elek­tro­mo­bi­li­tät be­fas­sen. Das Ja­pan Tech Cen­ter wird eng mit je­nen ZF-Ein­hei­ten zu­sam­men­ar­bei­ten, die von Ja­nu­ar 2016 an in der neu­en Di­vi­si­on E-Mo­bi­li­ty ge­bün­delt wer­den. Die Ver­hand­lun­gen mit Grund­stücks­ei­gen­tü­mern sei­en weit fort­ge­schrit­ten. Zu­dem ist ZF seit der Über­nah­me von TRW im Be­sitz ei­nes En­gi­nee­ring Cen­ter, das 2001 er­rich­tet wur­de.

FOTO: DPA

Ir­land will we­ni­ger klei­ne Cen­tMün­zen im Um­lauf ha­ben.

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