Heck­ler & Koch zu Ver­trags­bruch ge­zwun­gen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BERLIN/OBERN­DORF (dpa) - Der Waf­fen­her­stel­ler Heck­ler & Koch sieht sich we­gen der feh­len­den Aus­fuhr­ge­neh­mi­gun­gen von Tei­len für die G36-Fer­ti­gung in Sau­di-Ara­bi­en zum Ver­trags­bruch ge­zwun­gen. „Wir müs­sen al­les tun, wo­zu wir ver­trag­lich ver­pflich­tet sind. Dar­an hin­dert uns die Bun­des­re­gie­rung der­zeit“, sag­te Ge­schäfts­füh­rer Ni­co­la Ma­ri­nel­li am Frei­tag.

Der Waf­fen­her­stel­ler hat im Au­gust vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Frank­furt Un­tä­tig­keits­kla­ge ge­gen das Bun­des­amt für Aus­fuhr­kon­trol­le (Ba­fa) ein­ge­reicht, weil er seit zwei Jah­ren auf die Aus­fuhr­ge­neh­mi­gun­gen für Tei­le zur Fer­ti­gung des Sturm­ge­wehrs G36 für Sau­di-Ara­bi­en war­tet. Dort gibt es ei­ne Li­zenz­fer­ti­gung von G36-Ge­weh­ren. Nach An­ga­ben aus Re­gie­rungs­krei­sen be­ob­ach­tet Berlin der­zeit in­ten­siv die Rol­le des sun­ni­ti­schen Sau­di-Ara­bi­ens im Kampf ge­gen die schii­ti­schen Huthi-Re­bel­len im Nach­bar­land Je­men. SPD-Chef Ga­b­ri­el ist an­ge­tre­ten, um als Wirt­schafts­mi­nis­ter den Ver­kauf von Pan­zern und Klein­waf­fen ins Aus­land ein­zu­schrän­ken.

Ziel der Kla­ge sei ei­ne Ent­schei­dung, sag­te Ma­ri­nel­li. „Wir müs­sen uns ge­gen­über un­se­rem Kun­den er­klä­ren kön­nen.“Ein Spre­cher des Ver­wal­tungs­ge­richts Frank­furt sag­te, die münd­li­che Ver­hand­lung wer­de in die­sem Jahr nicht statt­fin­den.

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