Gran­de Da­me der Volks­mu­sik wird 75 Jah­re alt

Mo­de­ra­to­rin Carolin Rei­ber ver­ließ das ZDF nicht ganz frei­wil­lig – Pri­vat­le­ben aus Me­di­en her­aus­ge­hal­ten

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MEDIEN -

MÜNCHEN (dpa) - Charme und Ele­ganz, Dirndl und ihr baye­ri­scher Dia­lekt sind Carolin Rei­bers Mar­ken­zei­chen. Da­für liebt das Pu­bli­kum die Mo­de­ra­to­rin, die seit mehr als 50 Jah­ren vor der Ka­me­ra steht. Am Mon­tag wird die Münch­ne­rin 75 Jah­re alt.

Jahr­zehn­te­lang war Carolin Rei­ber das Ge­sicht der Volks­mu­sik im ZDF, bis sie im Jahr 2005 ih­ren nicht ganz frei­wil­li­gen Ab­schied nahm. Das ZDF woll­te ei­nen Ge­ne­ra­tio­nen­wech­sel. Das Aus trotz gu­ter Quo­ten schmerz­te die Mo­de­ra­to­rin. Heu­te ist sie vor al­lem im Baye­ri­schen Fern­se­hen zu se­hen, wo sie die Sen­dung „Bay­ern­tour“prä­sen­tiert.

Ih­re ers­ten Schrit­te ins Show­ge­schäft tat Rei­ber in den 1950er-Jah­ren mit klei­nen Rol­len in Spiel­fil­men wie „Das dop­pel­te Lott­chen“und „Durch die Wäl­der, durch die Au­en“. Da­nach be­gann sie ih­re Fern­seh­kar­rie­re beim Baye­ri­schen Rund­funk: Zu­nächst als Pro­gramm-An­sa­ge­rin, bald als Mo­de­ra­to­rin. Für ih­re Mo­de­ra­tio­nen wur­de Rei­ber mit zahl­rei­chen Prei­sen ge­ehrt – vom Bam­bi bis zum Baye­ri­schen Ver­dienst­or­den.

Die Mut­ter zwei­er Söh­ne lebt in der Nä­he von München. Ein schwe­rer Schick­sals­schlag traf sie An­fang 2014, als ihr Mann, der Un­ter­neh­mens­be­ra­ter und frü­he­re Leicht­ath­let Luit­pold Mai­er, nach schwe­rer Krank­heit starb. Das Paar war mehr als 50 Jah­re lang ver­hei­ra­tet. Ihr Pri­vat­le­ben hat Rei­ber je­doch stets aus den Il­lus­trier­ten her­aus­ge­hal­ten.

FOTO: DPA

Carolin Rei­ber

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