Die Ära Pe­dul­là ist vor­bei

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SPORT -

MÜNCHEN (dpa) - Nach ge­ra­de ein­mal acht Mo­na­ten hat der Deut­sche Vol­ley­ball-Ver­band die Zu­sam­men­ar­beit mit Frau­en-Bun­des­trai­ner Lu­cia­no Pe­dul­là be­en­det: Am Frei­tag gab der DVV die Tren­nung von dem Ita­lie­ner be­kannt; er will in Kür­ze ei­nen Nach­fol­ger für den 58-Jäh­ri­gen prä­sen­tie­ren. So hofft der DVV, beim hoch­ka­rä­tig be­setz­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­tur­nier in der Tür­kei im Ja­nu­ar vi­el­leicht doch noch ir­gend­wie den Sprung zu Olym­pia 2016 zu schaf­fen. Nur der Ers­te ist si­cher in Rio da­bei.

„Wir sind zu dem Ent­schluss ge­kom­men, dass es für bei­de Sei­ten bes­ser ist, sich zu tren­nen. Mit die­ser Ent­schei­dung wol­len wir ei­nen Im­puls set­zen“, sag­te DVV-Sport­di­rek­tor Ralf Iwan. „Ich hät­te sehr ger­ne wei­ter­ge­macht“, ließ der Mann aus No­va­ra ver­lau­ten. „Ich hat­te kei­ne Pro­ble­me mit dem Team. Die Er­fah­rung als Na­tio­nal­trai­ner war toll. Ich lie­be den deut­schen Vol­ley­ball und das Land.“Die Tren­nung, so Pe­dul­là wei­ter, sei in „bei­der­sei­ti­gem Ein­ver­neh­men“er­folgt: „Der Ver­band war mit der EM nicht be­son­ders zu­frie­den. Ich fand sie nicht so schlecht.“Die Deut­schen wa­ren bei den Ti­tel­kämp­fen in Bel­gi­en und den Nie­der­lan­den nach zwei Sil­ber­me­dail­len in Fol­ge Fünf­te ge­wor­den, qua­li­fi­zier­ten sich aber di­rekt für die EM 2017 in Aser­bai­dschan und Ge­or­gi­en. Dem DVV war das zu we­nig: Zwölf Sie­ge und 17 Nie­der­la­gen zähl­te er in der Ära Pe­dul­là; ge­gen die bes­ten Teams ha­be man „aus­schließ­lich“ver­lo­ren.

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