Mu­sik für ei­nen Win­ter­abend

Das Duo Black­bird and Spen­ser stimmt auf sei­nem De­büt­al­bum ge­müt­li­che Tö­ne an

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SZENE AM WOCHENENDE - Von Ka­rin Geu­pel

WZum●Bei­spiel „Ho­me in as kommt her­aus, wenn Krea­ti­vi­tät auf mo­der­ne Fi­nan­zie­rung trifft? the Sky“(Rough Tra­de) von Black­bird and Spen­ser. Das Sin­ger- und Song­wri­ter-Duo fi­nan­zier­te sein De­büt über Crowd­fun­ding und be­kam dort mehr als 4500 Eu­ro zu­sam­men.

Auf die Un­ter­stüt­zung der Fans an­ge­wie­sen zu sein, könn­te Mu­si­ker auch un­ter gro­ßen Druck set­zen. Könn­te. Denn tat­säch­lich ist da­von auf dem Al­bum „Ho­me in the Sky“nichts zu hö­ren. Statt­des­sen: ent­spann­te Akus­tik-Gi­tar­ren, zwei­stim­mi­ger, me­lo­di­scher Ge­sang und hier und da auch das Klim­pern ei­nes Ban­jos.

Die Ber­li­ne­rin Mi­ri­am Ert­mann und der Ham­bur­ger Han­nes Klock spie­len al­le In­stru­men­te vom Glo­cken­spiel bis zum Pia­no selbst, oh­ne Un­ter­stüt­zung an­de­rer pro­fes­sio­nel­ler Mu­si­ker. Oft ist den Songs da­bei an­zu­hö­ren, dass Mi­ri­am Ert­mann ei­gent­lich klas­si­sche Gei­ge­rin ist. So be­ginnt das sieb­te Lied des Al­bums „Lea­ving on a Train“zum Bei­spiel mit ei­nem län­ge­ren Gei­gen­so­lo. Auch sonst über­nimmt die Gei­ge häu­fig den Part des me­lo­die­ge­ben­den In­stru­ments. Hin­zu kommt Klocks akus­ti­sche Gi­tar­re oder auch ein Kla­vier – und na­tür­lich im­mer der zwei­stim­mi­ge Ge­sang, der das Duo aus­zeich­net. Sehn­suchts­vol­le Tex­te Die Tex­te von Black­bird and Spen­ser han­deln meist von Tren­nun­gen, und dem­ent­spre­chend sehn­suchts­voll klingt dann auch die Mu­sik. Das Al­bum ist al­so kei­ne un­be­schwer­te Kost, son­dern eig­net sich eher für ei­nen ge­müt­li­chen Win­ter­abend mit Woll­de­cke und ei­ner Tas­se hei­ßem Tee.

Lei­der sind die Me­lo­di­en meist nicht sehr ein­gän­gig, wo­durch sich das Al­bum mit sei­nen drei­zehn Songs et­was in die Län­ge zieht. Wer aber hand­ge­mach­te Mu­sik mit akus­ti­schen In­stru­men­ten mag, der ist bei Black­bird and Spen­ser gut auf­ge­ho­ben.

FOTO: PR

Ha­ben über Crowd­fun­ding Geld für ihr De­büt­al­bum ge­sam­melt: Han­nes Klock und Mi­ri­am Ert­mann.

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