Dem Laub Herr wer­den

Tipps zum Kauf des Laub­sau­gers – Tier­schüt­zer da­ge­gen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - VERBRAUCHER -

HAMBURG (dpa) - Der Laub­fall im Gar­ten hat be­gon­nen. Die schnel­le, kraft­vol­le Hil­fe sind Laub­sau­ger. Ein paar Hin­wei­se für Hob­by­gärt­ner:

Wel­cher Laub­sau­ger ist am bes­ten? Ein Elek­tro­sau­ger ist in der Re­gel güns­ti­ger, hat aber ei­nen ent­schei­den­den Nach­teil: Sein Ka­bel schränkt die Be­we­gungs­frei­heit ein. Beim Ak­ku­sau­ger ist die Lauf­zeit be­grenzt. Und der Ben­zinsau­ger hat mit ei­nem Zwei- oder Vier­takt-Mo­tor zwar die meis­te Kraft. Aber da­für ist so ein Mo­dell auch lau­ter, er­läu­tert Su­san­ne Wo­elk von der Ak­ti­on Das si­che­re Haus.

Wor­auf ach­te ich beim Kauf? Der Laub­sau­ger soll­te ei­nen Tra­ge­gurt ha­ben und da­mit auf dem Rü­cken Platz fin­den, er­klärt Chris­ti­an Schip­ke von der Bun­des­an­stalt für Ar­beits­schutz und Ar­beits­me­di­zin. So blei­ben bei­de Hän­de frei. Gut ist sei­ner Mei­nung nach auch ein ver­stell­ba­rer Griff, da­mit man den Sau­ger in­di­vi­du­ell pas­send ein­stel­len kann. Und ein Tipp für Be­sit­zer klei­ner Gär­ten: Ein Mo­dell mit in­te­grier­tem Häcks­ler zer­klei­nert das Laub, und so passt mehr da­von in die Bio­ton­ne.

Muss ich be­stimm­te Schutz­vor­keh­run­gen tref­fen? Der Si­cher­heits­ex­per­te Chris­ti­an Schip­ke rät zur Schutz­bril­le. Denn man­che Ge­rä­te, ge­ra­de je­ne mit Blas­funk­ti­on, schaf­fen Ge­schwin­dig­kei­ten von 250 St­un­den­ki­lo­me­ter, da­bei fliegt schnell mal et­was ins Au­ge. Au­ßer­dem wich­tig sei der Ge­hör­schutz. Und wenn man al­te Laub­schich­ten weg­räu­men möch­te, ist auch ei­ne Staub­mas­ke für Mund und Na­se sinn­voll. Denn dar­in ha­ben sich Schim­mel­spo­ren, Bak­te­ri­en und ge­trock­ne­ter Tier­kot an­ge­sam­melt.

Was sa­gen Tier­schüt­zer? Tier- und Um­welt­or­ga­ni­sa­tio­nen ra­ten grund­sätz­lich von den Ge­rä­ten ab. Denn sie sam­meln und zer­häck­seln nicht nur die Blät­ter, son­dern auch In­sek­ten, Re­gen­wür­mer und Pil­ze. Auch Laub­blä­ser sind kei­ne gu­te Al­ter­na­ti­ve. Denn bei bei­den Va­ri­an­ten wird dem Bo­den mit den Blät­tern auch die Hu­mus- und Nähr­stoff­ver­sor­gung für das nächs­te Jahr ge­nom­men. Au­ßer­dem trock­net der Bo­den oh­ne schüt­zen­de Schicht schnel­ler aus, und er ist nicht mehr so gut vor ex­tre­mer Käl­te ge­schützt. Der Lan­des­bund für Vo­gel­schutz in Bay­ern (LBV) emp­fiehlt so­gar, das Laub größ­ten­teils lie­gen zu las­sen, da es den Win­ter über den Bo­den vor Frost und Ver­duns­tung be­wahrt. Das kann ge­ra­de im Stau­den­beet mit frost­emp­find­li­chen Ge­wäch­sen sinn­voll sein. Bis zum Früh­jahr ver­rot­ten die Blät­ter dort und rei­chern zum Start der neu­en Gar­ten­sai­son den Bo­den mit Nähr­stof­fen an.

FOTO: DPA

Gro­ße Men­gen Blät­ter sam­melt man mit dem Laub­sau­ger oder ei­nem Laub­blä­ser am schnells­ten ein.

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