Streit um An­ti-Ba­by-Pil­le vor Ge­richt

Frau aus Ba­den-Würt­tem­berg for­dert we­gen Ge­sund­heits­schä­den von Bay­er Scha­den­er­satz

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ERSTE SEITE -

WALDS­HUT-TI­EN­GEN (clak/dpa) - Erst­mals hat sich ein deut­sches Ge­richt mit der mög­li­chen Ge­sund­heits­ge­fahr durch die An­ti-Ba­by-Pil­le „Yas­mi­nel­le“be­schäf­tigt. Vor dem Land­ge­richt Walds­hut-Ti­en­gen wird die Zi­vil­kla­ge ei­ner Frau aus Ba­denWürt­tem­berg ge­gen den Che­mie- und Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler Bay­er mit Sitz in Leverkusen ver­han­delt. Das Ge­richt ver­tag­te den Pro­zess am Don­ners­tag zu­nächst auf das neue Jahr.

Die 31-Jäh­ri­ge macht den Kon­zern für schwe­re Ge­sund­heits­schä­den ver­ant­wort­lich, die sie durch die Ein­nah­me von „Yas­mi­nel­le“im Jahr 2009 er­lit­ten ha­be und for­dert Schmer­zens­geld und Scha­den­er­satz in Hö­he von rund 200 000 Eu­ro.

Ab 2016 sol­len min­des­tens zwei Sach­ver­stän­di­ge hin­zu­ge­zo­gen wer­den. Das Land­ge­richt be­tre­te mit dem Ver­fah­ren Neu­land, sag­te der Vor­sit­zen­de Rich­ter Jo­han­nes Daun. Die Klä­ge­rin, Felicitas Roh­rer aus Will­stätt (Or­ten­au­kreis), will nach An­ga­ben ih­res An­walts Mar­tin Jensch er­rei­chen, dass „Yas­mi­nel­le“vom Markt ge­nom­men wird. „Un­ser Vor­wurf ist, dass sie als be­son­ders ge­eig­net für jun­ge Frau­en an­ge­prie­sen wird“, sag­te Jensch. Da­bei sei das Throm­bo­se­ri­si­ko im Ver­gleich zu an­de­ren An­ti-Ba­by-Pil­len stark er­höht. Das Un­ter­neh­men hält die Kla­ge da­ge­gen für un­be­grün­det.

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