IWF-Che­fin Chris­ti­ne La­g­ar­de soll vor Ge­richt

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

PA­RIS (dpa) - IWF-Che­fin Chris­ti­ne La­g­ar­de soll nach über­ein­stim­men­den Me­dien­be­rich­ten we­gen ei­ner um­strit­te­nen Mil­lio­nen­zah­lung zu ih­rer Zeit als fran­zö­si­sche Wirt­schafts­mi­nis­te­rin vor Ge­richt. Die 59-Jäh­ri­ge muss sich laut Me­dia­part we­gen Fahr­läs­sig­keit vor dem Ge­richts­hof der Re­pu­blik ver­ant­wor­ten. La­g­ar­de wol­le die Ent­schei­dung an­fech­ten, be­rich­te­te AFP un­ter Be­ru­fung auf ei­ne Er­klä­rung. Die Ent­schei­dung kommt über­ra­schend, denn die Staats­an­walt­schaft hat­te zu­vor die Ein­stel­lung des Ver­fah­rens be­an­tragt. Er­mitt­ler hat­ten La­g­ar­de ver­däch­tigt, sie kön­ne in ih­rer Zeit als Wirt­schafts­mi­nis­te­rin in Pa­ris (20072011) re­gel­wid­rig ei­ne Ent­schä­di­gungs­zah­lung von 400 Mil­lio­nen Eu­ro an Ber­nard Ta­pie er­mög­licht ha­ben. Der Ge­schäfts­mann hat­te sich von der frü­he­ren Staats­bank Cré­dit Lyon­nais beim Ver­kauf sei­ner An­tei­le am deut­schen Sport­ar­ti­kel­her­stel­ler Adi­das ge­prellt ge­se­hen und des­we­gen ge­klagt.

Scha­den­er­satz für Bi­blis: RWE muss Ab­stri­che ma­chen

ES­SEN (dpa) - Der Ener­gie­kon­zern RWE kann sich Hoff­nung auf Scha­den­er­satz für die Zwangs-Still­le­gung des Atom­kraft­werks Bi­blis (Hes­sen) 2011 ma­chen. Falls die öf­fent­li­che Hand zah­len muss, wird die Sum­me aber wohl deut­lich ge­rin­ger aus­fal­len als die vom Kon­zern ge­for­der­ten 235 Mil­lio­nen Eu­ro. Das deu­te­te der Vor­sit­zen­de Rich­ter Micha­el Dick­meis am Don­ners­tag in der münd­li­chen Ver­hand­lung vor dem Land­ge­richt Es­sen an. Dick­meis sag­te, er wür­de für den Fall ei­nes Ver­gleichs 50 Mil­lio­nen Eu­ro in den Raum stel­len – we­ni­ger als ein Vier­tel der RWE-For­de­rung. RWE muss nun bis Fe­bru­ar 2016 ei­ne neue Be­rech­nung sei­nes Scha­dens vor­le­gen. Der Pro­zess ist der ers­te von ei­ner Rei­he von Pro­zes­sen, die die deut­sche Ener­gie­wirt­schaft we­gen des Atom­aus­stiegs 2011 an­ge­strengt hat.

Ge­setz­li­cher Ga­ran­tie­zins von Le­bens­ver­si­che­rern bleibt

BER­LIN (dpa) - Für Le­bens­ver­si­che­rer soll auch in Zu­kunft ein ge­setz­li­cher Ga­ran­tie­zins gel­ten. Die in der Ko­ali­ti­on um­strit­te­nen Plä­ne des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums zur Ab­schaf­fung ei­ner vor­ge­ge­be­nen Höchst­gren­ze für lang­fris­ti­ge Zins­ver­spre­chen der Un­ter­neh­men ab 2016 sind vor­erst vom Tisch. Da­mit bleibt es zu­nächst bei dem bis­he­ri­gen Ga­ran­tie­zins von 1,25 Pro­zent im Neu­ge­schäft.

Steu­er­ver­güns­ti­gung von Die­sel soll weg­fal­len

BER­LIN (dpa) - Das Um­welt­bun­des­amt emp­fiehlt die Ab­schaf­fung der Steu­er­ver­güns­ti­gung für Die­sel. Au­ßer­dem sol­le es Kom­mu­nen in ei­ni­gen Jah­ren in Um­welt­zo­nen oder Stra­ßen­zü­gen mit be­son­ders schlech­ter Luft­qua­li­tät er­laubt sein, für al­le Die­sel­fahr­zeu­ge, die nicht min­des­tens der Eu­ro-6-Norm ent­spre­chen, Fahr­ver­bo­te zu er­las­sen. „Ich bin da­für, den Die­sel­steu­er­satz nach und nach dem von Ben­zin an­zu­pas­sen“, sag­te die Lei­te­rin der Be­hör­de, Ma­ria Krautz­ber­ger. Als Grund nann­te sie er­höh­te Stick­stoff­di­oxid-Wer­te in ei­ni­gen In­nen­städ­ten. Krautz­ber­ger plä­dier­te da­für, zu­nächst nur die Nut­zer pri­va­ter Die­sel­fahr­zeu­ge stär­ker zur Kas­se zu bit­ten.

Ge­ma un­ter­liegt mit Ge­büh­ren­for­de­rung in Ho­tels

KARLS­RU­HE (dpa) - Ho­te­liers müs­sen für DVB-T-Fern­se­her in ih­ren Gäs­te­zim­mern kei­ne Ge­ma-Ver­gü­tung be­zah­len. Die­se Art der Über­tra­gung ist kei­ne öf­fent­li­che Wie­der­ga­be, ent­schied der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) am Don­ners­tag in Karls­ru­he. Da­mit un­ter­lag in letz­ter In­stanz die Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft für mu­si­ka­li­sche Ur­he­ber­rech­te Ge­ma, die von ei­nem Ber­li­ner Ho­tel 765 Eu­ro Ver­gü­tung ge­for­dert hat­te.

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