„Die­ser Stand­ort geht gar nicht“

5143 Ein­sprü­che ge­gen Wind­rä­der hin­ter Schloss Lich­ten­stein

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ALB/ LAUCHERT -

ENGS­TIN­GEN (sz) - Die In­ter­es­sen­ge­mein­schaft für Na­tur-, Ar­ten- und Denk­mal­schutz „Ret­tet den Lich­ten­stein“hat 5143 Ein­wen­dun­gen ge­gen den ge­plan­ten Wind­park beim Schloss Lich­ten­stein ge­sam­melt und bei den Ge­mein­de­ver­wal­tun­gen Engs­tin­gen, Lich­ten­stein und Son­nen­bühl so­wie dem Land­rats­amt Reut­lin­gen ab­ge­ge­ben. An­lass war die zwei­te Aus­le­gung im Ver­fah­ren zur Er­rich­tung von fünf je 200 Me­ter ho­hen Wind­kraft­an­la­gen.

Sehr groß sei der Zu­spruch aus Pful­lin­gen, Reut­lin­gen, dem Alb­vor­land und von Stuttgart mit dem mitt­le­ren Neckar­raum ge­we­sen, be­rich­ten Sa­bi­ne Wäl­der und Wilfried Schnei­der von der In­ter­es­sen­ge­mein­schaft. „Die­se Men­schen be­trach­ten die Alb als Nah­er­ho­lungs­ge­biet, des­sen Na­tur­nä­he und Har­mo­nie auch sie et­was an­geht“, so Schnei­der. „Auch un­be­ding­te An- hän­ger al­ter­na­ti­ver Ener­gi­en äu­ßer­ten sich: Die­ser Stand­ort geht gar nicht“.

In­ter­es­sant sei auch ge­we­sen, dass sich jün­ge­re Men­schen eher für die be­trof­fe­nen Tie­re wie den Ro­ten Milan und die Fle­der­mäu­se in­ter­es­sier­ten, wäh­rend für die äl­te­re Ge­ne­ra­ti­on der Schutz des Lich­ten­steins und die Land­schaft vor­ran­gig sei­en. Ver­schie­dent­lich sei auch der Ver­dacht ge­äu­ßert wor­den, mit der has­tig an­ge­setz­ten Aus­le­gung sol­le ei­ne Ent­schei­dung noch un­ter der Lan­des­re­gie­rung in der ak­tu­el­len Zu­sam­men­set­zung durch­ge­drückt wer­den. Un­gläu­big bis spöt­tisch sei die Re­ak­ti­on vie­ler aus­län­di­scher Be­su­cher des Lich­ten­steins ge­we­sen, die in der Auf­stel­lung von In­dus­trie­an­la­gen hin­ter ei­nem Wahrzeichen des Lan­des den ty­pisch deut­schen Ge­hor­sam oh­ne Be­rück­sich­ti­gung der Fol­gen se­hen, sagt Sa­bi­ne Wäl­der.

FOTO: PRIVAT

Die­se Vi­sua­li­sie­rung des Wind­parks beim Schloss Lich­ten­stein stammt von ei­nem Über­lin­ger In­ge­nieur­bü­ro.

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