An­na Za­ja schlägt die Num­mer eins

Ten­nis, DM: Die Men­ge­ne­rin be­zwingt im Vier­tel­fi­na­le Ca­ri­na Witt­höft – Vie­le wei­te­re Über­ra­schun­gen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - REGIONALSPORT -

BI­BE­RACH (feg/sz) - An­na Za­ja hat am vier­ten Tag der deut­schen Ten­nis­meis­ter­schaf­ten in Bi­be­rach für die gro­ße Über­ra­schung ge­sorgt. Die Men­ge­ne­rin schlug im Vier­tel­fi­na­le die an Num­mer eins ge­setz­te Ca­ri­na Witt­höft bei de­ren ers­tem Auf­tritt im Ein­zel in zwei Sät­zen. Eben­falls aus­ge­schie­den sind im Ein­zel die Fa­vo­ri­ten Lau­ra Sie­ge­mund und Nils Lan­ger so­wie im Mi­xed An­na-Lena Grö­ne­feld/Phil­ipp Petz­sch­ner. Am Sams­tag kommt es da­mit zum Halb­fi­na­le zwi­schen Ju­lia Gör­ges und An­na-Lena Fried­sam so­wie ei­ni­gen Über­ra­schungs­par­ti­en. Spiel­be­ginn ist um 11.30 Uhr.

Mit die­sen Halb­fi­nal­par­ti­en hät­ten wohl die we­nigs­ten im Vor­feld der DM in Bi­be­rach ge­rech­net. Im ers­ten Match am Sams­tag ste­hen sich über­ra­schend Katharina Hob­gar­ski (Sulz­bach­tal) und An­na Za­ja (TEC Wal­dau) ge­gen­über. Wäh­rend der 6:3, 6:2-Sieg von Hob­gar­ski ge­gen Lau­ra Sie­ge­mund (TC Rüppurr), die vor rund zwei Wo­chen den deut­schen U18-Ti­tel ge­won­nen hat­te, nicht für die gro­ße Schlag­zei­le steht, ge­lang An­na Za­ja ein Pau­ken­schlag ge­gen die Mit­fa­vo­ri­tin Ca­ri­na Witt­höft (Der Club an der Als­ter).

Von Be­ginn an mach­te Za­ja mit ih­rem Auf­schlag Druck und ließ ih­re Geg­ne­rin, die zu­letzt zwei­mal im Fi­na­le der Meis­ter­schaf­ten stand, nicht zu ih­rem Spiel kom­men. Satz eins ge­wann sie sou­ve­rän mit 6:3. Beim Stand von 5:3 im zwei­ten schlug Za­ja dann zum Match­ge­winn auf. Mit ei­ner Rück­hand ent­schied sie schließ­lich die Par­tie für sich und ball­te da­nach die Sie­ger­faust. „Ich freue mich total. Ich ha­be heu­te su­per ge­spielt, Ca­ri­na gar nicht ins Spiel kom­men las­sen und kon­zen­triert bis zum Schluss ge­spielt“, zeig­te sich Za­ja an­schlie­ßend glück­lich über den Ein­zug ins Halb­fi­na­le. „Ich wer­de den Sieg jetzt noch ein biss­chen fei­ern. Wer jetzt im Halb­fi­na­le kommt ist egal. Ich muss mich eh auf mich kon­zen­trie­ren und wie­der druck­voll spie­len. Dann ist al­les drin.“Ziel sei jetzt das Fi­na­le, füg­te die Men­ge­ne­rin noch hin­zu und wid­me­te sich dann der Be­ob­ach­tung ih­rer nächs­ten Geg­ne­rin, in der Par­tie zwi­schen Katharina Hob­gar­ski und Lau­ra Sie­ge­mund. „An­na Za­ja hat ihr bes­tes Ten­nis aus­ge­packt, sehr gut auf­ge­schla­gen. Sie kennt die Ver­hält­nis­se hier. Ca­ran hat­te noch nicht ih­ren rich­ti­gen Rhyth­mus ge­habt“, kom­men­tier­te Bun­des­trai­ne­rin Bar­ba­ra Ritt­ner den Aus­gang der Par­tie und füg­te hin­zu: „An­na hat ver­dient ge­won­nen.“ En­der ist voll des Lo­bes Das sah auch Al­bert En­der, Trai­ner am WTB-Stütz­punkt in Bi­be­rach, so. Er kennt Za­ja seit ih­rem zehn­ten Le­bens­jahr, hat die Men­ge­ne­rin in Bad Saul­gau und Bi­be­rach trai­niert. En­der be­treu­te die 24-Jäh­ri­ge in Bi­be­rach am Platz, da ih­re der­zei­ti­ge Trai­ne­rin Chris­ti­na Singer, un­ter der Za­ja seit an­dert­halb Jah­ren am Bun­de­stütz­punkt in Stuttgart trai­niert, krank­heits­be­dingt ver­hin­dert war. „Das ist ei­ne bru­ta­le Über­ra­schung. Das war über­haupt nicht zu er­war­ten, dass An­na heu­te ge­winnt. Schließ­lich steht Ca­ri­na Witt­höft rund 300 Plät­ze in der Welt­rang­lis­te vor ihr. Ich bin total hap­py“, sag­te En­der. „Sie hat die letz­ten zwei Ta­ge schon sehr gut ge­spielt, die heu­ti­ge Leis­tung war aber das i-Tüp­fel­chen. Sie hat gut ser­viert. Das war der Haupt­grund, war­um sie heu­te ge­won­nen hat. Zu­dem hat sie Ca­ri­na per­ma­nent un­ter Druck ge­setzt, das Match do­mi­niert. Ein­fach klas­se.“

Ei­ne Par­tie hat­ten die Ex­per­ten da­ge­gen nach der Aus­lo­sung be­reits auf dem Zet­tel, das Vor­schluss­run­den­du­ell zwi­schen Fed-Cup-Spie­le­rin Ju­lia Gör­ges und Por­sche-Ta­lent Team-Spie­le­rin An­na-Lena Fried­sam. Stan­des­ge­mäß sieg­te die an vier ge­setz­te Fried­sam in ih­rem ers­ten Match ge­gen An­na Kla­sen (TC 1899 BW Ber­lin) in knapp ei­ner St­un­de Spiel­zeit mit 6:3, 6:2. Auf dem Weg in das End­spiel war­tet je­doch mit Ju­lia Gör­ges ei­ne schwe­re Auf­ga­be. Die 27-Jäh­ri­ge ak­tu­el­le Num­mer 50 der Ten­nis­welt ge­wann ihr Vier­tel­fi­na­le ge­gen die wa­cker kämp­fen­de Ju­lia Wach­ac­zyk (TC Uni­on Müns­ter) mit 6:2, 7:5 und war da­nach mit ih­rem Match zu­frie­den. „Es war schwer rein­zu­kom­men, da ich di­rekt aus der Trai­nings­pha­se mit ei­nem neu­en Trai­ner­team ge­kom­men bin und nicht wuss­te wie es läuft. Von da­her bin ich sehr zu­frie­den mit mei­nem Spiel und na­tür­lich mit dem Er­geb­nis“, sag­te Gör­ges.

Bei den Män­nern stand ein Halb­fi­na­le nach den ver­let­zungs­be­ding­ten Ab­sa­gen der an eins und drei ge­setz­ten Mat­thi­as Ba­chin­ger und Maximilian Mar­te­rer be­reits fest. Mar­ko Lenz (TC Wolfs­berg Pforz­heim) und Os­car Ot­te (Köl­ner THC Sta­di­on Rot-Weiß) wa­ren die Nutz­nie­ßer und rut­schen da­mit in die Run­de der letz­ten Vier. Aber auch Nils Lan­ger (TV Reut­lin­gen) und Je­re­my Jahn (TC BW Neuss), an zwei und vier ge­setzt, sind nicht mehr im Ren­nen um den Ti­tel. Lan­ger un­ter­lag nach Auf­ga­be Yan­nick Hanf­mann (TC Wein­heim) mit 6:4, 4:6, 0:5 und Jahn muss­te sich dem stark spie­len­den Jan Cho­in­ski (TC Rüppurr) mit 3:6, 1:6 beu­gen. So­mit spie­len Cho­in­ski und Hanf­mann am Sams­tag um den Ein­zug ins End­spiel. Wei­te­re In­fos zum Tur­nier gibt es im In­ter­net auch un­ter

www. dm- bi­be­rach. de Ei­nen Li­ve­ti­cker und ei­nen stream gibt es un­ter

www. dtb- ten­nis. de/ DM

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FOTO: WTB

Über­rascht im Vier­tel­fi­na­le mit dem Sieg ge­gen Ca­ri­na Witt­höft, die Num­mer ein der Setz­lis­te.

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