Wi­kin­ger­tag in Süd­ti­rol

Die drei Nor­we­ger Lund Svindal, Jans­rud und Aa­modt Kil­de neh­men das Trepp­chen beim Su­per-G in Be­schlag

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SPORT -

GRÖ­DEN (dpa) - Ak­sel Lund Svindal und Kje­til Jans­rud sor­gen im al­pi­nen Ski-Welt­cup schon lan­ge für nor­we­gi­sche Fu­ro­re – nun ha­ben die bei­den Freun­de ei­nen drit­ten Wi­kin­ger ge­fun­den und beim Su­per-G mit ei­nem fa­mo­sen Drei­fach­er­folg die Kon­kur­renz er­staunt. Auf der be­rühm­ten Sas­long ver­wies Svindal Vor­jah­res­sie­ger Jans­rud (0,34 Se­kun­den zu­rück) und Aleksan­der Aa­modt Kil­de (0,44) am Frei­tag auf die Plät­ze. Im Ziel grins­te das Trio, das für das ers­te rein nor­we­gi­sche Welt­cup­po­di­um seit März 1998 sorg­te, um die Wet­te. Letzt­ma­lig war es im De­zem­ber 2007 in Bea­ver Creek den Ös­ter­rei­chern ge­lun­gen, das Sie­ger­trepp­chen nur mit ei­ner Na­ti­on zu be­le­gen.

Die drei bil­den ei­ne ein­ge­schwo­re­ne Ge­mein­schaft. „Wir sind ei­nes der Teams mit den meis­ten ge­mein­sa­men Ta­gen auf Schnee“, er­klär­te Svindal nach sei­nem vier­ten Su­perG-Er­folg im Grö­den­tal. Für die ar­ri­vier­ten Zwei war es nur ei­ne Fra­ge der Zeit, bis Jungspund Kil­de den ers­ten Er­folg fei­ert. „Wir ha­ben ei­ne Wei­le auf Aleks ge­war­tet“, er­zähl­te Jans­rud, „jetzt zeigt er, was für ein gu­ter Ski­fah­rer er ist.“Der 23-Jäh­ri­ge lan­de­te erst­mals auf ei­nem Welt­cup­po­di­um. „Jetzt müs­sen wir ihm nicht nur Ski­fah­ren leh­ren, son­dern auch Deutsch“, jux­te Svindal im Interview des ös­ter­rei­chi­schen Fern­se­hens.

Nun hof­fen Svindal und Jans­rud, dass Kil­de sei­ne Klas­se be­stä­tigt. Von den kör­per­li­chen Vor­aus­set­zun­gen her sei er ih­nen eh be­reits über­le­gen, be­rich­te­te Svindal über sei­nen Zim­mer­kol­le­gen. Die­ser gab das Lob zu­rück: „Ich ler­ne je­den Tag und kann mir im­mer Sa­chen ab­schau­en.“

Ein be­acht­li­ches Ren­nen zeig­ten auch zwei deut­sche Ath­le­ten, die zum je­weils bes­ten Su­per-G-Re­sul­tat fuh­ren. Andre­as San­der lan­de­te mit Start­num­mer 38 auf Rang 14, Jo­sef Ferstl wur­de trotz ei­ner Rip­pen­prel­lung und ei­nes Feh­lers gu­ter 17. „Wir wuss­ten ja, dass wir schnell Ski­fah­ren kön­nen“, sag­te Ferstl, „jetzt ha­ben wir es mal schwarz auf weiß.“Ein 20. Rang jüngst in La­ke Loui­se war zu­vor das bes­te Welt­cup-Er­geb­nis des Ober­bay­ern im Su­per-G. Noch wei­ter vorn lan­de­te San­der, der ei­nen 18. Rang vor mehr als vier Jah­ren als bes­tes Su­per-G-Re­sul­tat vor­zu­wei­sen hat­te. „Ich ha­be schon lan­ge dar­auf ge­war­tet“, sag­te der En­ne­pe­ta­ler zum ers­ten Top-15-Rang. „Heu­te ha­be ich ge­spürt, dass ich ris­kie­ren kann. Ich ha­be ge­merkt: Wenn nicht jetzt, wann dann.“Nicht in die Welt­cup-Punk­te fuh­ren hin­ge­gen Tho­mas Dre­ßen (34.) und Klaus Brand­ner (42.).

FOTO: DPA

Die glor­rei­chen Drei ( v. li.): Kje­til Jans­rud, Ak­sel Lund Svindal und Aleksan­der Aa­modt Kil­de.

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