Bri­san­te Par­tie für Spiel­ma­cher Di­da­vi

Der VfB-Pro­fi steht beim heu­ti­gen Geg­ner VfL Wolfsburg auf dem Wunsch­zet­tel

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SPORT -

lle Welt re­det da­von, was nach der Par­tie heu­te (18.30 Uhr/ Sky) ge­gen den VfL Wolfsburg mit Jür­gen Kram­ny pas­sie­ren soll: Wird aus dem In­te­rims­coach des VfB Stuttgart der neue Chef­trai­ner des ab­stiegs­ge­fähr­de­ten Fuß­bal­lBun­des­li­gis­ten? Oder wird Kram­ny wie­der die U23 coa­chen? Doch im Vor­feld des letz­ten Pflicht­spiels 2015 ge­gen die Nie­der­sach­sen gibt es auch noch an­de­re, durch­aus in­ter­es­san­te Aspek­te – al­len vor­an wä­re da die bri­san­te Per­so­na­lie Da­ni­el Di­da­vi.

Stutt­garts Spiel­ma­cher ist von sei­ner Hüft­bles­sur ge­ne­sen, steht im Ka­der für die Be­geg­nung – und auf dem Wunsch­zet­tel der Wolfs­bur­ger. VfL-Trai­ner Die­ter He­cking kennt und schätzt den 25-Jäh­ri­gen be­reits aus ge­mein­sa­men Zei­ten beim Tra­di­ti­ons­klub 1. FC Nürn­berg. Zwar hat­te VfB-Sport­vor­stand Ro­bin Dutt ei­nem Trans­fer im Win­ter zu­letzt ei­nen Rie­gel vor­ge­scho­ben („Ge­hen wir mal da­von aus, dass Da­ni­el noch min­des­tens die­se Sai­son bei uns spielt“), doch im Som­mer dürf­te es so weit sein: Der ak­tu­el­le Top­s­corer der Cann­stat­ter (fünf Tref­fer, vier Vor­la­gen) wird an­ge­sichts der an­hal­ten­den sport­li­chen Mi­se­re kaum zu hal­ten sein. Ne­ben den zah­lungs­kräf­ti­gen Le­ver­ku­se­nern ist näm­lich auch der vom VW-Kon­zern un­ter­stütz­te VfL an ihm in­ter­es­siert.

Am Don­ners­tag, dies be­rich­te­te nun der „Ki­cker“, ha­be Di­da­vis Be­ra­ter Karl­heinz Förs­ter sei­nem al­ten Freund und frü­he­ren Na­tio­nal­mann­schafts­kol­le­gen Klaus All­ofs in Wolfsburg ei­nen Be­such ab­ge­stat­tet – mit ei­ner blau­en Map­pe un­term Arm sei Förs­ter beim VfL-Ge­schäfts­füh­rer vor­stel­lig ge­wor­den. Den Grund für den Be­such kann sich je­der den­ken. Au­ßer­dem gilt das Ver­hält­nis von Di­da­vi zu Sport­chef Dutt als be­las­tet. An­geb­lich ha­be Dutt den Mit­tel­feld­spie­ler vor zwei Wo­chen vor der Par­tie ge­gen Wer­der Bre­men (1:1) auf­ge­for­dert auf­zu­lau­fen, ob- wohl Di­da­vi nicht gänz­lich fit war. Mitt­ler­wei­le sind die Dif­fe­ren­zen wohl aus­ge­räumt, doch der Wech­sel­wunsch des ver­let­zungs­an­fäl­li­gen Pro­fis dürf­te wei­ter be­ste­hen.

Ma­na­ger Dutt prüft Leih­ge­schäf­te Oh­ne­hin hat Dutt ak­tu­ell an­de­re Sor­gen. Für ihn gilt es, nicht nur die Trai­ner­fra­ge zu be­ant­wor­ten, son­dern auch Win­ter­trans­fers zu tä­ti­gen. Denn wer auch im­mer den Klub be­treu­en darf, er be­nö­tigt zwin­gend per­so­nel­le Ver­stär­kun­gen. Hier­zu äu­ßer­te sich Dutt nun am Frei­tag. „Wenn wir über Ab­lö­se­sum­men spre­chen, steht uns si­cher­lich kaum et­was zur Ver­fü­gung. Man muss ein­fach se­hen, dass es nicht ganz ein­fach ist, wenn man jetzt ei­nen Stamm­spie­ler ir­gend­wo raus­ho­len will“, er­klär­te der 50-Jäh­ri­ge bei Sky. „Aber es gibt ja noch das Mo­dell der Leih­ge­schäf­te, das wir im Win­ter si­cher­lich über­prü­fen wer­den.“

Zu­gleich ver­tei­dig­te Dutt die Ent­schei­dung, Rou­ti­nier Ve­dad Ibi­se­vic im Som­mer zum Li­ga-Ri­va­len Her­tha BSC zie­hen zu las­sen. Dort ent­deck­te der 31-Jäh­ri­ge sei­ne Tor­jä­ger­qua­li­tä­ten wie­der und er­ziel­te bis­her sechs Sai­son­to­re. Er schi­cke kei­ne Spie­ler weg, von de­nen die Trai­ner über­zeugt sei­en, er­klär­te Dutt. „Ich ha­be zwei Trai­ner in die­sem Jahr ge­habt und bei bei­den war Ve­do nicht ge­setzt. Des­we­gen war Ve­do selbst un­zu­frie­den und un­glück­lich und hat­te ei­nen Wech­sel­wunsch.“(jos)

FOTO: DPA

Steht vor ei­ner Par­tie mit be­son­de­rem Reiz: Stutt­garts Da­ni­el Di­da­vi wird vom VfL um­wor­ben.

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