Alar­mis­mus ist fehl am Platz

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND - Von Andre­as Her­holz po­li­tik@ schwa­ebi­sche. de

or­bei mit der vor­weih­nacht­li­chen Ru­he in der Uni­on beim The­ma Flücht­lin­ge. Horst See­ho­fer denkt dar­über nach, den So­li­da­ri­täts­zu­schlag doch nicht wie­der ab­zu­schaf­fen, son­dern als Flücht­lings-So­li fort­zu­füh­ren.

Na­tür­lich wird die Auf­ga­be der Auf­nah­me und In­te­gra­ti­on von Flücht­lin­gen zu ei­ner fi­nan­zi­el­len Her­aus­for­de­rung wer­den. Doch an­ge­sichts der Re­kord­ein­nah­men von

VBund und Län­dern, die sich laut Steu­er­schät­zung in den nächs­ten Jah­ren erst ein­mal ver­ste­ti­gen wer­den, gibt es kei­nen Grund für Alar­mis­mus. Ei­ne Fort­set­zung des So­li­da­ri­täts­zu­schlags mit der ho­hen Zahl von Flücht­lin­gen zu be­grün­den, ist ein durch­sich­ti­ges Ma­nö­ver. Zu­nächst gilt es ab­zu­war­ten, ob und wie die be­schlos­se­nen In­stru­men­te zur Re­du­zie­rung der Flücht­lings­zah­len und Be­schleu­ni­gung der Ver­fah­ren wir­ken. Dann müss­te der Fi­nanz­be­darf ab­ge­schätzt wer­den.

Ent­we­der will See­ho­fer Stim­mung ge­gen Flücht­lin­ge oder kräf­tig Kas­se ma­chen. Ein End­los-So­li wür­de das fi­nan­zi­el­le Pols­ter des Bun­des ver­grö­ßern. Ei­ne Zu­stim­mung des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ters zum teu­ren Kom­pro­miss für den neu­en Fi­nanz­aus­gleich fie­le da leich­ter. Die Glaub­wür­dig­keit der Po­li­tik je­doch wä­re be­schä­digt.

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