Un­mut in der AfD über Björn Hö­cke

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BER­LIN (AFP/dpa) - Die um­strit­te­nen Äu­ße­run­gen des Thü­rin­ger AfD-Chefs Björn Hö­cke sor­gen par­tei­in­tern für Un­mut. Ham­burgs AfDFrak­ti­ons­chef Jörn Kru­se sag­te der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung“(FAS), Hö­ckes Re­de sei „ein­deu­tig ras­sis­tisch“ge­we­sen. Es müs­se ei­nen „öf­fent­li­chen Auf­ruhr“ge­ben. Der baye­ri­sche Lan­des­chef Petr Bys­tron sag­te der FAS, Hö­ckes Äu­ße­run­gen sei­en „kei­ne Aus­rut­scher“ge­we­sen: „Wenn er sol­che Sa­chen ver­brei­ten will, muss er sich ei­ne an­de­re Platt­form su­chen“.

An­lass der Aus­ein­an­der­set­zung war ei­ne Äu­ße­rung Hö­ckes über ei­ne an­geb­li­che Re­pro­duk­ti­ons­stra­te­gie von Afri­ka­nern und sei­ne Gra­tu­la­ti­on an die fran­zö­si­schen Rechts­ex­tre­mis­ten vom Front Na­tio­nal zum Ab­schnei­den bei den Re­gio­nal­wah­len.

Der Eu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­te und stell­ver­tre­ten­de Alfa-Vor­sit­zen­de Bernd Köl­mel kri­ti­sier­te am Sonn­tag das Ver­hal­ten des AfD-Bun­des- und Lan­des­spre­chers Jörg Meu­then im Skan­dal. „Es war schon be­zeich­nend, dass Meu­then in ei­nem Interview der ,Schwä­bi­schen Zei­tung’ sinn­ge­mäß sag­te, er wol­le sich nach der Land­tags­wahl den Ra­di­ka­len in sei­ner Par­tei ent­ge­gen­stel­len. Wohl ge­merkt: nach der Wahl“, sag­te Bernd Köl­mel. „So sieht al­so der Mut zur Wahr­heit in der AfD aus“.

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