Weih­nach­ten – ein teu­res Hand­werk

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - GELD & SERVICE -

SCHORNDORF (bm) - Auch Hand­wer­ker fei­ern Weih­nach­ten. Wem aus­ge­rech­net an Hei­lig­abend ein Rohr platzt, ein Fens­ter springt oder die Tür zu­fällt, der muss dar­um mehr be­zah­len. Aber nicht je­der Auf­schlag ist ge­recht­fer­tigt.

Vie­le Tür­öff­ner nut­zen je­doch die Not­la­ge mit über­teu­er­ten Prei­sen scham­los aus, war­nen die Ver­brau­cher­zen­tra­len. Statt bis zu 100 Eu­ro wür­den du­bio­se Di­ens­te das Sechs­fa­che ab­knöp­fen. Auch wenn die Gäs­te gleich vor der Tü­re ste­hen oder es mit­ten in der Nacht ist: Wer sich aus­ge­sperrt hat, soll­te Ru­he be­wah­ren. Fir­men die 24-St­un­den-Not­diens­te ha­ben, gibt es ge­nug.

Sol­che Mond­prei­se wie beim Schlüs­sel­dienst ver­lan­gen nicht sel­ten auch an­de­re Hand­werks-Not­diens­te. Wer nicht auf Ab­zo­cker her­ein­fal­len will, soll­te die Prei­se vor dem An­rü­cken der Hel­fer ver­glei­chen. Auch soll­te die Rech­nung nicht so­fort aus der Haus­halts­kas­se in bar be­zahlt wer­den. Orts­nä­he wich­tig Wie kön­nen win­di­ge Fir­men ent­larvt wer­den? Die ope­rie­ren meist von ei­nem zen­tra­len Stand­ort aus und ver­su­chen, in Bran­chen­re­gis­tern mit aber­wit­zi­gen A.A.-Ver­viel­fäl­ti­gun­gen der Buch­sta­ben an ers­ter Stel­le im Te­le­fon­buch zu ste­hen, um Orts­nä­he vor­zu­täu­schen. Denn die An­fahrt kos­tet.

Um die An­fahrts­kos­ten so nied­rig wie mög­lich zu hal­ten, soll­ten Sie ei­ne Fir­ma im nä­he­ren Um­kreis su­chen. Be­reits am Te­le­fon soll­ten Sie die ge­naue Adres­se er­fra­gen und no­tie­ren.

Du­bio­se Fir­men wer­den mit ver­ba­lem Druck und er­neu­tem Aus­sper­ren ver­su­chen, die Rech­nung so­fort zu kas­sie­ren. Dies soll­ten Sie sich nicht ge­fal­len las­sen und wenn nö­tig so­gar An­zei­ge er­stat­ten.

Am bes­ten Sie de­po­nie­ren ei­nen Zweit­schlüs­sel bei ei­ner Nach­ba­rin oder ei­nem Nach­barn des Ver­trau­ens – so kön­nen Sie sich den Not­dienst meist kom­plett spa­ren.

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