Ge­richt: Pfört­ner an Kreis­kli­nik darf nicht Kreis­rat wer­den

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIR IM SÜDEN -

MANN­HEIM (lsw) - Be­diens­te­te ei­nes Land­krei­ses, die dort kei­ne über­wie­gend kör­per­li­che Ar­beit ver­rich­ten, dür­fen nach An­sicht des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs (VGH) nicht zu­gleich im Kreis­tag sit­zen. Ei­ne ent­spre­chen­de Re­ge­lung in der Land­kreis­ord­nung sei recht­mä­ßig, ent­schied das Ge­richt in Mann­heim in ei­nem am Mon­tag ver­öf­fent­lich­ten Ur­teil. Ge­klagt hat­te der Pfört­ner ei­nes dem Or­ten­au­kreis ge­hö­ren­den Kli­ni­kums. Er woll­te für die Lin­ke in den Kreis­tag, doch das Land­rats­amt in Of­fen­burg lehn­te ab.

Die Be­hör­de be­kam vor Ge­richt nun recht: Ei­ne Tä­tig­keit als An­ge­stell­ter des Land­krei­ses be­deu­te ei­nen In­ter­es­sen­kon­flikt und schlie­ße da­her ein po­li­ti­sches Man­dat im Kreis­tag aus, ur­teil­ten die Rich­ter.

Störr-Rit­ter als Land­rä­tin im Breis­gau wie­der­ge­wählt

FREI­BURG (lsw) - Acht Jah­re nach ih­rer Wahl zur ers­ten Land­rä­tin im Süd­wes­ten ist die CDU-Po­li­ti­ke­rin Do­ro­thea Stör­rRit­ter (Foto: dpa) im Amt be­stä­tigt wor­den. Die 60-Jäh­ri­ge bleibt wei­te­re acht Jah­re Land­rä­tin des Krei­ses Breis­gau-Hoch­schwarz­wald. Der Kreis­tag in Frei­burg stimm­te am Mon­tag mehr­heit­lich für Stör­rRit­ter. Störr-Rit­ter ist die ers­te, aber nicht mehr die ein­zi­ge Land­rä­tin im Süd­wes­ten. Un­ter den 35 Land­rä­ten sind drei Frau­en.

AN­ZEI­GE Der Kreis­tag ha­be ei­ne Auf­sichts­funk­ti­on über die Ar­beit des Land­krei­ses, ein Ver­mi­schen der Funk­tio­nen sei nicht mög­lich.

Der Ge­setz­ge­ber un­ter­schei­det da­bei den An­ga­ben zu­fol­ge zwi­schen An­ge­stell­ten und Ar­bei­tern. Bei An­ge­stell­ten müs­se von ei­ner hö­he­ren Ge­fahr ei­nes In­ter­es­sen­kon­flikts aus­ge­gan­gen wer­den. Die­se Un­ter­schei­dung ist nach An­sicht des VGH ver­fas­sungs­ge­mäß. Ar­bei­ter, die beim Land­kreis be­schäf­tigt sind, dür­fen al­so Kreis­rat wer­den.

Vor dem VGH hat­te be­reits das Ver­wal­tungs­ge­richt Frei­burg die Kla­ge des Man­nes ab­ge­wie­sen. Der Rich­ter­spruch des VGH ist noch nicht rechts­kräf­tig. Es ist Re­vi­si­on vor dem Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in­ner­halb ei­nes Mo­nats mög­lich.

An­schlag auf tür­ki­schen La­den bleibt rät­sel­haft

STUTTGART (lsw) - Ei­ne Wo­che nach dem Brand­an­schlag auf ein Ge­bäu­de der Tür­kisch-Is­la­mi­schen Uni­on Di­tib in Stuttgart gibt es wei­ter kei­ne di­rek­ten Hin­wei­se auf die Tä­ter. Zwar ha­be man ein Be­ken­ner­schrei­ben, sag­te ein Spre­cher der Po­li­zei am Mon­tag. Aus dem In­ter­net-Ein­trag ei­ner kur­di­schen Ju­gend­or­ga­ni­sa­ti­on, der nach wie vor ge­prüft wer­de, hät­ten sich bis­lang kei­ne wirk­lich neu­en Er­kennt­nis­se er­ge­ben. Er­mit­telt wer­de vom Staats­schutz wei­ter „in al­le Rich­tun­gen“, wie der Spre­cher sag­te. Ver­mumm­te hat­ten in der Nacht zum 15. De­zem­ber die Bü­che­rei der Di­tib im tür­ki­schen Vier­tel in Stuttgart-Feu­er­bach in Brand ge­steckt.

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