Viel Lärm ums Ge­bim­mel

Nan­cy Hol­ten geht als Hol­län­de­rin in der Schweiz ge­gen Glo­cken­ge­läut vor – Das hat sie die Ein­bür­ge­rung ge­kos­tet

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SEITE DREI - Von Erich Nyffe­negger

GIPF-OBERFRICK - Die­ser 27. No­vem­ber wird Nan­cy Hol­ten als je­ner Tag in Er­in­ne­rung blei­ben, an dem sie Drei­vier­tel ih­rer Mit­bür­ger schal­lend ge­ohr­feigt ha­ben: „War­um wol­len Sie ge­heim dar­über ab­stim­men?“, fragt sie ih­ren Sitz­nach­barn kurz vor der Ab­stim­mung über ih­re Ein­bür­ge­rung, oh­ne ei­ne Ant­wort zu er­hal­ten. „Sa­gen Sie’s mir doch ins Ge­sicht! Angst­ha­se!“Die 41-Jäh­ri­ge ver­liert für ei­nen Au­gen­blick die Be­herr­schung, be­vor die ver­sam­mel­te Ge­mein­de ih­re Wahl trifft. Vor­aus­ge­gan­gen ist die­ser spe­zi­el­len Ei­gen­heit des Schwei­zer Ein­bür­ge­rungs­rechts ei­ne mehr als 60 Mi­nu­ten dau­ern­de De­bat­te der Ein­woh­ner um ih­re Person. „Die­se Frau re­spek­tiert un­se­re Tra­di­tio­nen nicht, war­um will sie dann Schwei­ze­rin wer­den?“, ar­gu­men­tiert je­mand. Ein Ver­tei­di­ger der Ak­ti­vis­tin sagt: „Frau Hol­ten ver­kör­pert mehr Schwei­zer Idea­le als die meis­ten Men­schen mit ei­nem Schwei­zer Pass.“Die Ver­samm­lung ist für eid­ge­nös­si­sche Ver­hält­nis­se un­ge­wöhn­lich hit­zig. Es gibt Buh­ru­fe für je­den, der für Nan­cy Hol­ten Par­tei er­greift.

„Das ist ein Ge­bets­auf­ruf.“

Nan­cy Hol­ten hält das Läu­ten der Kir­chen­glo­cken für nicht mehr

zeit­ge­mäß

In der Mehr­zweck­hal­le von GipfOberfrick (Kan­ton Aar­gau) brennt die Luft. Nor­ma­ler­wei­se zieht ei­ne der­ar­ti­ge Ge­mein­de­ver­samm­lung nicht ein­mal halb so vie­le Bür­ger an. Ei­ne Ab­stim­mung über ein Ein­bür­ge­rungs­ge­such ist ei­gent­lich Rou­ti­ne. Ei­gent­lich. Doch Nan­cy Hol­ten hat es ge­wagt, an den Gr­und­fes­ten Schwei­ze­ri­scher Iden­ti­tät zu rüh­ren. Über die Schweiz hin­aus ist sie zum Ge­sicht für den Pro­test ge­gen das Ge­läut von Kir­chen- und Kuh­glo­cken ge­wor­den. Und da­mit für vie­le zum Feind­bild – nicht nur für ei­ne Mehr­heit der 3200 Bür­ger von GipfOberfrick: Auch übe­r­all dort, wo Dis­kus­sio­nen laut wer­den, ob es noch zeit­ge­mäß ist, vom ka­tho­li­schen Glo­cken­ge­läut um sechs Uhr zum Mor­gen­ge­bet ge­weckt zu wer­den. Oder ob es Kü­hen Spaß macht, un­un­ter­bro­chen ei­ne lär­men­de Schel­le um den Hals zu tra­gen. Nan­cy Hol­ten hat ei­ne Mei­nung. Und an die­sem Abend be­zahlt sie ei­nen sehr ho­hen Preis da­für: Die Bür­ger vo­tie­ren mit über­wäl­ti­gen­der Mehr­heit ge­gen die Hol­län­dern. 144 zu 48 Stim­men. Nan­cy Hol­ten nimmt ih­re bei­den elf­jäh­ri­gen Zwil­ling­s­töch­ter an den Hän­den und ver­lässt den Saal. „Und zwar er­ho­be­nen Haup­tes.“So je­den­falls er­zählt sie es Ta­ge spä­ter, als sie die hit­zi­gen Er­eig­nis­se noch ein­mal Re­vue pas­sie­ren lässt. Al­les be­gann vor ei­nem Jahr Ih­re Woh­nung ist hell. An den Wän­den hän­gen Bil­der von En­geln und Kat­zen. Die Zwil­lin­ge hüp­fen zwi­schen den Mö­beln um­her. Ein­rich­tung und Aus­stat­tung der Woh­nung in die­sem Mehr­fa­mi­li­en­haus zei­gen, dass hier kei­ne rei­chen, aber or­dent­li­che Men­schen le­ben. Auf dem Fens­ter­brett steht ei­ne Klang­scha­le. Nan­cy Hol­ten wühlt in den Ak­ten, die sich an­ge­sam­melt ha­ben. Ihr Op­ti­mis­mus – trotz des her­ben Rück­schlags in der Ge­mein­de­ver­samm­lung – scheint un­ge­bro­chen. Als die Son­ne es end­lich durch den Ne­bel­schlei­er vor dem Fens­ter schafft, leuch­ten die was­ser­blau­en Au­gen der Mut­ter auf. „An­ge­fan­gen hat es vor et­wa ei­nem Jahr“, er­in­nert sie sich. Sie ha­be sich ge­wun­dert, war­um sehr früh mor­gens täg­lich die Seit ge­räu­sch­emp­find­li­che Men­schen ver­mehrt von Städ­ten aufs Land zie­hen, ist der Streit um läu­ten­de Glo­cken im­mer wie­der ein The­ma, das die Ge­rich­te be­schäf­tigt. Da­bei spielt es über­haupt kei­ne Rol­le, ob das Ge­bim­mel in Kirch­tür­men oder am Hals ei­ner Kuh statt­fin­det. Erst im Som­mer hat­te ein Klä­ger aus Ober­bay­ern laut ei­ner dpaMel­dung ei­ne einst­wei­li­ge Ver- Kir­chen­glo­cken läu­ten. „Das ist ein Ge­bets­auf­ruf.“Ge­gen das Be­ten ha­be sie nichts, sie selbst sei sehr gläu­big. Doch wun­de­re sie sich, dass es da­für ein äu­ße­res Zei­chen brau­che, ei­ne akus­ti­sche Auf­for­de­rung. Und das im Jahr 2014. Und weil Nan­cy Hol­ten ein prag­ma­tisch ver­an­lag­ter Mensch ist, kommt sie auf die Idee mit den Lis­ten. „Ich woll­te sie in den Ge­schäf­ten des Or­tes aus­le­gen, da­mit je­der un­ter­schrei­ben kann, der

„Kü­he ha­ben das

fei­ne­re Ge­hör als wir Men­schen.“

Nan­cy Hol­ten ist über­zeugt, dass die

Kuh­glo­cken die Tie­re quä­len das Läu­ten am Mor­gen auch nicht braucht.“

Von der Hef­tig­keit der Re­ak­tio­nen ist die Hol­län­de­rin über­rascht, sie stößt auf Ab­leh­nung und An­fein­dun­gen. „Nur ein ein­zi­ges Ge­schäft war letzt­end­lich be­reit, die Lis­ten aus­zu­le­gen.“Und der In­ha­ber ha­be sich da­für stän­dig recht­fer­ti­gen müs­sen. Und dann kam die Sa­che mit den Kuh­glo­cken: „Mein Initi­al war ein Be­richt über den Alm­ab­trieb.“Rie­si­ge Glo­cken hän­gen den Kü­hen da um den Hals. Nan­cy Hol­ten glaubt, dass es sich für die Tie­re wie ein Press­luft­ham­mer, un­mit­tel­bar ans Ohr ge­hal­ten, an­hört. „Denn Kü­he ha­ben das fei­ne­re Ge­hör als wir Men­schen.“Es sei ein­fach un­nö­tig, die Tie­re so zu quä­len: „Die meis­ten Kü­he gra­sen auf ein­ge­zäun­ten Wei­den.“ fü­gung ge­gen ei­nen Land­wirt er­wirkt. Der darf sei­ne glo­cken­be­han­ge­nen Kü­he zwi­schen sie­ben Uhr abends und sie­ben Uhr mor­gens nicht nä­her als 100 Me­ter an das Grund­stück des Klä­gers her­an­kom­men las­sen. Ei­ne Rei­he von Ur­tei­len hat vie­ler­orts die Häu­fig­keit und die In­ten­si­tät des Kirch­turm­läu­tens – trotz der Pro­tes­te von Alt­ein­ge­ses­se­nen – zum Teil stark be- Und wenn es wirk­lich dar­um ge­he, aus­ge­büx­te Rin­der wie­der­zu­fin­den, dann ge­be es heu­te, im Zeit­al­ter von Di­gi­ta­li­sie­rung und GPS-Sen­dern, wahr­lich an­de­re Mög­lich­kei­ten.

Dass vie­le ih­rer Mit­bür­ger mit die­ser Ar­gu­men­ta­ti­on nichts an­fan­gen kön­nen, hat Nan­cy Hol­ten schnell zu spü­ren be­kom­men. „Ich er­in­ne­re mich an ei­nen Re­stau­rant­be­such. Da hat mir ein Herr Vor­wür­fe ge­macht. Als ich mit ihm dis­ku­tie­ren woll­te, hat er mich weg­ge­sto­ßen.“Im Ort und in der Nach­bar­schaft ha­be ihr in­des nie je­mand kon­kret ins Ge­sicht ge­sagt, was man von ihr hal­te. „Nur die Bli­cke, die wa­ren manch­mal ko­misch.“Als die Me­di­en über ihr En­ga­ge­ment für den Tier­schutz be­rich­ten, er­hält Nan­cy Hol­ten Brie­fe aus der gan­zen Schweiz und an­ony­me An­ru­fe. Vie­le da­von sind vol­ler Kri­tik und Hä­me, man­che be­lei­di­gend. An­de­re do­ku­men­tie­ren Zu­spruch für ih­re Hal­tung. „Ich bin ein op­ti­mis­ti­scher Mensch. Und ich glau­be an die Lie­be. Und dar­um ru­fe ich mir nur die po­si­ti­ven Zu­schrif­ten und Kom­men­ta­re in Er­in­ne­rung.“

Das, was Nan­cy Hol­ten lie­ber aus­blen­det, klingt dann so: „Wär der­art Müe het, sech z’in­te­grie­re und au­es Schwi­zer wärt und Kul­tur z’schläch z’ ma­che, het bim bes­te Wi­ue ke Schwi­zer Pass ver­dient!“Über­set­zung: „Wem es so schwer fällt, sich zu in­te­grie­ren und un­se­re Schwei­zer Wer­te und die Kul­tur schlecht macht, hat beim bes­ten Wil­len kei­nen Schwei­zer Pass ver­dient“, schreibt ein Kri­ti­ker. Die in­ter­na­tio- schnit­ten. Denn Glo­cken­ge­läut muss nur „ im Rah­men des Her­kömm­li­chen“hin­ge­nom­men wer­den, ur­teil­te das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt. Das Ri­si­ko von ge­sund­heits­schä­di­gen­dem Lärm müss­ten An­woh­ner nicht ak­zep­tie­ren. Die­ses Ur­teil hat da­zu ge­führt, dass sich Kir­chen­ge­mein­den und Nach­barn oft auch oh­ne das Ein­schal­ten der Jus­tiz auf ei­nen Kom­pro­miss ei­ni­gen. ( nyf) na­le Tier­rech­te-Or­ga­ni­sa­ti­on Pe­ta sieht das na­tur­ge­mäß voll­kom­men an­ders und hat Nan­cy Hol­ten ge­ra­de erst als „Hel­din für Tie­re“aus­ge­zeich­net.

Wie in un­se­rem di­gi­ta­len Zeit­al­ter üb­lich, spielt sich die Dis­kus­si­on um Nan­cy Hol­ten, die frei­be­ruf­lich als Jour­na­lis­tin ar­bei­tet, vor­wie­gend im In­ter­net ab. Als die Hol­län­de­rin im So­zia­len Netz­werk Face­book die Sei­te „Kuh­glo­cken Out“grün­det,

„Wär der­art Müe het, sech z’in­te­grie­re und au­es Schwi­zer wärt und Kul­tur z’schläch z’ ma­che, het bim bes­te Wi­ue ke Schwi­zer Pass

ver­dient!“

Aus der Zu­schrift ei­nes em­pör­ten Schwei­zers und auf An­hieb fast 5000 Un­ter­stüt­zer fin­det, brin­gen ih­re Geg­ner die Sei­ten „Pro Kuh­glo­cken“und „Kuh­glo­cken un­se­re Tra­di­ti­on“auf den Weg. De­ren Mit­glie­der­zahl zeigt sehr deut­lich, dass Nan­cy Hol­ten mit ih­ren For­de­run­gen auf ver­lo­re­nem Pos­ten kämpft: Rund 37 000 Nut­zer ver­tei­di­gen die Kuh­glo­cken zum Teil mit höchs­ter Lei­den­schaft und for­dern, Nan­cy Hol­ten nicht nur nicht ein­zu­bür­gern, son­dern gleich ganz aus der Schweiz zu wer­fen.

Zu ei­nem Ge­spräch mit der „Schwä­bi­schen Zei­tung“un­ter rea- lem Na­men war kei­ner der um ei­ne Stel­lung­nah­me ge­be­te­nen Kuh­glo­cken­freun­de be­reit. Am Te­le­fon sagt ein Herr, En­de 60: „Wir sind mit dem Klang der Glo­cken groß ge­wor­den. Und ich ha­be noch kei­ne Kuh ge­se­hen, die we­gen des Klin­gelns ver­rückt ge­wor­den wä­re. Un­se­re Milch und der Kä­se, der aus ihr ge­won­nen wird, sind welt­be­rühmt. Das geht nur mit Kü­hen, die sich wohl füh­len.“

Und was sagt die Wis­sen­schaft über das Tier­wohl un­ter der Dau­er­be­schal­lung? Tat­säch­lich exis­tiert ei­ne Stu­die im Rah­men ei­ner Dok­tor­ar­beit der re­nom­mier­ten Eid­ge­nös­si­schen Hoch­schu­le für Tech­nik in Zü­rich (ETH). Dort hat Ju­lia Johns das Ver­hal­ten von mehr als 100 Kü­hen un­ter­sucht, die ei­ne fünf Ki­lo schwe­re Glo­cke um den Hals tru­gen. Da­bei hat sie Schall­pe­gel mit Spit­zen­wer­ten bis zu 120 De­zi­bel ge­mes­sen – was tat­säch­lich dem Ra­dau ei­nes Press­luft­ham­mers ent­spricht. Vor dem Hin­ter­grund ei­nes fei­nen Ge­hörs ist für die For­scher klar, dass die Glo­cken das Tier­wohl ne­ga­tiv be­ein­flus­sen. Da­für spricht auch, dass die Kü­he un­ter Be­schal­lung we­ni­ger Ap­pe­tit ha­ben und ih­re Kau-Fre­quenz nach­lässt – das je­den­falls hat die Stu­die nach­ge­wie­sen.

Doch die An­hän­ger der Glo­cken er­ken­nen die Stu­die nicht an oder ge­wich­ten die lan­ge Tra­di­ti­on der Kuh­glo­cken in der Schweiz ein­fach hö­her. Nan­cy Hol­ten kann das nicht ver­ste­hen, und sie will es auch nicht ak­zep­tie­ren: „Ich ha­be im­mer ge­glaubt, die Schweiz ist ein Hort von De­mo­kra­tie und Mei­nungs­frei­heit.“Und wie hät­te sie sich im Lich­te der Ab­leh­nung ih­rer Ein­bür­ge­rung ver­hal­ten, wenn sie all das vor­her ge­wusst hät­te? „Es gab ei­ne Zeit, da hat mich mei­ne gro­ße Toch­ter ge­be­ten, mein En­ga­ge­ment ge­gen die Glo­cken auf­zu­ge­ben. Und wenn ich ge­wusst hät­te, was auf mich zu­kommt, dann hät­te ich das auch ge­tan – aber nur in Be­zug auf das Kir­chen­läu­ten am Mor­gen.“Denn das be­trä­fe die Men­schen. Die Kü­he aber könn­ten sich ja nicht weh­ren. Die Mäu­se eben­falls nicht, für de­ren ab­ge­schnit­te­ne Schwän­ze die Ge­mein­de Gipf-Oberfrick noch im­mer ei­ne Prä­mie von um­ge­rech­net rund ei­nen Eu­ro be- zahlt. Die­se Tra­di­ti­on rührt noch aus Zei­ten gro­ßer Mäu­se­pla­gen. Nan­cy Hol­ten fin­det, dass das nicht mehr zeit­ge­mäß ist.

Und was wird jetzt aus ih­rem Wunsch, Schwei­ze­rin zu wer­den? „Vom Ge­fühl her, bin ich ja schon lan­ge Schwei­ze­rin. Ich le­be seit mehr als 30 Jah­ren in der Schweiz, mei­ne Töch­ter sind Schwei­zer.“Den Schwei­zer Pass möch­te sie da­her noch im­mer ha­ben. Und war­um erst

„Vom Ge­fühl her, bin

ich ja schon lan­ge Schwei­ze­rin. Ich le­be seit mehr als 30 Jah­ren in der Schweiz, mei­ne Töch­ter sind Schwei­zer.“

Nan­cy Hol­ten jetzt? Frü­her sei ihr das nicht so wich­tig ge­we­sen. Heu­te aber spü­re sie, dass es sich rich­tig an­füh­le. „Al­ler­dings stel­le ich mich nicht mehr so ei­ner Ge­mein­de­ver­samm­lung.“Sie hat jetzt die Mög­lich­keit, beim Aar­gau­er Re­gie­rungs­rat Be­schwer­de ge­gen die Ent­schei­dung der Ge­mein­de­ver­samm­lung ein­zu­le­gen. Bleibt die er­folg­los, kann sie vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt kla­gen. Hilft auch das nicht wei­ter, muss sie er­neut bei ih­ren Mit­bür­gern da­für wer­ben, ei­ne von ih­nen wer­den zu kön­nen.

In­halt­lich wer­de sie je­den­falls ih­re Mei­nung auch in Zu­kunft ver­tre­ten. Das En­de ih­res En­ga­ge­ments für Tie­re als Preis für die Ein­bür­ge­rung – das kom­me für sie nicht in­fra­ge. „Aber viel­leicht soll­te ich mei­ne Po­si­tio­nen we­ni­ger hart ver­tei­di­gen. Viel­leicht et­was fried­li­cher.“Ob die­se selbst­kri­ti­sche Hal­tung die Mehr­heits­ver­hält­nis­se in der Ge­mein­de ver­än­dern könn­te? Im Au­gen­blick eher nicht: Ein äl­te­res Ehe­paar – ge­ra­de mit Hund un­ter­wegs in der Herbst­son­ne von Gipf-Oberfrick – sagt, oh­ne den Na­men nen­nen zu wol­len: „Da kann sie noch 100-mal ab­stim­men las­sen. Die Leu­te wis­sen doch, was sie von ih­nen hält. Die Leu­te sind doch nicht blöd!“

FOTO: IMAGO

Der Alm­ab­trieb – hier in En­net­bür­gen im Kan­ton Nid­wal­den – ist je­des Jahr im Herbst glei­cher­ma­ßen Volks­fest und Tou­ris­ten­ma­gnet. Die schwe­ren Glo­cken, mit de­nen die Kü­he da­bei ge­schmückt sind, er­bo­sen Tier­schüt­zer.

FOTO: ERICH NYFFE­NEGGER

Nan­cy Hol­ten muss vor­erst Hol­län­de­rin blei­ben.

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