Bund der Steu­er­zah­ler ge­gen So­li-Ver­län­ge­rung

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BER­LIN (dpa) - Der Bund der Steu­er­zah­ler kri­ti­siert Über­le­gun­gen von CSU-Chef Horst See­ho­fer, auf ei­ne Ab­schaf­fung des So­li­da­ri­täts­zu­schlags zu ver­zich­ten. „Die Flücht­lings­kri­se soll jetzt als Be­grün­dung für hö­he­re Ab­ga­ben und ge­gen Steu­er­sen­kun­gen her­hal­ten“, sag­te Ver­bands­prä­si­dent Rei­ner Holz­na­gel der „Pas­sau­er Neu­en Pres­se“. Er be­zeich­ne­te See­ho­fers Vor­schlag als „un­red­lich, un­ehr­lich“.

Am Wo­che­n­en­de hat­te See­ho­fer we­gen der Flücht­lings­kos­ten die Uni­ons­plä­ne für ei­ne schritt­wei­se Ab­schaf­fung des So­li­dar­zu­schlags in­fra­ge ge­stellt. „Wir ha­ben seit der Grenz­öff­nung im Sep­tem­ber ei­ne neue Si­tua­ti­on“, sag­te er und for­der­te ei­nen Kas­sen­sturz. Bei der SPD im Bund stieß See­ho­fers Vor­stoß eben­falls auf Ab­leh­nung.

Der „So­li“wur­de kurz nach der deut­schen Ein­heit ein­ge­führt und soll­te den Auf­bau im Os­ten mit­fi­nan­zie­ren. Er bringt rund 15 Mil­li­ar­den Eu­ro Ein­nah­men im Jahr.

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