Wind­park-Geg­ner grün­den ein Ak­ti­ons­bünd­nis

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ALB/ LAU­CHERT -

KET­TEN­A­CKER (sz) - Meh­re­re Bür­ger­initia­ti­ven, die sich kri­tisch mit den lau­fen­den Pla­nun­gen für Wind­rä­der auf der Alb aus­ein­an­der­set­zen, schlie­ßen sich zu ei­nem Ak­ti­ons­bünd­nis zu­sam­men. Dies sind die In­itia­ti­ven aus Ket­ten­a­cker, In­ne­rin­gen, Ve­rin­gen­stadt, It­ten­hau­sen, Son­nen­bühl, Engs­tin­gen/Lich­ten­stein, Gei­sin­gen, Os­trach und Groß­tis­sen. Laut ei­ner Mit­tei­lung des Ver­eins für Mensch und Na­tur aus Ket­ten­a­cker wird das Ak­ti­ons­bünd­nis sein In­ter­es­se schwer­punkt­mä­ßig auf die mehr als 80 Wind­kraft­an­la­gen rich­ten, die ak­tu­ell für die Mitt­le­re Alb und die an­gren­zen­den Ge­bie­te in der Pla­nung sind.

Den Schwer­punkt sei­ner Ar­beit sieht das Ak­ti­ons­bünd­nis auf der lo­ka­len Ebe­ne. Da­bei gilt ein be­son­de­res Au­gen­merk den Fach­ab­tei­lun­gen der Land­rats­äm­ter. Es sei­en die Bür­ger­initia­ti­ven ge­we­sen, die die Pro­ble­ma­tik von Wind­kraft­an­la­gen und Grund­was­ser­schutz in die Öf­fent­lich­keit ge­bracht hät­ten. Beim Grund­was­ser­schutz for­dert das Bünd­nis aus­drück­lich, dass bei je­der im Karst­ge­biet der Alb ge­plan­ten An­la­ge die ge­setz­lich gel­ten­de 50Tag-Li­nie be­ach­tet und ein­ge­hal­ten wird. Das heißt kon­kret, wenn in ei­nem Was­ser­ein­zugs­ge­biet das Was­ser we­ni­ger als 50 Ta­ge im Un­ter­grund be­nö­tigt, um zu den Ent­nah­me­quel­len zu flie­ßen, dann soll dort der Bau von Wind­in­dus­trie­an­la­gen ver­bo­ten sein, so ei­ne For­de­rung des Ak­ti­ons­bünd­nis­ses.

Der ers­te Mei­nungs­aus­tausch des Ak­ti­ons­bünd­nis­ses ha­be für na­he­zu al­le be­trof­fe­nen Ge­mein­den die Er­kennt­nis ge­bracht, dass die Bür­ger­meis­ter und Ge­mein­de­rä­te die maß­geb­li­chen Be­stim­mun­gen des Eu­ro­pa­rechts nicht ken­nen, wie bei­spiels­wei­se die EU-Vo­gel­schutz­richt­li­nie, die EU-Was­ser­rah­men­richt­li­nie oder die EU-Strah­len­schutz­richt­li­nie. Soll­te wei­ter da­ge­gen ver­sto­ßen wer­den, wür­de sich das Ak­ti­ons­bünd­nis nicht scheu­en, recht­li­che Schrit­te ein­zu­lei­ten.

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