Volks­ver­het­zung

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

Der Volks­ver­het­zungs­pa­ra­graf 130 war be­reits 1960 ins Straf­ge­setz­buch auf­ge­nom­men wor­den, ist aber in den ver­gan­ge­nen Jah­ren als Re­ak­ti­on auf an­ti­se­mi­ti­sche und neo­na­zis­ti­sche Über­grif­fe mehr­mals ver­schärft wor­den. Da­nach kann mit Frei­heits­stra­fe bis zu fünf Jah­ren be­straft wer­den, wer zu Hass oder Ge­walt ge­gen Tei­le der Be­völ­ke­rung auf­sta­chelt oder „die Men­schen­wür­de an­de­rer da­durch an­greift, dass er Tei­le der Be­völ­ke­rung be­schimpft, bös­wil­lig ver­ächt­lich macht oder ver­leum­det“.

Zu­dem stellt der Pa­ra­graf seit 1994 die so­ge­nann­te Au­sch­witz­lü­ge un­ter Stra­fe, die da­vor nur un­ter er­schwer­ten Vor­aus­set­zun­gen ge­ahn­det wer­den konn­te. Mit bis zu drei Jah­ren Haft oder Geld­stra­fe muss rech­nen, wer die Ge­walt­herr­schaft der Na­tio­nal­so­zia­lis­ten bil­ligt, ver­herr­licht oder recht­fer­tigt. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­den ei­ni­ge Rechts­ra­di­ka­le we­gen Volks­ver­het­zung ver­ur­teilt. (dpa)

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