Bo­eh­rin­ger-Stand­ort Bi­be­rach un­ter­liegt bei In­ves­ti­ti­ons­ent­schei­dung Wi­en

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIRTSCHAFT -

RA­VENS­BURG (ank) - Beim Rin­gen um mil­lio­nen­schwe­re In­ves­ti­tio­nen in die Bio­phar­ma­zie hat der Bo­eh­rin­ger Stand­ort Bi­be­rach (Land­kreis Ra­vens­burg) ge­gen­über Wi­en den Kür­ze­ren ge­zo­gen. Wie der Phar­ma­kon­zern am Di­ens­tag mit­teil­te, soll bis zum Jahr 2021 rund ei­ne hal­be Mil­li­ar­de Eu­ro in den Aus­bau der bio­phar­ma­zeu­ti­schen Pro­duk­ti­on in der ös­ter­rei­chi­schen Haupt­stadt in­ves­tiert wer­den; rund 400 neue Ar­beits­plät­ze wür­den ge­schaf­fen. Kon­kret han­delt es sich um ei­ne neue Pro­duk­ti­ons­an­la­ge für Wirk­stof­fe, die mit Hil­fe von Zell­kul­tu­ren her­ge­stellt wer­den.

„Dies ist ei­ne Ent­schei­dung für den Phar­ma­stand­ort Eu­ro­pa", sag­te Bo­eh­rin­ger-Chef Andre­as Bar­ner. Im Rah­men der In­ves­ti­ti­ons­ent­schei­dung sei­en ver­schie­de­ne in­ter­na­tio­na­le Op­tio­nen ge­prüft wor­den – auch mit Blick auf das For­schungs­um­feld an mög­li­chen Stand­or­ten. Den Aus­schlag für Wi­en gab letzt­lich, dass die Be­lie­fe­rung der Kun­den mit bio­phar­ma­zeu­ti­schen Pro­duk­ten durch ei­nen wei­te­ren un­ab­hän­gi­gen Stand­ort zu­sätz­lich ab­ge­si­chert wer­de, hieß es von Bo­eh­rin­ger.

In Wi­en pro­du­ziert Bo­eh­rin­ger In­gel­heim bis­lang phar­ma­zeu­ti­sche Wirk­stof­fe mit Mi­kro­or­ga­nis­men, wäh­rend die Zell­kul­tur­tech­no­lo­gie in Bi­be­rach an­ge­sie­delt ist. In den nächs­ten Jah­ren soll die Zell­kul­tur­tech­no­lo­gie nun zu­sätz­lich nach Wi­en trans­fe­riert wer­den. Bi­be­rach blei­be aber der größ­te eu­ro­päi­sche Zell­kul­tur­stand­ort von Bo­eh­rin­ger In­gel­heim.

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