Hu­bert von Goi­sern kommt nach Ra­vens­burg

Der Kar­ten­vor­ver­kauf für die­ses Event am 22. Ok­to­ber hat be­reits be­gon­nen

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Got­tes­dienst, Tau­fe, 11 op­fer, kos­ten­freie, bun­des­wei­te Ruf­num­mer, 0800/ 0800 343 RA­VENS­BURG (sz) - In die Ober­schwa­ben­hal­le kommt am 22. Ok­to­ber 2016 um 20 Uhr Hu­bert von Goi­sern mit der Fe­dern Tour. Hu­bert von Goi­sern hat den Blues. Hu­bert von Goi­sern hat auch die Viel­far­big­keit und die flir­ren­de Ener­gie von New Or­leans. Die­ses spe­zi­el­le Süd­staa­ten­ge­fühl. Und das al­les ba­lan­ciert er auf der Ba­sis sei­ner ei­ge­nen Tra­di­ti­on, die zwar geo­gra­fisch aus den Al­pen kommt, fak­tisch aber die gan­ze Welt in ei­ner mu­si­ka­li­schen Idee ist. Goi­sern war auf Mu­sik­su­che im Sü­den der USA. Und das, was er mit­ge­bracht hat, ist stim­mig, von der druck­vol­len Rock­num­mer über den schwung­vol­len Coun­try­song bis hin zur her­zens­schwe­ren Bal­la­de. Das mu­si­ka­li­sche Fens­ter steht sperr­an­gel­weit of­fen. Al­les ist Goi­sern.

Auf „Fe­dern“spielt Hu­bert von Goi­sern mit ein paar be­kann­ten Num­mern. Das le­bens­wei­se, läs­si­ge Hank Wil­li­ams-Co­ver „Es is wahr“kommt mit so viel Schwung, mit so in­ten­si­vem Groo­ve da­her, dass es nicht mehr aus dem Ohr will. „So a Segn“könn­te ei­ne ur­al­te, ös­ter­rei­chi­sche Volks­wei­se sein –ist in Wahr­heit aber „Ama­zing Gra­ce“, kom­pakt in­stru­men­tiert, trotz­dem episch und ver­träumt. Ein blue­si­ges Schul­ter­zu­cken: die Monk-Num­mer „I bin ganz al­lo­an“oder der leicht fri­vo­le Auf­ruf an „Cor­ri­na“mit den Wor­ten: „Des kann‘s nit sein“. Da­ge­gen drängt das schnel­le, lau­te, fröh­li­che „Sin­ga gang guat“, aus dem man noch die Ori­gi­nal­ver­si­on her­aus­hört –näm­lich „Oh, Su­san­na“.

Wie­der so ein Ohr­wurm, der ei­nen nicht ver­lässt –ob­wohl nicht an­ge­passt, nicht glatt­ge­bü­gelt, nicht rei­bungs­frei. Wie macht er das nur? „Fe­dern“ist ein leich­tes Spiel. Denn die Rhyth­men der Coun­try- und Blue­grass­mu­sik müs­sen nicht mit hei­ßer Na­del an die ös­ter­rei­chi­sche Klang­ba­sis ge­strickt wer­den. Sie pas­sen ein­fach – als wä­re es nie an­ders ge­we­sen. Selt­sam, wie Hu­bert von Goi­sern das im­mer wie­der fer­tig bringt: man fühlt sich in der Welt zu Hau­se. Er hat ein un­trüg­li­ches Ge­spür für Me­lo­di­en Was aber wirk­lich her­aus­ra­gend ist an „Fe­dern“, das ist die mu­si­ka­li­sche und the­ma­ti­sche Spann­wei­te. In sei­nen Ei­gen­kom­po­si­tio­nen ge­lingt es Hu­bert von Goi­sern, so di­rekt und un­ver­blümt zu tref­fen, dass man mit­geht – so­fort und mit Lei­den­schaft. Das liegt zum ei­nen an sei­nem un­trüg­li­chen Ge­spür für Me­lo­di­en, die neu wir­ken, aber auch ver­traut. An den er­di­gen, ech­ten, sich auf das We­sent­li­che kon­zen­trie­ren­den Ar­ran­ge­ments. Aber auch an der Tie­fe sei­ner Tex­te: „Snow­down“ist ein wü­ten­der, ein auf­rüt­teln­der Blues über den Mut zur Wahr­heit in ei­ner Ge­sell­schaft, in der Täu­schung ei­ne im­mer grö­ße­re Rol­le spielt. Das ist brand­ak­tu­ell, und es fühlt sich noch viel drän­gen­der an, wenn Hu­bert von Goi­sern sei­ne Wut dar­über hin­aus­schreit.

Der Blues setzt sich fort in Num­mern wie „Am hel­lich­ten Tag“, ein zau­dern­des, aber ehr­li­ches Kopf­schüt­teln über Men­schen und Din­ge, die ei­nem Mo­men­te ver­fins­tern. Goi­sern ist hier ganz tief ver­sun­ken im Klang des schwe­ren, ein­dring­li­chen Sounds der Süd­staa­ten, nur um bei den schnel­le­ren Num­mern di­rekt wie­der dar­aus aus­zu­bre­chen. Die wir­ken so en­er­gie­ge­la­den, so frei und trei­bend, dass man un­will­kür­lich an­fängt, den Takt zu klop­fen. Weil man nicht an­ders kann. Und weil sie eben- so freu­dig da­zu drängt, die­se Mi­schung auf Ca­jun, Coun­try und Blue­grass, aus Pe­dal Steel und Zieh­har­mo­ni­ka. „Fe­dern“ist ein leich­tes, schö­nes Spiel. Denn die Rhyth­men aus New Or­leans müs­sen nicht mit hei­ßer Na­del an die ös­ter­rei­chi­sche Klang­ba­sis ge­strickt wer­den. Sie pas­sen ein­fach –als wä­re es nie an­ders ge­we­sen.

Hu­bert von Goi­sern ist seit mehr als 25 Jah­ren auf den Büh­nen Eu­ro­pas un­ter­wegs – als mu­si­ka­li­scher Bot­schaf­ter Ös­ter­reichs, als Volks­mu­si­kerneue­rer, als Ent­stau­ber und In­di­vi­dua­list. Ganz ein­fach: als er selbst. Hu­bert von Goi­sern hat nie das ge­macht, was von ihm er­war­tet wur­de, und war da­mit kon­se­quent er­folg­reich. Von den An­fän­gen als Al­pen­ro­cker mit dem „Hi­ata­madl“über sei­ne Ex­pe­di­tio­nen nach Ti­bet und Afri­ka, die Linz-Eu­ro­pa-Tour auf ei­nem um­ge­bau­ten Last­schiff bis zum bahn­bre­chen­den Er­folg von „Bren­na tuats guat“. Noch im­mer steckt Hu­bert von Goi­sern vol­ler Ide­en und Ener­gie, er bleibt neu­gie­rig und for­dert sein Pu­bli­kum her­aus.

Die Tour­nee führt nach Frei­burg und Ra­vens­burg. Die­ses Mal war Goi­sern auf Mu­sik­su­che im Sü­den der USA. Und das, was er mit­ge­bracht hat, ist stim­mig, von der druck­vol­len Rock­num­mer über den schwung­vol­len Coun­try­song bis hin zur her­zens­schwe­ren Bal­la­de. Pe­dalS­teel und Strom­gi­tar­re, Ca­jun und Zieh­har­mo­ni­ka. Ti­ckets gibt es ab 36,50 Eu­ro al­len be­kann­ten Re­ser­vix- Vor­ver­kaufs­stel­len, un­ter Te­le­fon 0751/ 828 88 und im In­ter­net:

www. liv­ein­ra­vens­burg. de

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FOTO: VER­AN­STAL­TER

Hu­bert von Goi­sern kommt in die Ober­schwa­ben­hal­le.

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