Stadt hilft bei Sa­nie­rung ei­nes Toi­let­ten­wa­gens

Ve­rin­gen­stadt kann den Wa­gen drei­er Ve­rin­gen­dor­fer Ver­ei­ne künf­tig eben­falls be­nut­zen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ALB/ LAUCHERT -

VE­RIN­GEN­STADT (sr) - Nach kur­zer Aus­spra­che hat der Ve­rin­gen­städ­ter Ge­mein­de­rat bei ei­ner Ent­hal­tung be­schlos­sen, die An­schaf­fung und Sa­nie­rung ei­nes Toi­let­ten­wa­gens durch drei Ve­rin­gend­o­fer Ver­ei­ne mit ei­ner Kos­ten­be­tei­li­gung von 7000 Eu­ro zu un­ter­stüt­zen. Im Ge­gen­zug be­kommt die Stadt das Recht, den Wa­gen für städ­ti­sche Ver­an­stal­tun­gen (Mar­ti­ni­markt, Stadt­fest) kos­ten­frei zu nut­zen.

Stell­ver­tre­tend für die Ve­rin­gen­dor­fer Ver­ei­ne – die Nar­ren­zunft Gleck­les­ben­der, den Turn­ver­ein und die Mu­sik­ge­sell­schaft – er­läu­ter­te Rolf Bre­gen­zer den Wunsch der Ver­ei­ne. In et­wa 1700 Ar­beits­stun­den wur­de von den Ver­eins­mit­glie­dern der ge­brauch­te Toi­let­ten­wa­gen, der vom Nar­ren­ver­ein güns­tig er­wor­ben wer­den konn­te, zu ei­nem ein­wand­frei sau­be­ren und or­dent­li­chen Sa­ni­tär­be­reich mit vier Da­men­toi­let­ten und ei­ner Her­rentoi­let­te um­ge­wan­delt. Dies sei ge­sche­hen, da der turn­ver­eins­ei­ge­ne Wa­gen auf­grund sei­nes Al­ters (35 Jah­re) so­wie der städ­ti­sche Wa­gen nicht mehr be­nutz­bar sei­en. Der Sa­nie­rungs­auf­wand sei grö­ßer als ver­mu­tet ge­we­sen, er­läu­tert Bre­gen­zer, der Rück­bau bis zum Fahr­ge­stell war not­wen­dig. Trotz vie­ler Ma­te­ri­al­spen­den be­lie­fen sich die Ma­te­ri­al­kos­ten letzt­lich auf 13 500 Eu­ro, wel­che dem Gre­mi­um ge­nau do­ku­men­tiert vor­la­gen.

Rech­ne man mit 500 Eu­ro Kos­ten für die An­mie­tung ei­nes Toi­let­ten­wa­gens, amor­ti­sie­re sich die von den Ver­ei­nen ge­wünsch­te Be­zu­schus­sung von 7000 Eu­ro für die Stadt schon nach et­wa fünf Jah­ren. Auf Nach­fra­ge von Ha­rald Branz stell­te Bre­gen­zer klar, dass der Wa­gen le­dig­lich für städ­ti­sche Ver­an­stal­tun­gen zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­de, nicht aber für wei­te­re Ver­ei­ne. Grund­sätz­lich soll der Toi­let­ten­wa­gen nicht ver­mie­tet wer­den, man wol­le nicht, dass der Wa­gen im gan­zen Um­kreis her­um­kom­me.

Max Füß frag­te nach, ob die Ei­gen­tums­ver­hält­nis­se sich än­dern, wenn die Stadt sich mit 7000 Eu­ro be­tei­li­ge. Das sei nicht an­ge­dacht, er­klär­te Bür­ger­meis­ter Ar­min Christ, der Wa­gen blei­be im Ei­gen­tum der drei Ve­rin­gen­dor­fer Ver­ei­ne. Die kos­ten­freie Be­nut­zung für städ­ti­sche Ver­an­stal­tun­gen wer­de ver­trag­lich fest­ge­zurrt. Andre­as St­auss woll­te über die Le­bens­dau­er Aus­kunft ha­ben. Bre­gen­zer pro­gnos­ti­zier­te zwei bis drei Jahr­zehn­te, so­lan­ge ha­be der bis­he­ri­ge auch ge­hal­ten.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.