To­werstars hof­fen auf Trend­wen­de

Ra­vens­burg trifft heu­te in der Deut­schen Eis­ho­ckey-Li­ga 2 auf Dresden

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - REGIONALSPORT - Von Thors­ten Kern

RA­VENS­BURG - Noch ein Spiel, dann kön­nen die Spie­ler der Ra­vens­burg To­werstars zu­min­dest zwei Ta­ge lang Weih­nach­ten fei­ern. Bei den Dresd­ner Eis­lö­wen hof­fen die To­werstars heu­te ab 19.30 Uhr auf die Rück­kehr der Tor­ge­fahr. Bei­de Teams ha­ben in der Deut­schen Eis­ho­ckey-Li­ga 2 der­zeit ei­nen klei­nen Hän­ger.

Im Ver­gleich zu den Eis­lö­wen ste­hen die To­werstars aber gut da. „Wir kön­nen bis­lang mit der Sai­son sehr zu­frie­den sein“, sagt Ra­vens­burgs Ver­tei­di­ger Lukas Sla­ve­tins­ky. „Es gibt der­zeit an­de­re gro­ße Mann­schaf­ten in der Li­ga.“In die­sen Kreis woll­ten in die­sem Jahr auch die Dresd­ner vor­sto­ßen. Sie hat­ten ih­ren Ka­der in der Som­mer­pau­se auf­ge­rüs­tet, un­ter an­de­rem mit dem ExRa­vens­bur­ger Pat Baum so­wie den Stür­mern Harrison Reed, Max Camp­bell und Mark Cul­len. Doch zu­letzt ge­riet Trai­ner Tho­mas Po­piesch un­ter Druck. Von den ver­gan­ge­nen 13 Par­ti­en in der DEL 2 ha­ben die Eis­lö­wen zehn ver­lo­ren. „Wir ha­ben im of­fen­si­ven Be­reich nicht gut ge­nug ge­ar­bei­tet und zu vie­le Schei­ben ver­lo­ren“, sag­te Po­piesch nach dem 2:3 bei den Kas­sel Hus­kies. Ver­glei­che mit No­witz­ki Schlecht ge­spielt ha­ben die To­werstars in den ver­gan­ge­nen bei­den Spie­len nicht. „Ich kann der Mann­schaft nur den Vor­wurf ma­chen, dass sie kei­ne To­re ge­schos­sen hat“, sagt Trai­ner Da­ny Naud. Al­so im Trai­ning ver­stärkt Tor­schüs­se üben? „Nein, Tor­ge­fahr kann man nicht üben“, sagt Sla­ve­tins­ky. „Sol­che Pha­sen gibt es manch­mal im Eis­ho­ckey.“Ge­gen Kauf­beu­ren und Bre­mer­ha­ven tra­fen die Ra­vens­bur­ger teils das lee­re Tor nicht. „Da neh­me ich mich nicht aus“, so Sla­ve­tins­ky. „Auch ich ha­be die Schei­be nicht rein­ge­macht.“

So ka­men nach mehr als 80 Tor­schüs­sen nur zwei Tref­fer in zwei Spie­len zu­stan­de – und kein Punkt. Die Be­deu­tung der Par­tie heu­te in Dresden will der To­werstars-Ver­tei­di­ger aber nicht über­be­wer­ten. „Es ist ein nor­ma­les Spiel zwei­er Mann­schaf­ten, die ge­ra­de kei­nen Lauf ha­ben.“

Das soll sich für die To­werstars in Sach­sen än­dern. Für die ge­sperr­ten oder ver­letz­ten Ra­dek Kres­tan, Fa­bio Car­cio­la und Ra­pha­el Kap­z­an dür­fen und müs­sen Andre­as Far­ny, Hans Detsch und Phil­ipp de Pa­ly Ver­ant­wor­tung über­neh­men. Far­ny wird in der zwei­ten Sturm­rei­he ne­ben Mat­heiu Tou­si­gnant und Bran­don MacLe­an spie­len, Detsch über­nimmt Far­nys Part im drit­ten Block ne­ben Ste­phan Vogt und Max Brandl. De Pa­ly ver­tei­digt ne­ben Ste­fan Lang­wie­der. „Wir dür­fen uns nicht den Kopf zer­bre­chen, son­dern müs­sen wei­ter hart ar­bei­ten“, for­dert Naud. „Wir müs­sen nicht al­les in die Müll­ton­ne wer­fen, nur weil es ge­ra­de nicht so läuft.“

Naud hat sich am Mon­tag­abend den Film über Dirk No­witz­ki an­ge­schaut. „Er hat das Fi­na­le ver­lo­ren, aber wei­ter an sich ge­ar­bei­tet und ist zum bes­ten Spie­ler der Welt ge­wor­den und hat die Meis­ter­schaft ge­won­nen.“Ver­lie­ren sei al­so nicht schlimm, so Ra­vens­burgs Trai­ner. „Aber nach Nie­der­la­gen gibt es im­mer et­was zu ver­bes­sern.“Pha­sen mit mehr Glück und Pha­sen mit we­ni­ger Glück wür­den sich im Ver­lauf der Sai­son aus­glei­chen“, sagt Sla­ve­tins­ky. „Es lag zu­letzt nicht an der Spiel­wei­se.“

FOTO: FELIX KÄST­LE

Lukas Sla­ve­tins­ky fährt mit den Ra­vens­burg To­werstars am Mitt­woch zu sei­nem Ex- Ver­ein Dresd­ner Eis­lö­wen.

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