Tu­kur spielt Tu­kur

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - REISE & ERHOLUNG - Von Bar­ba­ra Mil­ler

Tat­ort: Wer bin ich? (So., ARD, 20.15 Uhr) - „Lass den Scheiß. Wir sind doch nicht in Müns­ter!“, schreit der Re­gis­seur am Set. Nein, wir sind nicht in Müns­ter. Aber der Wies­ba­de­ner „Tat­ort“, der die­ses Mal bei den Dreh­ar­bei­ten mit den neu­en „Tat­ort“-Kom­mis­sa­ren Wolf­gang Koch und Mar­ga­ri­ta Broich in Frankfurt spielt, ist auch ganz schön schräg. Lust­voll wird ein Spiel im Spiel in­sze­niert. Das geht so: Ulrich Tu­kur steht vor der Ka­me­ra als LKA-Er­mitt­ler Felix Mu­rot, der ge­ra­de zwei To­te in der Tief­ga­ra­ge des Ca­si­nos ent­deckt. Da heißt es: „Schnitt, wir un­ter­bre­chen! Auf­nah­me­lei­ter Chris­toph ist heu­te Nacht ge­stor­ben.“Und der Letz­te, der mit Chris­toph ge­se­hen wur­de, als der das Spiel­ca­si­no mit ei­nem fet­ten Ge­winn ver­ließ, war der Star­schau­spie­ler Tu­kur. Schwupp­di­wupp wird aus dem Kom­mis­sar-Darstel­ler der be­schul­dig­te Schau­spie­ler. Und fort­an tut Tu­kur so, als spie­le er Tu­kur. Das ist ei­ne Wei­le lang ganz un­ter­halt­sam. Ge­nüss­lich wer­den die Schein­hei­lig­kei­ten der Bran­che vor­ge­führt: „Habt Ihr nicht ’ne net­te Na­zi-Rol­le für mich? Der Uli spielt dau­ernd wel­che,“fragt Bar­ba­ra Phil­ipp ih­ren Agen­ten. Und Mar­tin Wutt­ke ist ge­ra­de knapp bei Kas­se: „Weißt schon, seit ich den Leip­zi­ger Tat­ort nicht mehr ma­che ...“In­si­der wer­den ih­ren Spaß ha­ben. Für al­le an­de­ren ist die­se Fol­ge eher zäh. Von dem fa­mo­sen „Im Schmerz ge­bo­ren“ist die­ser „Tat­ort“von Bas­ti­an Gün­ther (Buch und Re­gie) ziem­lich weit ent­fernt.

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