Krip­pe mit le­bens­gro­ßen Fi­gu­ren ziert Orts­ein­gang

Pri­va­te Ei­gen­tü­mer und die Ge­mein­de Bin­gen ge­stal­ten ge­mein­sam den süd­li­chen Be­reich der Haupt­stra­ße neu

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ALB/ LAUCHERT - Von Ignaz Stös­ser

BIN­GEN - Der Och­se ist ei­ne Kuh und der Esel ein Pferd. Trotz­dem ist die weih­nacht­li­che Krip­pe mit fast le­bens­gro­ßen Tier­mo­del­len am Orts­ein­gang von Bin­gen ein schö­ner Blick­fang. Die neu­en Ei­gen­tü­mer der bei­den Bau­ern­häu­ser am süd­li­chen En­de der Haupt­stra­ße sind da­bei, das En­sem­ble in Ab­stim­mung und Zu­sam­men­ar­beit mit der Ge­mein­de neu zu ge­stal­ten. Die Krip­pe ist Teil des Vor­ha­bens. Bür­ger­meis­ter Jo­chen Fet­zer ist voll des Lo­bes für das Pro­jekt.

Die Krip­pe ist vor der Ku­lis­se ei­ner al­ten Stall­mau­er auf­ge­baut. Das Kind­lein liegt in ei­nem aus­ge­höhl­tem Baum­stamm. Ma­ria und Jo­sef so­wie ein Hir­te sind kunst­voll eben­falls aus Baum­stäm­men ge­schnitzt. Ein Weih­nachts­baum run­det das Gan­ze ab. Die Tie­re sind aus Kunst­stoff, wir­ken je­doch ganz echt. In den Abend- und Mor­gen­stun­den wer­den die Krip­pen­fi­gu­ren an­ge­strahlt. Im­mer wie­der blei­ben Pas­san­ten vor dem Bau­zaun ste­hen, der das Ge­län­de der­zeit noch um­gibt, und be­trach­ten das Werk. Auch für vor­bei­fah­ren­de Au­to­fah­rer ist es ein Hin­gu­cker. Mau­er er­füllt meh­re­re Zwe­cke Die al­te Stall­mau­er ist ein Rest des ei­nen der bei­den Bau­ern­häu­ser, das ab­ge­ris­sen wur­de. „Sie er­füllt gleich meh­re­re Zwe­cke“, sa­gen die neu­en Ei­gen­tü­mer des Are­als, die nicht ge­nannt wer­den möch­ten. Zum ei­nen die­ne die Mau­er im Win­ter als Ku­lis­se für die Krip­pe. Zum an­de­ren zei­ge sie auf, mit wel­chen Ma­te­ria­li­en vor 200 Jah­ren ge­baut wur­de. Und nicht zu­letzt bie­te sie et­was Schutz vor dem Ver­kehrs­lärm, der von der Haupt­stra­ße aus­geht. Die Rui­ne ist über­dacht, da­mit sie in die­sem Zu­stand er­hal­ten wer­den kann.

Das zwei­te Haus wur­de um­fang­reich und stil­voll sa­niert. „Es wur­de vor al­lem dar­auf ge­ach­tet, das Ge­bäu­de, wo im­mer mög­lich, wie­der in den ur­sprüng­li­chen Zu­stand zu­rück- zu­ver­set­zen und hier vor al­lem die al­ten Bal­ken frei­zu­le­gen, aber auch mo­der­ne, kom­for­ta­ble Ele­men­te ein­zu­brin­gen“, sa­gen die neu­en Ei­gen­tü­mer. Das Haus ha­be viel At­mo­sphä­re und strah­le Wär­me aus. Der Um­bau sei ei­ne Team­ar­beit mit den Hand­wer­kern ge­we­sen. Al­le hät­ten Ide­en und vor al­lem ih­re fach­li­chen Kennt­nis­se ein­ge­bracht. Es gibt auch ei­ne Scheu­ne, die als klei­nes Mu­se­um für al­te Hand­werk­zeu­ge ge- nutzt wer­den kann und wo Künst­lern die Mög­lich­keit ein­ge­räumt wer­den soll, ih­re Wer­ke aus­zu­stel­len.

Die Gar­ten­an­la­ge am Orts­ein­gang von Bin­gen soll um­zäunt und mit Bäu­men und Skulp­tu­ren ver­schie­de­ner Künst­ler ge­stal­tet wer­den. „Der Gar­ten wird nach und nach wach­sen, aber das Mot­to ist jetzt schon: We­ni­ger ist mehr“, weiß Bür­ger­meis­ter Fet­zer. Er ist froh über die Initia­ti­ve der neu­en Ei­gen­tü­mer. „Bei al­lem, was sie ge­tan ha­ben, wa­ren sie be­dacht, das Gan­ze ins Orts­bild von Bin­gen gut ein­zu­pas­sen.“Sie hät­ten im­mer den Kon­takt zur Ge­mein­de ge­sucht. Auch ha­ben sie der Ge­mein­de ei­nen Teil ih­res Grund­stücks ab­ge­ge­ben, so­dass der Geh­weg in dem Be­reich et­was nach hin­ten ver­legt wer­den kann und an der Ecke Haupt­stra­ße/Bahn­li­nie au­ßer­halb des Pri­vat­ge­län­des ein klei­ner Platz mit ei­nem Baum und ei­ner Bank ge­stal­tet wer­den kann. Der Ge­mein­de­rat hat in sei­ner jüngs­ten Sit­zung die Ar­bei­ten da­zu ver­ge­ben. Um­ge­setzt wer­den soll das Gan­ze im Früh­jahr.

„Bin­gen ist sehr schön ge­le­gen und bie­tet ei­ne wun­der­ba­re Na­tur zum Ver­wei­len und Ab­schal­ten, aber eben es fehlt lei­der die In­fra­struk­tur, um Tou­ris­ten und Frem­de an­zu­lo­cken“, sa­gen die Ei­gen­tü­mer. Da­zu wol­le man ei­nen klei­nen Bei­trag leis­ten.

FOTO: IGNAZ STÖS­SER

Die Krip­pe vor der Rui­ne ei­nes al­ten Bau­ern­hau­ses am Orts­ein­gang von Bin­gen ist ein schö­ner Hin­gu­cker.

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