Beim „Ave Ma­ria“schmel­zen die Her­zen

Ani­ta und Alex­an­dra Hof­mann sin­gen für Se­nio­ren und Men­schen mit Be­hin­de­rung

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MESSKIRCH - Von Su­san­ne Grimm

MESSKIRCH - Ani­ta und Alex­an­dra Hof­mann ha­ben am spä­ten Di­ens­tag­nach­mit­tag auf Initia­ti­ve der Spar­kas­se Pfullendorf-Meß­kirch ein wun­der­schö­nes Vor­weih­nachts­kon­zert in der St. Mar­tinskir­che vor ei­nem be­son­de­ren Pu­bli­kum ge­ge­ben. Ein­ge­la­den wa­ren die Se­nio­ren al­ler Al­ters­hei­me so­wie die Be­schäf­tig­ten und Be­treu­ten der Ober­schwä­bi­schen Werk­stät­ten für Be­hin­der­te.

Mit viel Ge­spür und oh­ne Be­rüh­rungs­ängs­te bo­ten Meß­kirchs be­kann­tes­te mu­si­ka­li­sche Aus­hän­ge­schil­der den Be­su­chern fest­li­che und zu­gleich fa­mi­liä­re St­un­den. Ein be- son­de­rer Zau­ber ent­stand durch die Mit­wir­kung ei­ner Kin­der­grup­pe, die frisch und un­be­küm­mert mit den be­rühm­ten Töch­tern der Zim­mern­stadt die be­kann­ten Weih­nachts­lie­der san­gen. Zu­vor hat­ten Ani­ta und Alex­an­dra Hof­mann ei­ni­ge ih­rer be­kann­ten Songs und Kom­po­si­tio­nen mit ei­ge­nen Tex­ten vor­ge­tra­gen. Da­bei such­ten sie im­mer wie­der den di­rek­ten Kon­takt zu ih­rem Pu­bli­kum, das dies ent­zückt auf­nahm.

„So nah ha­be ich sie noch nie ge­se­hen“, sag­te ei­ne Be­su­che­rin am En­de des Kon­zerts be­geis­tert zu ih­rer Be­glei­tung, die de­ren Roll­stuhl ge­schickt durch die Men­ge di­ri­gier­te. Ein be­son­de­rer Au­gen- und Oh­ren­schmaus war das von Ani­ta Hof­mann see­len­voll ge­sun­ge­ne „Ave Ma­ria“. „Das schöns­te Lied, das man in ei­ner Kir­che sin­gen kann“, hat­te ih­re Schwes­ter Alex­an­dra zu­vor ge­sagt. Dem war nichts hin­zu­zu­fü­gen, denn die In­ter­pre­ta­ti­on der dun­kel­haa­ri­gen Ani­ta mit ih­rer glo­cken­rei­nen Stim­me hob die­ses Ma­ri­en­lied, ge­krönt durch die groß­ar­ti­ge Akus­tik des sa­kra­len Raums der Spät­ro­ko­ko­kir­che, auf höchs­te Ebe­nen des Ge­sangs, Gän­se­haut und atem­lo­ses Stau­nen in­klu­si­ve.

Im Lau­fe des an­dert­halb­stün­di­gen Kon­zerts plau­der­ten die Ge­schwis­ter über ih­re Er­leb­nis­se als sin­gen­des Ge­schwis­ter­paar, ga­ben Ein­bli­cke in ihr Fa­mi­li­en­le­ben, spar­ten aber auch per­sön­li­che Hö­hen und Tie­fen nicht aus. Der mensch­li­che Zu­sam­men­halt ge­ra­de in Kri­sen und Tief­punk­ten, das Zu­hö­ren und für­ein­an­der Da­sein, wenn es brenz­lig wird, das ist es, was die Fa­mi­lie, die Freund­schaft und letzt­end­lich die Ge­mein­schaft stärkt, war die Bot­schaft der sin­gen­den Meß­kir­cher Schwes­tern. Be­reit für ein „Schwätz­le“An­ge­sichts der vie­len Schütz­lin­ge, die we­gen Be­hin­de­run­gen, Krank­hei­ten oder al­ters­be­ding­ten Ge­bre­chen be­son­ders auf Hil­fe und Bei­stand an­ge­wie­sen sind, traf dies den Nerv des Pu­bli­kums, das im­mer wie­der be­geis­tert Ap­plaus spen­de­te. Im An­schluss stan­den Ani­ta und Alex­an­dra Hof­mann bei Glüh­wein, Punsch und Plätz­chen den vie­len Be­su­chern für Au­to­gramm­wün­sche, aber ein­fach auch nur für ein „Schwätz­le“auf dem Kirch­hof zur Ver­fü­gung. Zum Kon­zert der Hof­manns für Se­nio­ren und Men­schen mit Be­hin­de­rung gibt es ei­ne Bil­der­stre­cke im In­ter­net un­ter

www. schwa­ebi­sche. de

FOTO: SGR

In­mit­ten der Kin­der füh­len sich die Ge­schwis­ter Hof­mann wohl.

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