Das spart Mie­tern Är­ger

Am bes­ten vor der Fe­te die Nach­barn in­for­mie­ren

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - REPORT -

in bun­tes Feu­er­werk, knal­len­de Sekt­kor­ken und la­chen­de Freun­de in der Woh­nung – das klingt für vie­le nach ei­ner ge­lun­ge­nen Sil­ves­ter­par­ty. Nur blöd, wenn der Nach­bar von ne­ben­an die fröh­li­che Stim­mung nicht tei­len kann, weil er die lau­te Mu­sik als stö­ren­den Lärm emp­fin­det. Da­mit es nicht zum Streit zwi­schen den Nach­barn kommt, gibt es kla­re Re­geln für das Zu­sam­men­le­ben in ei­nem Miets­haus. Und was gibt es sonst noch zu be­ach­ten, da­mit der Start ins neue Jahr si­cher ge­lingt? Die wich­tigs­ten Fra­gen und Ant­wor­ten da­zu: Wie lan­ge dür­fen Mie­ter an Sil­ves­ter in der Woh­nung laut sein? „Of­fi­zi­ell gilt auch an Sil­ves­ter ab 22.00 Uhr die Nacht­ru­he“, sagt Ulrich Ropertz vom Deut­schen Mie­ter­bund. Das ist aber schwer um­setz­bar: Denn Nacht­ru­he herrscht erst dann, wenn in der ei­ge­nen Woh­nung nichts mehr zu hö­ren ist. „In der Re­gel wird an Sil­ves­ter in vie­len Woh­nun­gen ge­fei­ert, des­halb gel­ten de fac­to Son­der­re­ge­lun­gen“, sagt Ropertz. Ab wann soll­te die Laut­stär­ke al­so in der Woh­nung re­du­ziert wer­den? „Wenn drau­ßen lang­sam Ru­he ein­kehrt, soll­te auch in der Woh­nung der Lärm­pe­gel auf Zim­mer­laut­stär­ke her­un­ter­ge­fah­ren wer­den“, sagt Alex­an­der Wiech vom Ei­gen­tü­mer­ver­band Haus&Grund Deutsch­land mit Sitz in Ber­lin. Er rät, un­ge­fähr ab 1.00 Uhr die Par­ty­laut­stär­ke zu re­du- zie­ren, da­mit Nach­barn in Ru­he schla­fen kön­nen. Wie kön­nen sich Mie­ter ver­hal­ten, um Streit zu ver­mei­den? Auch wenn die Re­geln an Sil­ves­ter et­was lo­cke­rer sind, müs­sen al­le Be­woh­ner – Par­ty­leu­te wie Fei­ermuf­fel – ge­gen­sei­tig et­was Rück­sicht auf­ein­an­der neh­men. Be­son­ders in Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern soll­te dies gel­ten, sagt Ropertz. Er rät da­zu, Nach­barn im Vor­feld über die ge­plan­te Sil­ves­ter­fe­te zu in­for­mie­ren. Dür­fen Ra­ke­ten vom Bal­kon ge­zün­det wer­den? Beim Ab­feu­ern von Ra­ke­ten müs­sen Fehl­schlä­ge im­mer ein­kal­ku­liert wer­den, so­wie die Ge­fahr, dass Men­schen, Au­ßen­fas­sa­den oder Nach­bar­woh­nun­gen ge­trof­fen wer­den. Nach ei­ner Ent­schei­dung des Amts­ge­richts Ber­lin-Mit­te dür­fen des­halb kei­ne Ra­ke­ten auf dem Bal­kon oder der Ter­ras­se an­ge­zün­det wer­den (Az.: 25 C 177/01). Und wenn doch et­was pas­siert? „Für Ve­r­un­rei­ni­gun­gen und Schä­den ist zu­nächst der Gast­ge­ber ver­ant­wort­lich“, sagt Wiech. Es sei denn, es gibt ei­nen kla­ren Schul­di­gen. Dann muss der die Ver­ant­wor­tung tra­gen – wenn er bei­spiels­wei­se beim wil­den Tan­zen das Fens­ter be­schä­digt hat. Doch wer ei­ne Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­rung hat, kann be­ru­higt sein: In der Re­gel springt sie für Schä­den an Per­so­nen oder Sa­chen ein.

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