Je­des ach­te Kind wird in Kriegs­ge­bie­ten ge­bo­ren

Vie­le die­ser Mäd­chen und Jun­gen wer­den nicht ein­mal fünf Jah­re alt

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - MEINE SEITE -

Heu­te Abend fei­ern wir die Ge­burt Je­su. Er ist in ei­nem ärm­li­chen Stall in Beth­le­hem auf die Welt ge­kom­men. Sei­ne El­tern, Ma­ria und Jo­sef, wa­ren auf der Flucht. Da­zu passt ein Be­richt, den jetzt das Kin­der­hilfs­werk Unicef ver­öf­fent­licht hat: Je­des ach­te Ba­by, dass im Jahr 2015 auf un­se­rer Er­de ge­bo­ren wur­de, kam in ei­nem Kriegs­ge­biet zur Welt oder in ei­ner Re­gi­on, in der Men­schen auf der Flucht sind. Auf al­le Fäl­le an kei­nem Platz, wo es gut ist, das Licht der Welt zu er­bli­cken.

Ins­ge­samt wa­ren es 16,6 Mil­lio­nen Mäd­chen und Jun­gen, die mit­ten in ei­nem Krieg oder wäh­rend der Flucht ih­rer El­tern ge­bo­ren wur­den. Das sind laut Unicef 125 000 mehr Ba­bys als im ver­gan­ge­nen Jahr. „Al­le zwei Se­kun­den wird ein Kind in ei­nem Kon­flikt­ge­biet wie Af­gha­nis­tan, Sy­ri­en, der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Re­pu­blik oder dem Süd­su­dan ge­bo­ren – oft un­ter schreck­li­chen Um­stän­den oh­ne me­di­zi­ni­sche Hil­fe“, er­klär­te jetzt ein Unicef-Spre­cher. „Zu vie­le Kin- der be­gin­nen ihr Le­ben un­ter den Vor­zei­chen von Krieg, Na­tur­ka­ta­stro­phen, Man­gel­er­näh­rung, Krank­heit und Ar­mut“, füg­te er noch hin­zu. Vie­le die­ser Kin­der ster­ben, be­vor sie fünf Jah­re alt sind.

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