Spieß schei­tert mit Tem­po-30-Zo­ne

Krau­chen­wie­ser Rä­te leh­nen Vor­stoß ab – Gög­gin­ger ge­ben sich da­mit nicht zu­frie­den

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - IMMOBILIEN - Von Patrick Laabs

KRAU­CHEN­WIES - Bür­ger­meis­ter Jo­chen Spieß ist bei der Ge­mein­de­rats­sit­zung am 22. Sep­tem­ber mit dem Vor­schlag ge­schei­tert, sich bei den Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­den für die Ein­rich­tung ei­ner Tem­po-30-Zo­ne in der Krau­chen­wie­ser Orts­durch­fahrt auf der B311 stark zu ma­chen. Die Tem­po­be­gren­zung soll­te nur für die Zeit von 22 bis 6 Uhr gel­ten. Bei ei­ner Ent­hal­tung stimm­ten sie­ben Rä­te für den An­trag, sie­ben da­ge­gen – zu­viel.

Für we­nig Be­geis­te­rung sorg­te die­ses Stim­mungs­bild vor al­lem bei den Gög­gin­ger Bür­gern, die die Lärm­be­las­tung mehr und mehr als Zu­mu­tung emp­fin­den. Orts­vor­ste­her Man­fred Fi­scher hät­te sich ge­wünscht, dass die Rä­te zu­min­dest ei­nen zu­sätz­li­chen An­trag in Rich­tung Land­rats­amt for­mu­lie­ren mit dem In­halt, dass in punc­to Lärm­kar­tie­rung künf­tig auch Gög­gin­gen mit­un­ter­sucht wer­de – was bis­lang nicht der Fall ist. „Aber das ha­ben wir nun ver­passt“, be­dau­er­te Fi­scher nach der Ge­mein­de­rats­sit­zung.

Ei­ne Wo­che spä­ter leg­te Fi­scher sei­nem Ort­schafts­rat schließ­lich ei­nen ei­ge­nen An­trag vor. „Die Lärm­kar­ten stam­men aus dem Jahr 2012. Durch die Ein­füh­rung der Maut hat sich der Verkehr im­mer mehr auf die B311 ver­la­gert. Die Be­läs­ti­gung ent­lang der B311 ist für die An­woh­ner un­er­träg­lich. Dies ist Grund ge­nug, die Lärm­kar­tie­rung zu prü­fen und nach­fol­gend ei­ne Ge­schwin­dig­keits­re­du­zie­rung von 22 bis 6 Uhr ein­zu­füh­ren“, heißt es dort. Al­le acht An- we­sen­den Ort­schafts­rä­te stimm­ten für den An­trag an das Land­rats­amt.

Jo­chen Spieß ha­be das The­ma „Tem­po 30“auf die Ta­ges­ord­nung der Ge­mein­de­rats­sit­zung ge­setzt, weil das Land­rats­amt ihn in­for­miert ha­be, dass es ei­ne ent­spre­chen­de Ge­schwin­dig­keits­be­gren­zung in Krau­chen­wies prü­fe, teil­te der Bür­ger- meis­ter sei­ner­zeit mit. Als Grund sei Spieß an­ge­ge­ben wor­den, dass die Aus­wer­tung ei­ner Lärm­kar­tie­rung der Lan­des­an­stalt für Um­welt­schutz so­wie Be­rech­nun­gen des Re­gie­rungs­prä­si­di­ums be­leg­ten, dass in Krau­chen­wies ent­lang der B311, ins­be­son­de­re zu Nacht­zei­ten, deut­li­che Über­schrei­tun­gen des zu­läs­si­gen Lärm­pe­gels zu ver­zeich­nen sei­en. Rats­mit­glied Tho­mas Störk mo­nier­te, dass bei Tem­po 30 Straf­zet­tel vor­pro­gram­miert sei­en und man oh­ne­hin erst ein­mal selbst mes­sen soll­te. Ähn­lich ar­gu­men­tier­te auch Anton Ruprecht. Bern­hard Fuchs und Ros­wi­tha Frick ver­wie­sen zu­dem auf lan­ge Staus, die sich bil­den wür­den.

FOTO: AR­NO MÖHL

Vie­le Krau­chen­wie­ser und Gög­gin­ger Bür­ger kämp­fen um die Ein­rich­tung von Tem­po- 30- Zo­nen auf der Bun­des­stra­ße.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.