Ba­den-Würt­tem­berg will Druck auf Steu­er­be­trü­ger bei­be­hal­ten

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIR IM SÜDEN -

STUTTGART (lsw) - Ba­den-Würt­tem­bergs Fi­nanz­mi­nis­ter Nils Schmid (SPD, Foto: dpa) will den Druck ge­gen Steu­er­sün­der un­ge­ach­tet bun­des­weit stark rück­läu­fi­ger Selbst­an­zei­ge-Zah­len auf­recht­er­hal­ten. „Ge­gen Steu­er­hin­ter­zie­hung gibt es nur ein Mit­tel: kon­stan­ter Druck und kon­se­quen­te Straf­ver­fol­gung“, sag­te Schmid. „Ob es Be­rich­te über den An­kauf von Steu­er-CDs gibt oder über pro­mi­nen­te Steu­er­hin­ter­zie­her: Wann im­mer Steu­er­sün­der da­mit rech­nen müs­sen, auf­zu­flie­gen, steigt die Zahl der Selbst­an­zei­gen, und es wer­den Steu­ern nach­ge­zahlt.“Laut Stutt­gar­ter Fi­nanz­mi­nis­te­ri­um gin­gen 2015 bis No- vem­ber 2602 Selbst­an­zei­gen ein – der zweit­höchs­te Wert un­ter den Bun­des­län­dern nach Nord­rheinWest­fa­len mit 3016 Meldungen. 2014 hat­ten sich bis No­vem­ber aber noch fast 8600 Steu­er­be­trü­ger in Ba­denWürt­tem­berg selbst an­ge­zeigt, um straf­frei da­von­zu­kom­men. Der Rück­gang kom­me nicht über­ra­schend. „Das war zu er­war­ten, denn seit An­fang die­ses Jah­res gilt die Ver­schär­fung der Selbst­an­zei­ge. Des­halb ha­ben vie­le En­de 2014 die Chan­ce ge­nutzt und rei­nen Tisch ge­macht“, sag­te ei­ne Spre­che­rin. Bun­des­weit hat sich 2015 die Zahl der Selbst­an­zei­gen we­gen Steu­er­be­trugs im Ver­gleich zum Re­kord­wert des Vor­jah­res mehr als hal­biert.

Nils Schmid

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