Ko­ali­ti­on un­eins über Fi­nan­zie­rung der Kran­ken­kas­sen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BER­LIN (AFP) - Die Uni­on will die ge­setz­lich Kran­ken­ver­si­cher­ten trotz ei­nes deut­li­chen An­stiegs der Zu­satz­bei­trä­ge vor­erst nicht ent­las­ten. Der al­lein von Ar­beit­neh­mern und Rent­nern fi­nan­zier­te Zu­satz­bei­trag müs­se „erst ein­mal so blei­ben, um die Wett­be­werbs­wir­kung zu ent­fal­ten“, sag­te Uni­ons­frak­ti­ons­vi­ze Ge­org Nüß­lein (CSU) den Zei­tun­gen der Fun­ke-Me­di­en­grup­pe. Ein zu glei­chen Tei­len von Ar­beit­neh­mern und Ar­beit­ge­bern fi­nan­zier­ter Ver­si­che­rungs­bei­trag „wür­de den Druck sen­ken, die Kas­se zu wech­seln“, füg­te Nüß­lein hin­zu.

Die SPD will zur pa­ri­tä­ti­schen Kas­sen­fi­nan­zie­rung zu­rück­keh­ren. Par­tei­vi­ze Thors­ten Schä­fer-Güm­bel kün­dig­te an, die For­de­rung wer­de The­ma im Bun­des­tags­wahl­kampf. SPD-Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin Ka­ta­ri­na Bar­ley sag­te der Fun­ke-Me­di­en­grup­pe: „Es ist un­ge­recht, dass die Kos­ten­stei­ge­run­gen al­lein von den Ar­beit­neh­mern ge­tra­gen wer­den.“In der So­zi­al­ver­si­che­rung sei „die pa­ri­tä­ti­sche Fi­nan­zie­rung ein be­währ­tes Sys­tem, das Deutsch­land stark ge­macht hat“.

Der­zeit tei­len sich bei der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer nur den all­ge­mei­nen Bei­trags­satz von 14,6 Pro­zent je zur Hälf­te. Was dar­über hin­aus­geht, zah­len die Ver­si­cher­ten als so­ge­nann­ten Zu­satz­bei­trag al­lein.

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