Mo­bil­funk für Fa­mi­li­en

Wie Viel­te­le­fo­nie­rer trotz­dem ih­re Kos­ten un­ter Kon­trol­le hal­ten

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - GELD & SERVICE - Von Ca­ro­li­ne Ben­zel

RA­VENS­BURG - „Schatz, kannst du noch Milch kau­fen?“„Die Kat­ze ist weg­ge­lau­fen.“Der schnel­le In­for­ma­ti­ons­aus­tausch per Han­dy ge­hört in den meis­ten Fa­mi­li­en zum All­tag. Mit dem fal­schen Ta­rif rei­ßen solch kur­ze An­ru­fe aber schnell ein Loch in die Haus­halts­kas­se. Kos­tet die Ge­sprächs­mi­nu­te 29 Cent, so kom­men bei ei­ner vier­köp­fi­gen Fa­mi­lie, in der je­der am Tag nur fünf Mi­nu­ten mit dem Han­dy te­le­fo­niert, pro Mo­nat 170 Eu­ro zu­sam­men. Das geht bil­li­ger.

„Für Fa­mi­li­en emp­feh­len sich Ta­ri­fe mit be­son­ders güns­ti­gen oder so­gar kos­ten­lo­sen in­ter­nen Ge­sprä­chen“, sagt Tho­mas Brad­ler, Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ex­per­te der Ver­brau­cher­zen­tra­le NRW. „Da­mit die El­tern die Te­le­fon­kos­ten der Kin­der kon­trol­lie­ren kön­nen, sind Pre­pai­dTa­ri­fe emp­feh­lens­wert. Te­le­fo­niert wird nur, so­lan­ge Gut­ha­ben auf dem Han­dy ist. Po­li­zei und Feu­er­wehr sind aber auch oh­ne Gut­ha­ben im­mer er­reich­bar. Bei­spiel Te­le­kom: Ma­gen­ta Mo­bil Start gibt es für le­dig­lich 2,95 Eu­ro pro Mo­nat – oh­ne Ver­trags­bin­dung. Da­für ist ei­ne Sprachund SMS-Flat ins Te­le­kom-Mo­bil­funk­netz ent­hal­ten und ei­ne Sprach­flat zu ei­ner pri­va­ten Fest­netz­num­mer.

Am ein­fachs­ten ist es, wenn Fa­mi­li­en sich für ei­nen An­bie­ter und ein Netz ent­schei­den. Das er­leich­tert die Ver­wal­tung al­ler Han­dy-Kon­ten und ver­mei­det Ta­rif-Wirr­warr.

Sind schon Han­dy-Ver­trä­ge vor­han­den, die nicht ge­kün­digt wer­den kön­nen, müs­sen die neu­en Han­dy­ta­ri­fe an schon Vor­han­de­nes an­ge­passt wer­den. Das heißt: Ent­we­der man ent­schei­det sich für ei­nen Ta­rif mit güns­ti­gen Mi­nu­ten­prei­sen oder man er­kun­digt sich beim ei­ge­nen An­bie­ter nach spe­zi­el­len Part­ner­und Fa­mi­li­en­ta­ri­fen.

Vie­le Mo­bil­funk­kun­den ha­ben ei­nen Ver­trags­ta­rif bei ei­nem der vier Netz­be­trei­ber T-Mo­bi­le, Vo­da­fo­ne, E-Plus oder O2 ab­ge­schlos­sen. Wer mit sei­nem Ver­trag zu­frie­den ist, kann für den Part­ner ei­ne Zweit­kar­te be­an­tra­gen. Der Vor­teil: Die Abrech­nung er­folgt über ei­ne Rech­nung und für Zweit- und Dritt­kar­ten gibt es bei den Netz­be­trei­bern in der Re­gel Ra- batt. Ob sich die An­ge­bo­te loh­nen, müs­sen Fa­mi­li­en in­di­vi­du­ell aus­rech­nen. Häu­fig sind Bil­lig-An­bie­ter trotz der Ra­bat­te der Netz­be­trei­ber güns­ti­ger. Ta­schen­geld taug­lich te­le­fo­nie­ren Tog­go Mo­bi­le ist ein An­bie­ter der sich kom­plett auf Kin­der spe­zia­li­siert hat. Für ei­nen Grund­preis von 4,95 Eu­ro im Mo­nat kön­nen El­tern und Kin­der auf zahl­rei­che Ser­vices zu­grei­fen. So sind die El­tern stets kos­ten­los er­reich­bar, zu­dem kön­nen die El­tern Funk­tio­nen wie In­ter­net, An­ru­fe ins und im Aus­land, das An­ru­fen von Ser­vice- und Abo-Di­ens­ten sper­ren las­sen. Zu­sätz­lich kön­nen sie ih­re Kin­der auf Wunsch or­ten. An­ru­fe kos­ten in al­le deut­schen Net­ze zehn Cent pro Mi­nu­te, der SMS-Ver­sand 15 Cent. El­tern kön­nen aber ein mo­nat­li­ches Bud­get fest­le­gen. Tog­go nutzt das sehr gut aus­ge­bau­te Netz von Vo­da­fo­ne.

Die meis­ten Ju­gend­li­chen schrei­ben kei­ne SMS mehr, son­dern nut­zen Di­ens­te wie WhatsApp oder Face­book Mes­sen­ger. Des­halb ist in­zwi­schen ei­ne Da­ten­flat­rate oft­mals wich­ti­ger an­statt ei­ner SMS-Flat­rate. Smart­pho­ne-Pa­ke­te mit Da­ten­flat­rates gibt es mitt­ler­wei­le für re­la­tiv we­nig Geld. Die Vo­da­fo­ne-Toch­ter Ote­lo bie­tet zum Bei­spiel den Ta­rif Smart­pho­ne 300 für 8,99 Eu­ro im Mo­nat an. Da­für ist ei­ne Surf-Flat in­klu­si­ve 300 MB schnel­lem Sur­fen, so­wie 300 Ein­hei­ten ent­hal­ten, die ver­te­le­fo­niert und ver­simst wer­den kön­nen.

FOTO: COLOURBOX. DE

Zweit­kar­ten für den Part­ner oder Pre­paid- Ta­ri­fe für Kin­der kön­nen zu Kos­ten­sen­kung füh­ren.

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