Wei­ter chao­ti­sches Wetter rund um den Glo­bus

Hoch­was­ser in En­g­land, Un­wet­ter in den USA – 310 Wald­brän­de in Spa­ni­en

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - PANORAMA -

BER­LIN (dpa/AFP) - Land un­ter in Nord­eng­land, viel Schnee in Tei­len der USA: Das ex­tre­me Wetter macht Mil­lio­nen Men­schen auf der Welt wei­ter zu schaf­fen. Rund um die be­son­ders schwer be­trof­fe­ne bri­ti­sche Stadt York kämpf­ten die Men­schen ge­gen Über­schwem­mun­gen nach hef­ti­gen Re­gen­fäl­len. Ein Über­blick:

Groß­bri­tan­ni­en: In den Hoch­was­ser­ge­bie­ten En­g­lands bleibt die La­ge an­ge­spannt, auch wenn sich am Mon­tag die Si­tua­ti­on et­was bes­ser­te. Wei­te Tei­le Nord­eng­lands ste­hen nach wie vor un­ter Was­ser. Es gab aber kei­ne Be­rich­te über To­te oder Ver­miss­te. Der Scha­den wur­de zu­nächst auf 1,5 Mil­li­ar­den Pfund ge­schätzt (knapp über zwei Mil­li­ar­den Eu­ro). Die Re­gie­rung hat zu­sätz­li­che Sol­da­ten zur Kri­sen­hil­fe ge­schickt. Be­son­ders schwer war die Re­gi­on um York be­trof­fen, wo sich auch Pre­mier­mi­nis­ter Da­vid Ca­me­ron bli­cken ließ. Er ver­sprach mehr Hoch­was­ser­schutz: Sei­ne Re­gie­rung wer­de prü­fen, ob man den Bau von Däm­men ver­stär­ken kön­ne.

USA: Min­des­tens 43 Men­schen ka­men in den ver­gan­ge­nen Ta­gen durch Un­wet­ter in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ums Le­ben. In New Me­xi­co im Süd­wes­ten wur­de der Schnee­not­stand aus­ge­ru­fen. Zu Weih­nach­ten hat­ten zu­nächst Tor­na­dos und Re­gen, die auf un­ge­wöhn­lich war­me Tem­pe­ra­tu­ren zu­rück­zu­füh­ren wa­ren, in Staa­ten wie Mis­sis­sip­pi, Ten­nes­see und Ar­k­an­sas ge­wü­tet und Men­schen in den Tod ge­ris­sen. Sturz­flu­ten hat­te es et­wa auch in Mis­sou­ri oder Il­li­nois ge­ge­ben. Nun brach­te ei­ne her­an­zie­hen­de Kalt­front aus Alas­ka ei­ne Win­ter­mi­se­re. Spie­gel­glat­te Stra­ßen und Schnee­fäl­le wur­den auch aus Kan­sas und Tei­len von Te­xas ge­mel­det. Meh­re­re Be­zir­ke na­he Dal­las (Te­xas) wur­den zu Ka­ta­stro­phen­ge­bie­ten er­klärt. Der Wet­ter­dienst warn­te wei­ter vor Schnee­fall und stür­mi­schem Wetter.

Spa­ni­en: Feu­er­wehr­leu­te ha­ben im Nor­den Spa­ni­ens am Mon­tag ge­gen mehr als 130 Wald­brän­de ge­kämpft. Be­son­ders be­trof­fen von den durch un­ge­wöhn­lich war­me Tem­pe­ra­tu­ren und aus­blei­ben­den Re­gen be­güns­tig­ten Feu­ern sind die nörd­li­chen Re­gio­nen Kan­tab­ri­en und As­tu­ri­en.

Aus­tra­li­en: Bei Über­schwem­mun­gen im Nor­den Aus­tra­li­ens müs­sen die Ein­woh­ner nicht nur die Flu­ten, son­dern auch Kro­ko­di­le fürch­ten. Lo­ka­len Me­di­en zu­fol­ge grif­fen die Rep­ti­li­en Hun­de in der Ge­gend an. Ei­ne Frau kam in den Flu­ten um, ein 28-Jäh­ri­ger wur­de zu­nächst noch ge­sucht. Hub­schrau­ber ret­te­ten min­des­tens 500 Men­schen aus der Ort­schaft Da­ly Ri­ver bei Dar­win.

Ko­lum­bi­en: Brän­de in Ko­lum­bi­en zer­stör­ten laut Feu­er­wehr min­des­tens 300 Hekt­ar Wald. Die Flam­men wü­ten seit Ta­gen in den De­par­te­ments von An­ti­o­quia im Nord­wes­ten so­wie Bo­yacá und Cun­di­n­a­mar­ca im Zen­trum des Lan­des. Das Wet­ter­phä­no­men El Ni­ño hat in Ko­lum­bi­en zu ei­ner Dür­re ge­führt. Me­teo­ro­lo­gen war­nen vor wei­te­ren Brän­den – es soll tro­cken blei­ben.

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