Au­to­haus-Über­nah­me läuft rei­bungs­los

Ab 1. Ja­nu­ar ge­hört die Ra­vens­bur­ger Mer­ce­des-Nie­der­las­sung zu Tutt­lin­gen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - OBERSCHWABEN UND DONAU - Von Karin Kie­sel

RA­VENS­BURG - Die Mer­ce­des-Nie­der­las­sung in Ra­vens­burg mit den Stand­or­ten Laiz, Leut­kirch, Pfullendorf und Wei­ßens­berg bei Lin­dau ge­hört ab 1. Ja­nu­ar of­fi­zi­ell zum Tutt­lin­ger Au­to­haus Riess (die SZ be­rich­te­te). Nun wur­den die Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen un­ter­schrie­ben. Laut dem Ra­vens­bur­ger Be­triebs­rats­vor­sit­zen­den Fer­di­nand Fim­pel wa­ren es „fai­re Ver­hand­lun­gen“. Die Ries­sG­rup­pe hat­te al­len 293 Mit­ar­bei­tern ei­nen Über­nah­me­ver­trag an­ge­bo­ten. Et­wa 15 Mit­ar­bei­ter sind auf ei­ge­nen Wunsch aus­ge­schie­den.

Hin­ter­grund: Der Daim­ler-Kon­zern trennt sich bun­des­weit von 63 der ins­ge­samt 158 Au­to­häu­ser und Werk­stät­ten, dar­un­ter die Nie­der­las­sung Ra­vens­burg. De­ren Mit­ar­bei­ter be­fürch­te­ten durch den Ver­kauf schlech­te­re Ar­beits­be­din­gun­gen und kämpf­ten lan­ge für den Ver­bleib im Daim­ler-Kon­zern. „Nun schau­en wir op­ti­mis­tisch in die Zu­kunft“, sagt Fim­pel, der die Zu­sam­men­ar­beit mit der Tutt­lin­ger Riess-Grup­pe, die bis­lang kei­nen Be­triebs­rat hat­te, lobt.

Als „Trost­pflas­ter“, wie Fim­pel sagt, ha­ben die Mit­ar­bei­ter der Ra­vens­bur­ger Nie­der­las­sung ei­nen so­ge­nann­ten Nach­teil­saus­gleich von der Daim­ler AG be­kom­men. „Der kann sich se­hen las­sen. Aber er kann die Zu­ge­hö­rig­keit zum Daim­lerKon­zern mit all sei­nen Vor­tei­len wie Er­folgs­be­tei­li­gung und Ta­rif­ver­trä­ge nicht er­set­zen.“Dem­ent­spre­chend sei die Stim­mung un­ter den Mit­ar­bei­tern zwar op­ti­mis­tisch be­züg­lich des neu­en Ar­beit­ge­bers, aber auch „kri­tisch an­ge­spannt“.

Seit acht Wo­chen wer­den die Mit­ar­bei­ter für die neue IT ge­schult, ei- ne Dop­pel­be­las­tung kurz vor dem Jah­res­wech­sel, wie Fim­pel be­rich­tet. Des­sen ist sich auch Ge­schäfts­füh­rer Stef­fen Riess be­wusst. „Die Mit­ar­bei­ter ler­nen seit No­vem­ber die neue Soft­ware. Es ist vor­bild­lich, wie die Mann­schaft dies stemmt.“

Mit den neu­en Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen wur­de nach An­ga­ben von Riess ei­ne Ba­sis für die neue Zu­kunft ge­legt. Auch die neu­en Mit­ar­bei­ter, die sei­ner Aus­sa­ge nach ei­nen „in Deutsch­land ein­ma­li­gen und sehr groß­zü­gi­gen Nach­teil­saus­gleich“vom Daim­ler-Kon­zern be­kom­men ha­ben, wür­den die Chan­cen se­hen, die der Wech­sel mit sich brin­ge. „Ein Groß­kon­zern hat im­mer vie­le Richt­li­ni­en und Vor­ga­ben, bei uns gibt es mehr Fle­xi­bi­li­tät.“

Das Ge­braucht- und Jah­res­wa­gen­ge­schäft ver­ant­wor­tet in Laiz wei­ter die Fir­ma Fuß. Die Tutt­lin­ger Riess- Grup­pe ist ein Mer­ce­des- Benz- Ver­triebs- und Ser­vice­part­ner mit ak­tu­ell 280 Mit­ar­bei­tern. Das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men, das seit mehr als 75 Jah­ren exis­tiert, wird von Stef­fen Riess ge­führt. Sei­ne Schwes­ter Kers­tin Riess ver­ant­wor­tet die Ser­vice­spar­te der bis­lang sie­ben Au­to­häu­ser in Tutt­lin­gen, Spaichin­gen, Rott­weil, Ba­lin­gen, Obern­dorf a. N., Über­lin­gen und Zim­mern o. R.

FOTO: DPA

Ab dem 1. Ja­nu­ar ge­hört die Mer­ce­des- Nie­der­las­sung in Ra­vens­burg mit den Stand­or­ten Laiz, Leut­kirch, Pfullendorf und Wei­ßens­berg bei Lin­dau der Tutt­lin­ger Riess- Grup­pe.

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