„Ich war schon mit neun Jah­ren in ei­ner Band“

Isaac Sy­monds von der Band Half Moon Run hat al­les dar­an ge­setzt, sei­nen Traum von der Mu­sik wahr wer­den zu las­sen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SZENE -

RA­VENS­BURG - Die In­die­rock­band Half Moon Run aus dem ka­na­di­schen Montreal hat mit „Sun Leads Me on“(Ca­ro­li­ne) ihr zwei­tes Al­bum ver­öf­fent­licht. Im Fe­bru­ar kom­men Isaac Sy­monds, De­von Por­ti­el­je, Dy­lan Phil­ipps und Con­ner Mo­lan­der auf Tour nach Deutsch­land. Chris­tia­ne Wohl­haupter hat mit Isaac Sy­monds über das Al­bum, den Tou­rall­tag und den Traum­auf­tritt ge­spro­chen. Isaac, wie ist eu­er ak­tu­el­les Al­bum „Sun Leads Me on“ent­stan­den? Drei­vier­tel da­von ha­ben wir in Montreal ge­schrie­ben. Und ei­nes Ta­ges ha­ben wir uns spon­tan ent­schie­den, nach Ka­li­for­ni­en zu fah­ren – und ein paar Ta­ge spä­ter wa­ren wir dort. Wir sind drei, vier Wo­chen ge­blie­ben und ha­ben ein Haus ge­mie­tet, sind viel Sur­fen ge­gan­gen, ha­ben Freun­de ge­trof­fen und gu­tes Es­sen ge­ges­sen. 3, 4 Songs sind dort ent­stan­den. Auf­ge­nom­men ha­ben wir sie dann in Kings­ton in Ka­na­da. Wie wich­tig war die­ser Orts­wech­sel? Wir woll­ten fri­schen Wind rein­brin­gen. Da­für war das sehr hilf­reich. Auch beim nächs­ten Al­bum, wol­len wir an ei­nen be­son­de­ren Ort. Wenn es nach dir geht, wel­chen Ort wür­dest du aus­su­chen? Ich bin ge­neigt, Aus­tra­li­en zu sa­gen – aber wenn wir uns et­was zu Schö­nes her­aus­su­chen, ver­brin­gen wir viel­leicht zu viel Zeit am Strand. Ka­li­for­ni­en war su­per, viel­leicht ein­fach noch ei­nen wei­te­ren Ort in Ka­li­for­ni­en oder süd­lich, Rich­tung Te­xas. Wie ent­steht ein Song bei Half Moon Run? Nor­ma­ler­wei­se hat De­von ein Gi­tar­ren­riff und ein paar Wor­te und dann schaut je­der, was er zum Song bei­tra­gen kann. Woll­test du schon im­mer Mu­si­ker wer­den? Oder hat­test du als klei­ner Jun­ge ei­nen an­de­ren Traum, zum Bei­spiel Feu­er­wehr­mann oder Sur­fer zu wer­den? Feu­er­wehr­mann? Da scheinst du von Con­nor zu re­den. (lacht) Mein Traum war im­mer schon die Mu­sik. Ich war schon mit neun Jah­ren in ei­ner Band. Was hat bei euch den ent­schei­den­den Aus­schlag ge­ge­ben, dass es nicht beim Traum ge­blie­ben ist, son­dern ihr jetzt eu­re Mu­sik un­ter das Volk bringt? Es müs­sen ei­ni­ge glück­li­che Zu­fäl­le zu­sam­men­kom­men, da­mit man im Mu­sik­busi­ness durch­star­ten kann. Man muss sein In­stru­ment be­herr­schen. Es gibt so vie­le gu­te Mu­si­ker und des­halb musst du dein Bes­tes ge­ben. Man soll­te hin­ter dem ste­hen, was man tut. Man braucht die rich­ti­gen Leu­te und die rich­te Che­mie für ei­ne Band. Man kann vier fan­tas­ti­sche Mu­si­ker zu­sam­men­ste­cken, aber wenn sie nicht auf ei­ner Wel­len­län­ge sind, wird das nichts. Glück spielt auch ei­ne Rol­le. Es gibt vie­le groß­ar­ti­ge Bands, die noch nicht den Durch­bruch ge­schafft ha­ben, ob­wohl sie es viel­leicht mehr ver­dient hät­ten als wir. Man muss ein­fach dran­blei­ben. Wo wür­det ihr ger­ne mal auf­tre­ten? Vie­le von den gro­ßen Lo­ca­ti­ons ha­ben wir schon als Vor­band von Bands wie Mum­ford and Sons oder Of Mons­ters and Men „ab­ge­ar­bei­tet“. Aber ei­nes Ta­ges vor 100 000 Zu­schau­ern auf der Haupt­büh­ne beim Glas­t­on­bu­ry-Fes­ti­val zu spie­len, das wä­re al­ler­dings fan­tas­tisch. Ihr seid recht viel auf Tour. Wie sorgst du da für Aus­ge­gli­chen­heit? Ich übe viel Schlag­zeug. Auf der Herbst­tour war ich dann auch erst­mals der So­ci­al-Me­dia-Be­auf­trag­te der Band und ha­be mich um die Bei­trä­ge auf Ins­ta­gram und Twit­ter ge­küm­mert. Da­für ha­be ich ei­ne neue Ka­me­ra ge­kauft und den gan­zen Tag fo­to­gra­fiert. Das hält mich auf Tr­ab. Wie wich­tig ist euch die­ser Aus­tausch mit den Fans? Wäh­rend der Tour zu un­se­rem ers­ten Al­bum „Dark Eyes“wa­ren wir nicht so ak­tiv auf den So­ci­al-Me­di­aKa­nä­len. Da­für war un­ser Pro­gramm zu voll­ge­packt, und wir im­mer ziem­lich er­schöpft. Die Ken­ner sa­gen, dass So­ci­al Me­dia wich­tig ist – und ich glau­be, sie ha­ben recht. Ist das manch­mal auch Fluch, dass man Bei­trä­ge ein­pla­nen muss? Nein, wenn es nichts Gu­tes zu be­rich­ten gibt, dann pos­ten wir auch nichts. Man will ja et­was pos­ten, das die Leu­te in­ter­es­siert. Li­ve 2016: 28.2. München, Tech­ni­kum. Kar­ten für das Kon­zert sind bei www. schwa­ebi­sche. de/ ti­cket und un­ter Te­le­fon 0751/ 29 555 777 er­hält­lich.

FOTO: YANI CLAR­KE

Isaac Sy­monds ( hin­ten, rechts) kommt mit sei­ner Band Half Moon Run im Fe­bru­ar auf Eu­ro­pa­tour.

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