Nah­les will So­zi­al­hil­fe für EU-Ausländer kür­zen

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BER­LIN (dpa) - Bun­des­so­zi­al­mi­nis­te­rin Andrea Nah­les (SPD) will per Ge­setz den So­zi­al­hil­fe-An­spruch von EU-Aus­län­dern be­schrän­ken. „Wir müs­sen die Kom­mu­nen da­vor be­wah­ren, un­be­grenzt für mit­tel­lo­se EU-Ausländer sor­gen zu müs­sen“, sag­te Nah­les der „Rhei­ni­schen Post“. Sie re­agiert da­mit auf ei­ne Ent­schei­dung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts zu So­zi­al­leis­tun­gen für ar­beits­su­chen­de Zu­wan­de­rer aus EU-Staa­ten. Zu­vor hat­te be­reits die CSU-Lan­des­grup­pen­vor­sit­zen­de im Bun­des­tag, Ger­da Has­sel­feldt, ein ent­spre­chen­des Ge­setz ge­for­dert.

Das Ur­teil von An­fang De­zem­ber schreibt vor, dass EU-Bür­ger bei ei­nem Auf­ent­halt ab sechs Mo­na­ten in Deutsch­land Hil­fen zum Le­bens­un­ter­halt in ge­setz­li­cher Hö­he be­an­tra­gen kön­nen. Nach Ein­schät­zung des Städ­te- und Ge­mein­de­bun­des be­kom­men da­durch zu­sätz­lich 130 000 Men­schen in Deutsch­land An­spruch auf So­zi­al­hil­fe. Von Hartz-IV-Leis­tun­gen dür­fen EU-Bür­ger aber aus­ge­schlos­sen wer­den.

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