Rad-Arzt warnt vor Schlaf­mit­teln

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SPORT -

ROM (SID/sz) - Tea­m­arzt Mas­si­mo Bes­na­ti vom rus­si­schen Rad­renn­stall Kat­ju­s­cha hat vor dem Miss­brauch von Schlaf­mit­teln im Pe­lo­ton ge­warnt. Die­ser sei im Pro­fi­rad­sport in­zwi­schen wei­ter ver­brei­tet als Do­ping, zu­dem wür­den Fah­rer die Me­di­ka­men­te oft mit Al­ko­hol kom­bi­nie­ren. „Ich wä­re Pi­noc­chio, wenn ich sa­gen wür­de, dass Do­ping be­siegt sei. Aber der Ge­brauch von Schlaf­mit­teln ist der­zeit schlim­mer und wei­ter ver­brei­tet“, sag­te Bes­na­ti. Der Mix mit Al­ko­hol er­ge­be ei­nen „ex­plo­si­ven Ef­fekt. Es ist schreck­lich.“Auch wür­den ei­ni­ge Fah­rer zum Or­al­ta­bak „Snus“grei­fen, der ei­ne sti­mu­lie­ren­de Wir­kung ha­be. Die Grün­de für den Kon­sum von Schlaf­mit­teln sieht Bes­na­ti in der fort­schrei­ten­den Er­mü­dung bei Etap­pen­ren­nen. Phar­ma­zeu­ti­sche Re­ge­ne­ra­ti­ons­pro­duk­te sei­en in­zwi­schen ver­bo­ten, und Fah­rer, die kei­ne pflanz­li­chen Pro­duk­te ver­wen­den, hät­ten gro­ße Pro­ble­me, sich zu er­ho­len. „Wenn du zu mü­de bist, schläfst du nur schwer ein“, sag­te Bes­na­ti. Fol­ge: Am En­de der Rund­fahr­ten sei­en die Fah­rer „al­le nur noch Haut und Kno­chen“.

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