Twit­ter-Pech

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - SPORT -

Es geht nichts über so­zia­le Netz­wer­ke, sie sind tol­le Spio­na­ge­werk­zeu­ge. Al­les, was je­mals ver­öf­fent­licht wur­de, bleibt auch dort, es sei denn, der Chef von Goog­le ist dein bes­ter Kum­pel und dir noch ei­nen Ge­fal­len schul­dig. Ser­gi Guar­dio­la (24), gänz­lich un­ver­wandt mit Bay­erns Pep, muss­te das ge­ra­de er­fah­ren. Der Zweit­li­ga­spie­ler von Al­cor­con woll­te ei­gent­lich zu Bar­ças BElf wech­seln, und es sah auch ganz gut aus, im­mer­hin hat­te er be­reits ei­nen Ver­trag un­ter­schrie­ben. Acht St­un­den spä­ter aber wur­de der wie­der auf­ge­löst. Grund: Guar­dio­la hat­te zwei Jah­re zu­vor via Twit­ter vor dem Clá­si­co der Erz­ri­va­len Re­al und Bar­ça die Ma­dri­le­nen an­ge­feu­ert, die Ka­ta­la­nen da­ge­gen übelst be­schimpft. Wer hät­te da­mals wohl ge­dacht, dass Bar­ça sein neu­er Ar­beit­ge­ber wer­den könn­te? Der Klub be­kam (et­was spät) Wind von der Sa­che, und Guar­dio­la hat sei­nen Twit­terac­count fürs Ers­te ge­sperrt. Moral von der Ge­schicht: Vor sei­ner Ver­gan­gen­heit kann kei­ner weg­lau­fen, nicht in der Rea­li­tät und schon gar nicht vir­tu­ell. Sie holt ei­nen im­mer ein. (zak)

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