Jagd auf die letz­ten Na­zis

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - ERSTE SEITE -

RA­VENS­BURG (sz) - Auch 70 Jah­re nach En­de des Zwei­ten Welt­kriegs sol­len, so­weit noch mög­lich, die Tä­ter von Na­zi-Ver­bre­chen zur Ver­ant­wor­tung ge­zo­gen wer­den.

Das be­tont der neue Lei­ter der Zen­tral­stel­le zur Auf­klä­rung von Na­zi-Ver­bre­chen in Lud­wigs­burg, Jens Rom­mel. Die ge­mein­sa­me Ein­rich­tung der Bun­des­län­der wer­tet seit 1958 Ma­te­ri­al über Na­zi-Ver­bre­chen aus. Mehr als 7500 Er­mitt­lungs­ver­fah­ren sind bis heu­te dar­aus her­vor­ge­gan­gen. Der 43-jäh­ri­ge Rom­mel stammt aus Ellwangen und war zu­vor stell­ver­tre­ten­der Lei­ter der Staats­an­walt­schaft Ra­vens­burg. Jens Rom­mel ist we­der ver­wandt noch ver­schwä­gert mit Er­win Rom­mel, dem deut­schen Ge­ne­ral­feld­mar­schall. Er löst Kurt Schrimm ab, der 15 Jah­re an der Spit­ze der Zen­tra­len Stel­le zur Auf­klä­rung na­tio­nal­so­zia­lis­ti­scher Ver­bre­chen stand. Lang­fris­tig soll aus der Zen­tra­len Stel­le ein Ort der Er­in­ne­rung, For­schung und Mah­nung wer­den.

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