CDU und SPD ver­lie­ren Mit­glie­der, Grüne und FDP blei­ben sta­bil

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - WIR IM SÜDEN -

STUTTGART (lsw) - Sin­ken­de Zah­len bei CDU und SPD, sta­bi­le Wer­te bei Grü­nen und FDP: So ha­ben sich seit dem Jah­res­en­de 2014 die Mit­glie­der­zah­len der vier im Land­tag ver­tre­te­nen Par­tei­en ent­wi­ckelt. Die CDU ver­zeich­ne­te bis En­de No­vem­ber ein Mi­nus von 538 Mit­glie­dern auf rund 67 650. Sie bleibt aber mit Ab­stand die mit­glie­der­stärks­te Par­tei in Ba­den-Würt­tem­berg. Bei der SPD gab es ei­nen Rück­gang um 923 auf rund 34 900. Die Spre­cher bei­der Par­tei­en er­klär­ten dies aber vor al­lem da­mit, dass äl­te­re Mit­glie­der ster­ben und die Zahl der Neu­ein­trit­te die­se Ver­lus­te zah­len­mä­ßig nicht aus­glei­chen kann.

Schon 140 000 Eu­ro für Ho­s­piz­ar­beit in der Re­gi­on

ULM (mö) - Fast 140 000 Eu­ro ha­ben die Le­se­rin­nen und Le­ser der „Schwä­bi­schen Zei­tung“bis­her für die Weih­nachts­ak­ti­on ge­spen­det, bei der die Zei­tung und Ca­ri­tas zu­sam­men­ar­bei­ten. „Um­sorgt und be­glei­tet – wür­de­vol­les Le­ben bis zu­letzt“: Die­sen Schwer­punkt setzt die Weih­nachts­spen­den­ak­ti­on in die­sem Jahr. Die Spen­den kom­men der am­bu­lan­ten Ho­s­piz- und Trau­er­ar­beit der Ca­ri­tas und ih­ren Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen in Würt­tem­berg und im Land­kreis Lin­dau zu­gu­te. Noch zwei Wo­chen läuft die Ak­ti­on, mit de­ren Hil­fe ein­sa­men, schwer kran­ken und trau­ern­den Men­schen ge­hol­fen wer­den kann. Al­le Bei­trä­ge sind im In­ter­net nach­zu­le­sen un­ter: www.schwa­ebi­sche.de/ weih­nachts­spen­den­ak­ti­on

Rund 108 000 Asyl­an­trä­ge in Ba­den-Würt­tem­berg

STUTTGART (lsw) - Im aus­lau­fen­den Jahr sind rund 185 000 Flücht­lin­ge nach Ba­den-Würt­tem­berg ge­kom­men. Von ih­nen stell­ten et­wa 108 000 im Süd­wes­ten ei­nen Erst­an­trag auf Asyl. Ein Spre­cher des In­te­gra­ti­ons­mi­nis­te­ri­ums be­stä­tig­te am Mitt­woch ei­nen ent­spre­chen­den Be­richt der „Stutt­gar­ter Nach­rich­ten“. Die Dif­fe­renz kommt des­halb zu­stan­de, weil man­che Asyl­be­wer­ber von Ba­den-Würt­tem­berg aus in an­de­re Bun­des­län­der ver­legt wur­den oder sel­ber wei­ter­reis­ten. Zu­letzt ging der Zustrom et­was zu­rück. En­de No­vem­ber ver­zeich­ne­te das Bun­des­land noch rund 40 000 Neu­an­künf­te. Im De­zem­ber sind es wohl rund 22 000.

Schmid kri­ti­siert de Mai­ziè­re we­gen Flücht­lings­po­li­tik

BER­LIN (lsw) - Der ba­den-würt­tem­ber­gi­sche SPD-Vor­sit­zen­de Nils Schmid hat Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re (CDU) Or­ga­ni­sa­ti­ons­ver­sa­gen in der Flücht­lings­po­li­tik vor­ge­wor­fen. „Wir Län­der ha­ben drin­gend und früh dar­um ge­be­ten, das Per­so­nal für das Bun­des­amt für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge (Bamf) aus­zu­bau­en“, sag­te er der Zei­tung „Die Welt“. Da­für sei­en sie in Ber­lin an­fangs be­lä­chelt wor­den und bis heu­te wer­de im In­nen­mi­nis­te­ri­um zu viel ge­zau­dert und ge­zö­gert. Das Bamf sei wei­ter­hin der „Fla­schen­hals für die Asyl­po­li­tik“.

Die ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Grü­nen zäh­len seit Jah­ren kon­stant fast 9000 Mit­glie­der, wie ei­ne Par­tei­spre­che­rin mit­teil­te. „Wir wer­ten dies als In­ter­es­se an grü­ner Po­li­tik und auch als Zuf­rie­den­heit mit un­se­rer Ar­beit.“

Die FDP hat un­ver­än­dert rund 6400 Mit­glie­der. „Trotz schwie­ri­ger Ver­hält­nis­se nach dem Aus­schei­den aus dem Bun­des­tag konn­te die FDP Ba­den-Würt­tem­berg den an­fäng­li­chen Rück­gang der Mit­glie­der­zah­len in den Jah­ren 2014 bis 2015 stop­pen“, sag­te ein Spre­cher. Die Li­be­ra­len wa­ren 2013 aus dem Bun­des­tag ge­flo­gen, weil sie an der Fünf-Pro­zent-Hür­de ge­schei­tert wa­ren.

Re­gio­nal­zü­ge wei­ter­hin mit Ver­spä­tun­gen

STUTTGART (lsw) - Mög­li­che Feh­ler in der Nei­ge­tech­nik bei Re­gio­nal­zü­gen be­schäf­ti­gen die Bahn im Süd­wes­ten über den Jah­res­wech­sel hin­aus. Die Über­prü­fung durch Spe­zia­lis­ten sei noch nicht ab­ge­schlos­sen, sag­te ein Bahn­spre­cher am Mitt­woch. Die Tech­nik bleibt dem­nach aus Si­cher­heits­grün­den ab­ge­schal­tet, die be­trof­fe­nen Re­gio­nal­zü­ge rol­len lang­sa­mer um die Kur­ven. Die Bah­nen von Au­len­dorf (Land­kreis Ra­vens­burg) über Sig­ma­rin­gen nach Stuttgart so­wie von Ulm über Ra­vens­burg und Fried­richs­ha­fen nach Ba­sel könn­ten die Hal­te­stel­len um bis zu 20 Mi­nu­ten spä­ter er­rei­chen. Ein En­de der Stö­rung sei nicht ab­zu­schät­zen, sag­te der Spre­cher. Die Bahn hat­te am 19. De­zem­ber zwei Bau­rei­hen der Re­gio­nal­zü­ge vom Schie­nen­netz ge­nom­men und un­ter­sucht sie seit­her auf Funk­ti­ons­feh­ler.

Win­zer im Land ban­gen um Eis­wein

STUTTGART (lsw) - Die Chan­ce auf Eis­wein in Ba­den-Würt­tem­berg sinkt. „Die ak­tu­el­len Tem­pe­ra­tur­vor­her­sa­gen ma­chen ei­ne Eis­wein­le­se nicht mög­lich“, sag­te ei­ne Spre­che­rin des Agrar­mi­nis­te­ri­ums in Stuttgart. Vie­le Win­zer im Land hät­ten schon ih­re Spit­zen­qua­li­tä­ten ge­le­sen. Der Jahr­gang sei von her­vor­ra­gen­der Qua­li­tät. Für Eis­wein las­sen Win­zer die Trau­ben am Reb­stock hän­gen und war­ten auf min­des­tens mi­nus sie­ben Grad Käl­te. Op­ti­mal sind nach An­ga­ben des Deut­schen Wein­in­sti­tuts mi­nus zehn bis mi­nus zwölf Grad. Ganz aus­sichts­los sei ein Eis­wein­jahr­gang 2015 aber nicht, sag­te Chris­tia­ne Le­on­hardt vom Deut­schen Wein­in­sti­tut. Wenn im Ja­nu­ar noch Frost kom­me und ge­sun­de Eis­wein­trau­ben ge­le­sen wür­den, dann zähl­ten auch die­se noch zum Jahr­gang 2015.

ARCHIVFOTO: DPA

Der bei Frost ge­le­se­ne, be­son­ders sü­ße Eis­wein gilt als teu­re Spe­zia­li­tät.

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