An­he­bung von Hartz IV bringt Be­trof­fe­nen we­nig

Schwaebische Zeitung (Messkirch) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

BER­LIN (dpa/epd) - Die Hartz-IV-Re­gel­sät­ze stei­gen zum Jah­res­an­fang – doch bleibt den Be­trof­fe­nen nach ei­ner Be­rech­nung des DGB we­ni­ger als zu Be­ginn von Hartz IV. Der Re­gel­satz für Al­lein­ste­hen­de steigt von der­zeit 399 Eu­ro auf 404 Eu­ro. Le­ben zwei Er­wach­se­ne als Ehe­paar oder Part­ner in ei­nem Haus­halt, ei­ner so­ge­nann­ten Be­darfs­ge­mein­schaft, sol­len sie je­weils 364 statt bis­her 360 Eu­ro er­hal­ten. Die An­he­bung kön­ne nicht ka­schie­ren, dass Hartz-IV- und So­zi­al­hil­fe­emp­fän­ger heu­te fak­tisch we­ni­ger zum Le­ben ha­ben als zum Start des Hartz-IV-Sys­tems An­fang 2005, so der Deut­sche Ge­werk­schafts­bund (DGB). Das zei­ge ei­ne Ge­gen­über­stel­lung der Ent­wick­lung der Re­gel­sät­ze im Ver­gleich zur Ent­wick­lung der Ver­brau­cher­prei­se.

Der auf Nah­rungs­mit­tel ent­fal­len­de An­teil am Re­gel­satz be­trägt laut DGB mehr als ein Drit­tel (35,5 Pro­zent). Wäh­rend die Re­gel­sät­ze von 2005 bis 2015 um 15,7 Pro­zent nach oben gin­gen, stie­gen die Prei­se für Nah­rungs­mit­tel um 24,4 Pro­zent. Ei­ne be­son­de­re Be­las­tung für die Bud­gets der Hil­fe­emp­fän­ger sind die Strom­kos­ten. Sie ha­ben sich seit 2005 um et­wa 54 Pro­zent er­höht. Bei den Ver­brau­cher­prei­sen ins­ge­samt sei die Dif­fe­renz ge­rin­ger.

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